Der Ursprung von
Mulhouse ist recht einfach zu erklären. Der Name der Stadt stammt von einer Mühle, um die sich einzelne Wohnhäuser angesammelt hatten. Die Stadt liegt im Süden auf einer Ebene zwischen den Vogesen und dem Rheinufer. Ein Stück weiter entfernt fangen die Jura Gebirgskette und die etwas weniger bekannte Sundgau Region an. Eine Spezialität des Sundgaus ist gebratener Karpfen. Besonders beliebt ist die Gegend auch wegen ihrer ruhigen, ländlichen Lage und der eher in traditionellem Rahmen betriebenen Landwirtschaft.
Mulhouse, im französischen Departement Haut-Rhin wurde nach den Zerstörungen im 2.Weltkrieg wieder aufgebaut und repräsentiert heute das Bild einer soliden modernen Stadt. Inmitten des Häusermeeres sind das Renaissance-Rathaus und die neugotische Kirche St.Etienne mit ihren Glasfenstern aus dem Mittelalter zu entdecken. Nebenan, im Musée des Beaux-Arts, sind Gemälde der bekanntesten Künstler des Elsaß ausgestellt.
Mit seinen Parkanlagen, Gärten und bemerkenswerten Bäumen, hat die Stadt schon immer der Natur eine besondere Bedeutung eingeräumt. Vom bekannten Zoologischen und Botanischen Garten über den "Jardin des Senteurs" ("Garten der Düfte") bis hin zu den Ill-Ufern
Der Mulhousener Markt verzaubert durch sein orientalischen Flair: Am Canal Couvert findet dreimal wöchentlich das farbenprächtigste und exotischste Spektakel der Region statt. Hier kann man nicht nur elsässische Spezialitäten kaufen, sondern hier sind die verschiedensten Kulturen vertreten. Händler aus Nordafrika und verschleierte Muslime bieten ihre Waren feil und geben dem Markt sein orientalisches Flair. Die Stadt gehört nicht zu den klassischen Reisezielen im Elsass, sie hat den Ruf eines tristen Industriestandortes und liegt im Schatten von Straßbourg und Colmar. Aber mit ihrem Markt hat sich die Stadt etwas bewahrt, was aus den meisten beschaulichen Dörfern des Elsaß längst verschwunden ist.
Obwohl in Mulhouse der Charme der Gegenwart über die Vergangenheit, abgesehen von ein paar wenigen Gemäuern und Türmen, dominiert, kommen auch Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Mit seinen insgesamt sieben Museen, hat Mulhouse etwas anzubieten, was es sonst nirgendwo in Europa, so gehäuft, gibt.
Das französische Eisenbahnmuseum ist ein wahrer Leckerbissen für Eisenbahnfreunde. Die Geschichte der Eisenbahn wird bei einem Museumsbesuch lebendig - und so ganz nebenbei bekommt man auch ein Stück Sozialgeschichte des 19. und 20.Jahrhunderts mitgeliefert. Mindestens ebenso interessant ist Elektropolis, das Museum für die Geschichte der Elektrizität. Und auch hier ist das französische Museumskonzept bestens umgesetzt: Der Besucher soll Geschichte erfahren. In verschiedenen Experimenten wird die Entwicklung und Wirkung der Elektrizität veranschaulicht. Da stehen dem Besucher plötzlich die Haare zu Berge und endlich, endlich weiß man dann auch ganz genau, wann der Funke überspringt. Mulhouser Museen sind allein schon eine Reise ins Elsaß wert.
Ein spezielles Reiseziel der Region sind auch die "Töpferdörfer", Betschdorf und Soufflenheim. Hier wird die Tradition des Töpferhandwerks gepflegt und so nah die beiden Orte beieinanderliegen, so unterschiedlich ist der Töpferstil. Vor Ort kann man den Handwerkern bei ihrer Arbeit, beim Kneten des Tons, Auftragen der Glasur, oder auch der Bemalung der fertigen Gefäße zuschauen. I
m Herzen der "Regio Trirhena" ist Mulhouse ein idealer Ausgangspunkt zu Entdeckungsreisen im Elsass sowie in die Nachbarländer, besonders nach Basel und ins Schweizer Juragebirge oder aber in den Schwarzwald und nach Freiburg in Deutschland.