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    Zu Besuch an der Goldküste

 

Sanfte Hügel, weit gezogene Ebenen, eine idyllische Bergwelt sowie historische Städte und Dörfer. Das ist die Region um den Zürichsee, der eingebettet in einer traumhaften Landschaft liegt. Das sonnige untere rechte Ufer des Zürichsees von Zollikon bis Meilen ist ein praktisch durchgehendes Villenviertel und eine bevorzugte Wohngegend für wohlhabende Leute. Es wird auch als Goldküste bezeichnet. Am weniger sonnigen linken Seeufer, der so genannten Pfnüselküste (Schnupfenküste) gibt es etwas Industrie.

Villenvororte, Wohn- und Industrieorte und Weinanbaugebiete säumen die Ufer des Zürichsees. Bei klarer Sicht sorgen die Glarner-Alpen für ein perfektes Panorama. Einen Besuch verdient das hübsch am Zürichsee platzierte Städtchen Rapperswil mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, der von gepflegter, gastlicher Atmosphäre geprägt ist. Der idyllische Hafen und etliche touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, autofreie Innenstadt und nette Promenade sowie gemütliche Bistros, Cafés und Restaurants laden zum flanieren und verweilen ein. Über der Stadt thront das Schloss Rapperswil, wo die Edlen der Rosenstadt residierten.

Beinahe jede Gemeinde am See verfügt über eigene Seebäder (Seebadi). Wem es an den Badestränden zu voll ist, der kann an einen der Nachbarseen ausweichen. 12 größere und kleine Seen liegen in der Region. Auch Segeln kann man auf dem Zürichsee, es gibt mehrere Segelschulen. Auch Wakeboarden, Wakeskaten und Wellenreiten ist möglich. Wer es geruhsamer mag, mietet sich in Scherikon ein Kanu oder ein Kajak oder in Stäfa ein Tret- oder Ruderboot. Wer es noch ruhiger mag sollte sich in Rapperswil eine Ballonfahrt gönnen. Abheben, sich vom Wind treiben lassen und die Erde von oben aus einer neuen Perspektive erleben.

Ein Hauch von Zirkus liegt in Rapperswil eigentlich immer in der Luft. Doch nicht nur in dem historischen Städtchen, wo der Rapperswiler Circus Knie mit Knies Kinderzoo und Circusmuseum seine Spuren hinterlassen hat, kann der Gast etwas erleben. Die ganze Umgebung rund um den Zürichsee bietet neben ihrer landschaftlichen Schönheit eine Fülle von Spaß- und Erlebnisangeboten für Kinder und Erwachsene – und das ganz in der Nähe von Zürich.

Natürlich kann man in der Region viel entdecken. Der Wildpark Langenberg ist der älteste zoologische Garten der Schweiz und wurde 1869 gegründet. Auf 80 Hektaren befinden sich sechzehn einheimische und ehemals einheimische Tierarten wie Hirsche, Bären, Luchse, Wölfe, Wildkatzen, Murmeltiere, Hasen, Elche und Wildschweine. Die Tiere leben in großräumigen, naturnahen Anlagen und sind deshalb nicht immer und überall sichtbar.

Schon im Mittelalter war die Region vielen Reisenden aus dem Norden bekannt. Der Zürichsee liegt auf der Route der Jakobspilger, die schon vor Jahrhunderten auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela nach Rapperswil kamen. Ein unsicherer, gewundener Holzsteg mit locker aufgelegten Brettern half über den See. Seit dem 19. Jahrhundert erlaubt ein befahrbarer Damm seine Überquerung an der engsten Stelle zwischen Rapperswil und Hurden. Aber auch den Holzsteg gibt es wieder. An der Stelle des alten Steges wurde eine 841 Meter lange, modern gestaltete Holzbrücke errichtet. Sie zu begehen ist ein landschaftliches Erlebnis: Man wandelt mitten auf dem See und fühlt sich zugleich fest mit den beiden Ufern verbunden.

Mit dem Steg hat vor allem Rapperswil eine Attraktion erhalten, die hier im Übrigen hervorragend hinpasst. Denn Traditionsbewusstsein spiegelt sich im mittelalterlichen Stadtbild mit seiner turmreichen Silhouette ebenso, wie der Mut zu einer zurückhaltend modernen Platzgestaltung. Die alten Gebäude drängen sich dicht auf dem Flecken Land, der sich wie eine Halbinsel in den See schiebt. Aufgrund der Lage wurde die Stadt immer wieder zum Zankapfel konkurrierender Herrscher. Die Geschichten, die sich um sie ranken, sind entsprechend interessant, kurios und unterhaltsam. Bei einer Stadtführung vorbei am gotischen Rathaus, an verschachtelten Fachwerkhäusern mit „Prangerblick“ und in der Burg werden sie lebendig.

Eltern mit Kindern kennen Rapperswil vor allem, weil Knies Kinderzoo und das Circusmuseum in der Schweiz sozusagen zum „Pflichtausflugsprogramm“ von Familien gehören. Der Kinderzoo, gegründet 1962, ist hervorgegangen aus dem Winterquartier und „Alterssitz“ der Tiere des Circus Knie. Auch heute erfüllt er diese Funktion, bindet aber zugleich Kinder und Besucher in ein „hautnahes“ Zooerlebnis ein. Hier lassen sich Lamas und Kamele streicheln, Kinder können auf Elefanten reiten und Geburtstagskinder werden von einem Seehund geküsst. Im Sauriermuseum Aathal im Zürcher Oberland sieht man hingegen eine ganz andere Spezies. Sie sind ganz sicher ungefährlich, denn es handelt sich um Repliken und Skelette alter Saurier. Dennoch bekommt man einen Eindruck davon, wie riesig und auch gefährlich diese Tiere der Vorzeit waren.

Auf der anderen Seite des Sees kann man in Pfäffikon das Alpamare besuchen. Das grösste Spaß- und Erlebnisbad Europas bietet viele Attraktionen: ein „Rio Mare“ mit starker Flussströmung auf hundert Meter Länge, ein Brandungswellenbad mit bis zu ein Meter hohen Wellen, eine Jod-Sole-Therme, Whirlpools und Saunen. Das Tollste sind hier die neun Rutschen, die auf insgesamt 1.400 Meter Länge in Röhren den Berg hinunterführen. Sie heißen Thriller, Niagara, Cresta Canyon und Cobra und werden mit Schlauchboot-Bobs und Matten befahren. Die Rutsche mit dem Namen „Balla Balla“, ist mit 261 Metern Europas längste Wasserrutsche.

Am Atzmännig bei Goldingen kann man ebenfalls rutschen, allerdings ganz ohne Wasser. Eine 700 Meter lange Sommerrodelbahn lädt zu einem genuss- und kurvenreichen Fahrvergnügen. Hinauf geht’s gemütlich mit der Sesselbahn, hinunter mit dem Bob. Eine Rutschanlage mit Röhren- und Fallrutschen, Bungeetrampoline und ein Nautic Jet komplettieren das Spaßangebot für die ganze Familie. Im Winter findet man hier ein gemütliches Skigebiet mit drei Liftanlagen und acht Kilometern leichten bis mittelschweren Pisten, das vor allem bei Familien sehr beliebt ist.

Die Ebene zwischen Walensee und Zürichsee hat ihren Namen vom Linthkanal, der die beiden Seen miteinander verbindet. Es ist ein bekanntes Reservat für Störche. Beliebt ist die flache Linthebene bei Fahrradfahrern und zunehmend bei Inline-Skatern, die hier ein sehr gutes, asphaltiertes Wegenetz vorfinden.

Noch viel mehr hält die Region rund um den Zürichsee für große und kleine Gäste bereit: Stollenfahrten im Bähnli mit einer Führung zum Braunkohleabbau in Horgen, Dampfschifffahrten auf dem Zürichsee im Sommer und Weinbergsführungen mit anschließender Degustation in einem der vielen malerischen Weinorten rund um den See. Kinder freuen sich beim Besuch eines leibhaftigen Samichlaus in seinem Hüsli in Benken mit Märchenstunde und Geschenken im Dezember.

In der Region Rapperswil Zürichsee findet man eine große Vielfalt an gastronomischen Angeboten, Hotels und Unterkünften. Rund um den See erwarten den Gast eine Vielzahl von Gault-Millau-Restaurants, aber auch bürgerliche Gasthöfe mit einer regionalen Spezialitätenküche bis hin zu Bergrestaurants mit sonnigen Aussichtsterrassen, die einen weiten Blick über die Alpen ermöglichen.


Weitere Informationen:

Zürichsee Tourismus
Fischmarktplatz 1
Postfach 1001
CH-8640 Rapperswil
Telefon +41 (0)848 811 500
Fax: +41 (0)55 220 57 50
info@zuerichsee.ch
www.zuerichsee.ch
www.zuerichtourism.ch 

 

 

 

 

 


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