Ein besonderes Highlight in der näheren Umgebung Winterthurs ist
das Science Center TECHNORAMA, ein Museum der besonderen Art. Da stehen Ihnen die Haare zu Berge, da sprühen die Funken, da entstehen
Wirbelstürme, da finden Sie kräftige Wasserstrudel, da fließen Flüssigkeiten
nach oben, da wird die Musik sichtbar, da stehen Sie gleichzeitig in der
Vergangenheit und der Zukunft - da können Sie was erleben!
Das TECHNORAMA ist ein Science
Center. Wo liegt der Unterschied zwischen Spielen und Experimentieren? Freizeit-
und Erlebnisparks, Museen, Ausstellungen, Erfahrungsfelder und Science-Center -
nahezu alle Institutionen in diesem Bereich versuchen durch das Zauberwort
„Interaktivität“ die Begriffe „Spiel, Neugier, Lernen“ für sich zu besetzen.
Seit dem 19.
Jahrhundert schreitet die technische und naturwissenschaftliche
Entwicklung in den Industrieländern in einem rasanten Tempo
voran. Immer komplexer werden Technik und naturwissenschaftliche
Erkenntnis. Parallel dazu haben Menschen den alltäglichen
Kontakt zur Natur verloren, der früheren Generationen ein
Erfahrungswissen über die natürliche Umwelt ermöglichte.
Der
naturwissenschaftliche Unterrichtung an den Schulen reagiert auf
den gewachsenen Erklärungsbedarf offenbar nur ungenügend.
Untersuchungen haben gezeigt, dass junge Erwachsene heute kaum
besser erklären können, welche physikalischen Vorgänge
beispielsweise bei der Entstehung eines Gewitters beteiligt
sind, als Schüler im Alter von 13 Jahren. Science Center sind
ein Versuch, naturwissenschaftlich-technische Bildung attraktiv
zu vermitteln. Sie wollen das Interesse spielerisch wecken. Es
geht darum "the public understanding of Science" zu fördern.
Nach dem Zweiten
Weltkrieg kamen wichtige Impulse für die
populärwissenschaftliche Vermittlung naturwissenschaftlicher
Zusammenhänge aus den USA: 1968 eröffnete in San Francisco das
von dem Physiker Frank Oppenheimer initiierte Exploratorium, das
Vorbild aller modernen Science Center. In ihm stand die
interaktive Teilnahme der Besucher im Mittelpunkt. Vor dem
Hintergrund der zunehmenden Skepsis breiter Bevölkerungskreise
den Naturwissenschaften gegenüber betrachtete es das
Exploratorium als seine Aufgabe, Misstrauen abzubauen und
Hemmschwellen angesichts der wachsenden Komplexität technischer
Entwicklungen zu überwinden.
Das Exploratorium
fand Nachahmer, zunächst in den USA, später auch in Europa und
anderen Teilen der Welt. Immer stärker entfernten sich die
Science Center von der Konzeption klassischer Museen, immer
stärker wurden sie zu Erlebniswelten, in denen die Grenze zu den
der reinen Unterhaltung dienenden Freizeitparks fließend wurde.
Vor allem das
Technorama in Winterthur, an dem Vorbild des „Exploratorium“ in
San Francisco orientiert, versucht dies mit fast 500
Erlebnisstationen auf drei Stöcken. Es werden allerlei Phänomene
aus den Bereichen der Physik, der Mathematik, und der
menschlichen Wahrnehmung gezeigt. Die Exponate erfordern Ihr Mittun, statt "Berühren verboten" gilt
"Anfassen erwünscht". Mit anderen Worten: Nothing will happen, unless you make
it happen - ohne dieses Mitmachen läuft nichts. Die Umkehrung dessen, was in
jedem Museum erstes Gebot ist – wird im Technorama zum Motto.
Science Center steht für Hands-on, interaktiv.
 |
Es darf nach Herzenslust herumexperimentiert werden.
Berühren und mitmachen sind nicht nur erlaubt sondern sogar erforderlich. Die
Arbeitsstationen bieten genügend Raum um in Ruhe die Experimente
auszuführen, zu beobachten und Zusammenhänge zu erkennen. Keiner wird belehrt,
die Wissensstationen sind frei zugänglich und können von jedem spielerisch
ausprobiert werden. Es gibt kein falsch oder richtig, es gibt Einblicke in
wissenschaftlich - technische Zusammenhänge. Wenn Sie mal unter 100'000 Volt stehen, mit Wassertropfen eine eigene
Symphponie erklingen lassen, oder Ihre Wahrnehmung absichtlich täuschen wollen,
im Technorama sind Sie richtig!
Familien, vor
allem aber Schulklassen reisen von weit her an, um in die Welt
der Naturphänomene einzutauchen. Für die Schulklassen bietet
sich das extra eingerichtete Jugendlabor besonders an. Dort
können die Schüler ungestört vom übrigen Museumsbetrieb Versuche
aus den Bereichen der Chemie, der Aerodynamik, der Töne und der
Grundlagen des Lebens. Oft werden die Besucher selbst zu
Versuchspersonen ihrer eigenen Experimente. So zum Beispiel beim
Ausstellungsstück „Rodeokreisel“, einer motorbetriebenen,
beweglich gelagerten Kreiselanlage, die einen „Sattel“ zum
Mitreiten trägt. So kann der Besucher die ungeheuren Kräfte des
Drehimpulses am eigenen Körper verspüren.
Im Keller der
Anlage befindet sich die hauseigene Werkstatt. Dort haben die
Techniker die knifflige Aufgabe, die Geräte so zu konstruieren,
dass sie einerseits den enormen Verschleiß aushalten und
andererseits im Notfall, wenn die Kräfte zu groß werden, sich
abschalten, damit das Unfallrisiko minimal bleibt.
Weitere Informationen:
Technorama
Technorama Str. 1
CH - 8404 Winterthur
Tel.: 0041 / 52 / 2 43 05 05
Fax.: 0041 / 52 / 2 42 29 67
info@technorama.ch
www.technorama.ch
|