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Umgeben von bewaldeten Höhenzügen und schroffen Felsen liegt Blaubeuren, die berühmte "Blautopfstadt", malerisch eingebettet im Urtal der Donau. Als Stadt wird Blaubeuren erstmals im Jahr 1267 erwähnt. Ihr Wappen, das "Blaumännle", verlieh Kaiser Friedrich III. der Stadt 1471. Das Heilig-Geist-Spital und stolze Bürger- und Adelshäuser, zeugen neben bescheidenen Handwerkerhäusern, vor allem der Weber und Gerber, von jahrhundertealter Stadtgeschichte und Tradition. Noch heute betreiben Gerber ihr Handwerk an der Aach, die Blaubeuren von der Neustadt bis zur Einmündung in die Blau durchschlängelt. Direkt am Blautopf liegt das 1085 gegründete, ehemalige Benediktinerkloster. Berühmt vor allem wegen seines spätgotischen Hochaltars und des Chorgestühls, beides aus Ulmer Werkstätten. Die Altarplastiken werden dem Bildschnitzer-Meister Michel Erhart zugeschrieben. Die Grundzüge der Klosteranlage sind im wesentlichen erhalten geblieben. Der Blautopf ist mit 21 Metern eine der tiefsten und größten Quellen in Deutschland. Seine Schüttung reicht von 310 bis zu 32000 Litern Wasser pro Sekunde. 1985 entdeckte der Pforzheimer Höhlenforscher Jochen Hasenmayer bei einem Tauchgang, der ihn 1250 Meter weit führte, eine gigantische Höhle, zum Teil mit Luft gefüllt und mit meterhohen Tropfsteinen unter und über Wasser: den "Mörike-Dom". Nur wenige Schritte vom malerischen Blautopf entfernt, im Hof des ehemaligen Benediktinerklosters, hat seit 1947 das von Oberlehrer Albert Bührle gegründete Heimatmuseum in einem 1510 erbauten Riegelbau, direkt an der Ach, einen würdigen und stilvollen Platz gefunden. Weit zurück reicht die Geschichte des mittelalterlichen Gebäudes, das als Badhaus der Mönche errichtet wurde und heute, nach der Restaurierung, die früheren Badeanlagen weitgehend erhalten zeigt und damit einen guten Überblick über den Badebetrieb zur Zeit der Mönche gibt. Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren zeigt vorwiegend alt- und mittelsteinzeitliche Funde, hauptsächlich aus den Höhlen des Achtals. Das Gebäude selbst, das aus dem Jahre 1420 stammende städtische Hospital "Zum Heiligen Geist", weist in seiner Eingangshalle eine weitere Besonderheit auf: einen Zyklus von Wandmalereien mit Darstellungen aus dem Leben der "Heiligen Elisabeth von der Wartburg" aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahre 1804 hat der Huf- und Waffenschmidt Abraham Friedrich die Genehmigung für eine Hammerschmiede mit Schleiferei von der Stadt Blaubeuren erhalten. Die Hammerschmiede wurde bis 1869 in ihrer ursprünglichen Art betrieben. Anschließend wurde sie in eine mechanische Werkstatt umgestaltet, die bis 1956 funktionstüchtig war. Das Haus selbst stammt aus dem Jahre 1744. |
| Blaubeuren |