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PILATUS


     Das Wahrzeichen Luzerns

 

Der Pilatus, zu römischer Zeit noch "mons fractus" genannt, also "geborstener, zerbrochener Berg", ist einer der besten Aussichtspunkte in der Schweiz. Neben der Rigi ist der Pilatus wohl der bekannteste Berg der Zentralschweiz. Auf 2132 Meter über Meer hat man einen grandiosen Ausblick über Luzern, den Vierwaldstättersee und die weiteren Alpenregionen.

Gönnen Sie sich einen einzigartigen Tagesausflug auf den Pilatus mit der steilsten Zahnradbahn der Welt, einer spektakulären Luftseilbahnfahrt und modernen, lautlosen Panoramagondeln. Genießen Sie die überwältigende Aussicht auf dem 2132 m hohen Gipfel. Als Ingenieur Eduard Locher im 19. Jahrhundert die Idee hatte, eine Bahn auf den Pilatus zu bauen, hielten ihn viele für verrückt. Doch 1889 wurde die 4618 m lange Bahnstrecke von Alpnachstad nach Pilatus Kulm eröffnet (Dampfbetrieb bis 1937) – mit 48% Steigung die bis heute steilste Zahnradbahn der Welt. Möglich machte dies die geniale Konstruktion mit zwei horizontal drehenden Zahnrädern, die anlässlich der Weltausstellung 1889 in Paris präsentiert, und als Weltwunder gefeiert wurde.

Verschiedenste Restaurants bieten Ihnen kulinarische Genüsse mit Blick auf das gewaltige Panorama. Ein besonderes Erlebnis ist eine Übernachtung in den Berghotels auf 2132 m.ü.M., hautnah der Mystik des Berges. Seit langem gilt der Pilatus als Wahrzeichen von Luzern: Die Aussicht von den zerhackten Felszinnen seines Gipfels auf den Alpenkranz, auf Luzern und den Vierwaldstättersee und über das Schweizerland hinaus bis zu den Vogesen und zum Schwarzwald ist überwältigend. 

Zwei Bergbahnen stehen für Fahrten auf den Pilatus zur Verfügung: Die Zahnradbahn von Alpnachstad und seit 1955 ist der Pilatus auch von der Nordseite von Kriens aus erreichbar, hier mit einer Gondelbahn. Wer den Weg auf den Pilatus lieber unter seine eigenen Füße nimmt, findet am Pilatus zahlreiche Wandermöglichkeiten. Ob kurz oder lang, ob einfach oder schwierig, die Wanderwege am Pilatus bieten eine große Abwechslung.

Familien sind am Pilatus ebenfalls herzlich willkommen. Auf der Fräkmüntegg befindet sich die längste Sommerrodelbahn der Schweiz - ein Plausch für die ganze Familie. Der große Kinderspielplatz bei der Station Krienseregg ist besonders für die kleinen Gäste ein grosses Vergnügen. Mehrere Picknickplätze und Grillstellen finden Sie auf der Krienseregg und der Fräkmüntegg.

Das Markenzeichen ist ein Drache, den man schon an der Talstation in Alpnachstad als große Eisenskulptur erkennt. Um ihn ranken sich zahlreiche Legenden. Auf den Shirts der freundlichen Serviceleute prangt der rote Drache genauso wie auf den Zugwaggons, es gibt ein Drachenfoyer im Hotel und Plastikdrachen in den Schnapsflaschen des Gipfelshop. Es gibt auch einen Drachenpfad im "Oberhaupt", einem der Gipfelberge des Pilatus. Man geht in einer künstlichen Felsgalerie mit prachtvollen Ausblicken auf Luzern und die Nord- bis Westseite des Berges. In einzelnen Tageslichtnischen sind Reproduktionen von Hans Erni, einem Schweizer Künstler, der die Bergsagen um den Pilatus bildnerisch gestaltet hat.

Ein Erlebnis von besonderer Art ist eine Rundfahrt von Kriens über den Pilatus nach Alpnachstad. Die Gondelbahn bringt Sie bis Fräkmüntegg, wo es mit der Schwebebahn weitergeht bis Pilatus Kulm. Auf der Südseite fahren Sie mit der steilste Zahnradbahn der Welt nach Alpnachstad hinab, fast bis an den Schiffssteg! Von dort aus können Sie mit einem Schiff der SGV in rund einer Stunde wieder nach Luzern zurückfahren und den Pilatus vom Wasser aus bewundern.

Pilatus Legende

Der Pilatus ist dank seiner zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit ein begehrtes Ausflugsziel. Seine Beliebtheit widerspiegelt sich auch in den unzähligen Sagen und Legenden, die sich um den Luzerner Hausberg ranken. Die am häufigsten erzählte, hier nun wiedergegebene Legende soll auch für dessen Name "Pilatus" verantwortlich sein:

Pontius Pilatus, römischer Statthalter von Judäa ca. 26-36 n.Chr., von der Bibel neben den Juden zum Schuldigen am Kreuzestod von Jesus gemacht, indem er sein Todesurteil sprach, war der christlichen Legende zufolge ein denkbar schlechter Mensch. Er entging seiner Hinrichtung durch den Kaiser Tiberius, in dem er sich selbst richtete. Den Toten wollte man daraufhin an einen Mühlstein gebunden im Tiber versenken, doch spielten die bösen Geister des Flusses mit ihm, überdies zog ein Unwetter auf. Der Leichnam wurde daraufhin zu einem kleinen See am Pilatus gebracht und nebenan begraben.

Gemäss der Legende verlässt Pilatus jedes Jahr am Karfreitag sein Grab, um seine blutigen Hände am nahegelegenen See zu waschen. Falls jemand seine Ruhestätte stören sollte, würden schwere Unwetter die Dörfer in der Nähe des Grabes verwüsten. Deshalb galt am Pilatus lange Zeit ein Bergbesteigungsverbot. Bis 1585 ein Priester und einige Dorfbewohner die Legende testeten und den Berg an besagter Stelle bezwangen. Als nichts darauf geschah, galt der Fluch des Pontius Pilatus' als aufgehoben.


Weitere Informationen:

Pilatus-Bahnen
Schlossweg 1
6010 Kriens/Luzern
Tel.: 0041 (0)41 - 3291113
info@pilatus.ch
www.pilatus.ch
 

 

 

 

 


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