Das Engadin
nennen die Schweizer das "Tal des Lichts". In diesem Tal des Inn
wird auf 100 Kilometern alles geboten, was ein Reisender auf den
Pfaden abseits des Massentourismus sucht: tiefblaue Seen unter
schneebedeckten Gipfel, abgeschiedene Almgasthöfe und Wildziegen
im ältesten Nationalpark Europas. Allerdings hat diese Region
mit den Orten St. Moritz und Sils-Maria auch einen elitären
Anstrich. In St. Moritz sind es die Reichen und Promis, in
Sils-Maria die Künstler, die das Ortsbild prägen.
Das Engadin grenzt an Italien und
liegt in der Ostschweiz zwischen den nördlichen Rätischen Alpen
und der Berninagruppe. Die Engadiner Bevölkerung hat auch mehr
mit der offenen Lebensfreude Italiens gemeinsam als mit der
übrigen Schweiz.
Eine romanische Legende kursiert
um dieses Fleckchen Erde, die heute noch bei den Einheimischen
lebendig ist: "Als der Erzengel hinter Adam und Eva die Pforte
zum Paradies versiegelt hatte, stand Gottvater in dem nun
verwaisten Garten Eden und fühlte in Gedanken an die sündigen
Menschen grosses Mitleid. Er rief daher seine Engel und sagte
ihnen, dass von nun ab den Menschen das Paradies verschlossen
sei. Er wollte ihnen jedoch auf Erden einen Platz schaffen, der
sie an die verlorene Heimat erinnern möge. Dieser Ort sollte
nahe am Himmel liegen und mit aller Schönheit ausgestattet
werden. Vollkommen dürfe er allerdings nicht sein. Dem
göttlichen Gebot gehorchend, schufen die Engel Gottes sogleich
dieses irdische Paradies: das Engadin, ladinisch 'Engiadina'."
Die Engadiner sprechen
Rätoromanisch, eine alte romanische Sprache, die außer in
Graubünden nur in Südtirol und Friaul gesprochen wird. Auch die
Kultur der Engadiner, ihre Küche und ihre Geisteshaltung sind
näher an der offenen Lebensfreude Italiens als an der Mentalität
der Deutschschweiz. So grüßen sich die Engadiner mit "Allegra!",
übersetzt "Freude", wenn sie sich auf der Straße begegnen.
Logieren kann man in allen Preisklassen: ob im edlen
Schlosshotel in Zuoz oder für ein paar Franken in einem kleinen
Gasthof.
Das klimatisch recht milde
Oberengadin ist ein breites Muldental mit einigen Seen,
Höhenkurorten und Wintersportorten. Das Unterengadin ist vom
Oberengadin durch die Enge von Zernez-Susch getrennt. Es hat
unterschiedlichere Landschaften als das obere Tal und das Klima
ist sehr trocken.
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Das "Tal des Lichts" ist eine vom
Inn durchströmte abwechslungsreiche Tallandschaft, mit
vergletschertem Hochgebirge, steilen Pässen, verträumten
Bergseen und blumenübersäten Weiden. Im Oberengadin, auch gerne
als das 'Dach Europas' bezeichnet, liegt ein Ort, der Tausende
von Besuchern Jahr für Jahr, mit magischen Kräften anzieht. Doch
weder handelt es sich um Sils, Celerina noch Silvaplana. Es
dreht sich um ein spezielles Domizil mit prächtigen
Hotelpalästen und luxuriösen Boutiquen. Der Ort liegt an einem
See und teilt sich auf in zwei Bezirke, das Dorf und das Bad.
Ferientage mit einem Hauch von Exklusivität bilden dort das
zentrale Geschehen. Dies verwundert kaum, denn sein Name steht
synonym für Stil, Eleganz, Reichtum und Prominenz. Aber genauso
umschliesst er die Begriffe Kultur, Natur, Tradition. Es ist die
sagenhafte Metropole inmitten der Berge, genannt St. Moritz.
Wechselhaft stürmisch gestaltete sich seine Lebensgeschichte vom
unscheinbaren, armseligen Bauerndorf zum renommierten und
internationalen Kur- und Ferienort. Stummer Zeuge dieser
Vergangenheit ist heute noch die Kirche hoch über dem Dorf, mit
ihrem unverkennbaren Wahrzeichen: dem schiefen Turm.
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Am besten befährt man das Engadin
mit der Rhätischen Bahn. Diese kleine, romantische
Alpeneisenbahn führt durch 117 Tunnels und über 485 Brücken in
oft schwindelerregenden Höhen. Am besten startet man vom Bahnhof
in Chur aus, der Hauptstadt des Schweizer Kantons Graubünden.
Von dort geht es durch das Albulatal, dort direkt hinter dem
Bahnhof Tiefencastell über eine der schönsten Eisenbahnbrücken
der Schweiz, dem Landwehrviadukt. Dann führt der Weg weiter über
Samedan nach St. Moritz. Von hier aus kann man den westlichen
Teil des Oberengadins mit dem Postbus bereisen. Dieser Teil des
Tales liegt auf etwa 1.800 Meter Höhe und grenzt an Italien.
20 Minuten von St. Moritz
entfernt, liegt der Ort Sils Maria. Hier verbrachte schon
Friedrich Nietzsche viele Sommer und noch heute zieht Sils Maria
viel Künstler, Dichter und Theatermacher an. Wer es sich leisten
kann, geht ins "Hotel Waldhaus", ein Grand Hotel der alten
Klasse mit dem Charme des Fin-de-siècle. Viele Urlauber kommen
aber auch einfach, um beim Skilanglauf die fast unendliche Weite
des Tals zu genießen.
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Pferdekutschen und - bei sehr
viel Schnee - Pferdeschlitten fahren von Sils Maria aus in das
höher gelegene Val Fex, das Fextal. Es ist einer der schönsten
Flecke des Engadins, nicht zuletzt, weil es für den öffentlichen
Verkehr gesperrt ist. Im Fextal scheint alles wie vor 100 Jahren
zu sein, als noch keine Touristenströme das Engadin bereisten.
Das vielleicht schönste Seitental des Engadins erstreckt sich 10
Kilometer weit bis zu dem Gebirgspass Fuorcla dal Chapütsch. Er
trennt die Schweiz von Italien. Früher war diese Strecke ein
berühmter Schmugglerweg. Steinschlag, Unwetter und Lawinen waren
die größten Feinde der Schmuggler. Wer über den Pass wollte,
zündete zuerst in der kleinen Kapelle in Crasta eine Kerze an.
Heute leben im Fextal gerade einmal 100 Menschen.
Berühmte Persönlichkeiten, wie G.
Segantini und die Giacomettis, F. Nietzsche, R. Wagner, H.
Hesse, Th. Mann, A. Toscanini, R. Strauss, H. v. Karajan und
viele andere grosse Namen aus Kunst und Kultur, wussten und
wissen die Region zu schätzen. Sie prägen Mythos und Aura dieses
Tals. Schlittedas, Chalandamarz, ein eigener Baustil ("Engadiner
Haus") und die berühmte Engadiner Nusstorte gehören natürlich
auch dazu.
Weitere Informationen:
Ferienregion Engadin
Postfach 54
CH-7504 Pontresina
Phone +41 (0)81 842 6573
Fax +41 (0)81 842 6525
info@engadin.ch
www.engadin.ch
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