Klare Wasser, herrlich umgeben von Parks, üppigen Gärten und
Bergketten, von denen aus man sieben Seen, die Poebene und die
italienischen so wie die schweizerischen Alpen bestaunen kann:
So präsentiert sich der Lago Maggiore. Er wird von den
Mailändern auch "Verbano" genannt und ist aufgeteilt zwischen
der italienischen Schweiz, der Lombardei und dem Piemont. Dank
seines besonders milden Klimas wird die Gegend des Lago Maggiore
"der Garten Europas" genannt: Ein großer Reichtum an Blumen- und
Pflanzenarten aus aller Welt haben hier ihre natürliche Umgebung
gefunden.
Die reizvolle
Kombination von Bergen und Wasser macht den Lago Maggiore zu
einem äußerst beliebten Reiseziel. In Verbindung mit dem
mediterranen Klima, dem südländischen Flair und der gepflegten
Gastlichkeit bleiben hier keine Urlaubswünsche offen. Die
malerischen Ortschaften am See aber auch an den Berghängen
bilden eine perfekte Kulisse für herrliche Ferientage.
Der Fluss Tessin
mündet am Nordende bei Magadino in den See. Er ist der
Hauptzufluss und –abfluss. In seinem Mündungsgebiet befindet
sich ein herrliches Naturschutzgebiet. Auch der Fluss Maggia
fließt auf Schweizer Gebiet aus Norden kommend in den See.
Östlich seines Deltas liegt die bekannte Stadt Locarno, wo
jährlich im Sommer ein berühmtes Filmfestival stattfindet. Eine
bekannte Sehenswürdigkeit oberhalb der Stadt Locarno ist die
Wallfahrtskirche Madonna del Sasso. Westlich des Maggia-Deltas
liegt Ascona, einer der exklusivsten Ferienorte der Schweiz, was
man an der Dichte an First-Class-Hotels, Nobelboutiquen und
erstklassigen Restaurants erkennen kann. Ein entsprechendes
Kunst-, Kultur- und Sportangebot gehört hier selbstverständlich
dazu.
Ein Besuch des 20
Hektar großen Parks der „Villa Taranto“, die am besten mit dem
Schiff zu erreichen ist, gehört für viele interessierte
Touristen zum Pflichtprogramm ihres Aufenthaltes. Auch die
kulturellen Sehenswürdigkeiten dieser Region brauchen, was ihr
künstlerisches Niveau anbelangt, den Vergleich mit den
Kunststädten Oberitaliens nicht zu scheuen. Mittlerweile ist die
Umgebung des Lago Maggiore selbst zum anspruchsvollen Reiseziel
für Kunst- und Kulturinteressierte geworden.
Als Schauplatz
wichtiger Ereignisse, von der Zeit der Feudalherrschaft über die
Renaissance bis hin zum Kampf gegen die Österreicher, wurde das
Gebiet des Sees für vier Jahrhunderte von großen italienischen
Familien beherrscht, zuerst von den Visconti und später von den
Borromeo, die hier Literaten, Maler und Architekten um sich
versammelten, und so eine Vielzahl von kulturellen Gütern und
Kunstschätzen hinterließen: die Schlösser der Borromeischen
Inseln, die Statue des Hl. Karl in Arona und das Schloß des
Massino Visconti, um nur einige Beispiele zu nennen. Lang ist
auch die Liste der Künstler und Persönlichkeiten, die diese
Gegend besuchten: von Stendhal bis Hemingway, von Leonardo da
Vinci bis Fogazzaro, von der Königin Victoria bis zum König von
Saudi-Arabien. Heute ist das Gebiet begehrtes Reiseziel für
Tourismus jeder Art: für Künstler, die neue Anregungen suchen,
Familien auf einem verlängerten Wochenendausflug, Kongresse und
Tagungen und Pilger, die die Wallfahrtsstätten besuchen. Für
Sportler bietet sich auf und in dem sauberen Wasser ein Paradies
für alle Wassersportarten. Die Trekking- und
Klettersport-Begeisterten werden angelockt von den Bergen und
vom Valgrande, dem ausgedehntesten Wildpark Europas.
Golfspielern bietet sich hier die Möglichkeit, in einer Woche
auf 8 verschiedenen Plätzen zu spielen (alle sind in weniger als
einer Stunde Autofahrt zu erreichen).
Der schönste Ort
des Sees ist Stresa, dessen Anziehungskraft vor allem von den
Gärten und Parks am Stadtrand ausgeht. Besonders sehenswert sind
der Park der Villa Pallavicino aus dem 19. Jh. und der
botanische Garten der Villa Taranto in Verbania. Stresas größte
Attraktion ist eine Dampferfahrt zu den drei Borromeischen
Inseln. Der prachtvolle Archipel besteht aus der Isola Bella,
Sitz des Schlosses der Borromeo (1670), der Isola Pescatori
(Fischerinsel) mit ihren malerischen Gassen und Gäßchen und der
Isola Madre mit ihrem berühmten botanischen Garten, der voll von
seltenen Pflanzen und frei lebenden Tieren ist. Besonders im
Frühjahr und Sommer, wenn vieles blüht, sind diese eine
besondere Attraktion für Touristen!
Am bezauberndsten
ist es von Mitte September bis April in Cannero, wenn die
strahlenden Blüten der unzähligen Kamelien die Region in 1.000
Farben tauchen. Damit jedoch nicht genug; die Natur des Piemont
liefert noch mehr Aussergewöhnliches: Viele der besten Weine
Italiens werden hier produziert und die heimischen Trüffeln
werden nicht umsonst liebevoll als „Gold“ des Landes bezeichnet.
Mehr als 230
Hotels mit über zwei Millionen Übernachtungen jährlich
unterstreichen die Tradition, diese vielseitige, attraktive
Region Italiens zu besuchen. Dennoch wissen nur wenige, dass der
zweithöchste Berg Europas, der Monte Rosa, sich nur 30 Kilometer
vom Lago Maggiore befindet. Oder dass sich in der Provinz
Verbano Cusio Ossola ein Netz von insgesamt über 2500 Kilometern
Wanderwegen erstreckt - von vielen zu großen Teilen noch
unentdeckt.
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