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ALPENPÄSSE


    Von Berg- und Talfahrten

 

Erleben Sie die spektakulärsten Passstrassen der Schweizer Alpen! Die bekanntesten haben wir für Sie aufgeführt und beschrieben:

 

Der Ächerlipass ist ein kleiner Verbindungspass in der Innerschweiz zwischen den beiden Halbkantonen Nidwalden und Obwalden und führt von Dallenwil nach Sand bei Kerns. Dieser Pass hat eine historische Bedeutung. Als Napoleon 1798 in die Schweiz einmarschierte, wurde er am Stanserhornmassiv gestoppt und fand keinen Übergang nach Nidwalden. Als die Revolutionsarmee einige Älpler in die Zange nahm, verrieten diese Napoleon den Übergang nach Nidwalden übers Ächerli. Das ist bis heute ein Thema an den Stammtischen und wird wohl nie in Vergessenheit geraten. Das Panorama ist bei gutem Wetter einzigartig. Die Bergmassive Pilatus (2137 m), die Rigi (1797 m), das Stanserhorn (1898m), das Buochserhorn (1806 m) und der schneebedeckte Titlis (3238 m) sind zu sehen.
 
 
Die Straße über den Albulapass ist aufgrund fehlender wirtschaftlicher Bedeutung schmal im Gegensatz zum Julierpass und Flüelapass. Dadurch ist der Albulapass viel weniger befahren als diese beiden Paralellpässe ins Engadin.
 
 
Der Berninapass schiebt sich im äußersten Ostausläufer über die Berninagruppe, die im Piz Bernina (4049 m) seine majestätische Krönung findet. Die insgesamt 54 km lange Nord-Süd-Passstraße verbindet Pontresina (1805 m) im Oberengadin mit dem italienischen Tirano (450 m) am Eingang des Val Poschiavo, durch das die 37 km lange Südanfahrt führt.
 
 
Es lohnt sich, auf halber Höhe des Nordanstiegs eine Übernachtung im empfehlenswerten Hotel Morteratsch einzulegen, von wo aus man durch einen 45-minütigen Fußmarsch den Morteratschgletscher erreichen kann, ein Anblick, der sich lohnt. 4 km östlich des Passes befindet sich der Abzweig zur Forcola di Livigno in die Freihandelszone Livigno.
 
 
Der Col de la Forclay ist eine Hauptverkehrsstra-e vom schweizerischen Martigny ins französische Chamonix. Er bietet eine Möglichkeit, um von den westschweizer Pässen in die savoyer Alpen zu gelangen, zu Paessen wie Cormet du Roselend, Col des Saisies und Col des Aravis. Eine landschaftlich sowie straßenbaulich interessantere Variante ab Martigny bietet der Große Sankt Bernhard, der von Martigny südwärts führt.
 
 
Der Ort Ftan liegt am nördlichen Hang des Inns im Unterengadin, 6 km nordwestlich von Scuol, von wo aus sich eine schmale Straße mit sehr gutem Belag und mehreren Serpentinen ins Örtchen Ftan schlängelt. Von Westen her ist der Ort über eine 5,5 km lange Strecke vom Ort Ardez erreichbar, das ebenfalls im Unterengadin liegt. Die Straße bildet also eine Alternative zur vielbefahrenen Hauptstraße am Inn entlang - ein sehr empfehlenswerter Umweg von 4 km, 178 Hm, auf der sich das Unterengadin von einer ganz anderen Seite zeigt als unten im Tal.
 
 
Der Furkapass liegt parallel zwischen Sustenpass und Nufenenpass und bildet die Grenze der beiden Schweizer Kantone Uri und Wallis. Östlich verläuft die Strasse im Urseren entlang des Furkareuss-Quells sowie der historischen Furkabahn; im Westen passiert man den mächtigen Rhônegletscher. Für's Auge sind die Dreitausender Furkahorn (3169m), Galenstock (3583m) und Dammastock (3630m) im Norden, sowie die Muttenhörner (3099m) und das Leckihorn (3065m) im Süden.
 
 
Der Grimselpass verläuft westlich parallel zum wichtigen Gotthardpass, und stellt somit eine interessante Nord-Süd-Verbindung dar. Von Norden aus durchquert man das mächtige Haslital entlang dem Fluss Aare, und gelangt über die Passhöhe ins südliche Goms.
 
 
Umringt wird der Pass von den Gipfeln des Ritzlihorns (3282m) und den Gerstenhörner (3189m). Zum Grimselpass kommt man entweder über die abwechslungsreiche nördliche Rampe oder von Süden über Ulrichen und Gletsch, von wo aus man die Serpentinenkonstruktion von weit her zwischen den Steilhängen des Rhônetals sehen kann.
 
 
Das Ibergeregg erscheint wegen seiner Charakteristik eher dem Schwarzwald und weniger den Alpen zugehörig. Bei einer Überfahrt bieten sich mehrfach wunderbare Blicke hinab zum Vierwaldstätter See und die ihn umgebenden Berge. Da kürzere und schnellere Strecken den Durchgangsverkehr fernhalten, trifft man nur sehr wenige Autos an, was diesen Berg noch attraktiver macht.
 
 
Der Julierpass verbindet Silvaplana (1815 m) im Oberengadin mit Tiefencastel (851 m) im Albulatal. Wirtschaftlich hat der Julierpass ein große Bedeutung als Hauptanschlussstrecke des Engadins an den Rest der Schweiz. Während die parallel verlaufenden Pässe Albulapass und Flüelapass im Winter noch lange gesperrt sind, ist der Julierpass wie der Malojapass ganzjährig befahrbar.
Dementsprechend ausgebaut ist die Straße; somit ist stets mit viel Verkehr zu rechnen. Der Pass liegt eingebettet in gerölldurchzogenenen Hochalpenwiesen, in denen der Pfiff des Murmeltieres zu hören ist. Kein sehr schöner Pass, aber auch nicht so öde, wie er manchmal dargestellt wird.
Oben auf dem Pass sieht man rechts und links der Straße einige historische Wegsperren und schneebedeckte Berge, die sich bis auf über 3000 m erheben.
 
 
Der Klausenpass ist ein relativ bekannter Pass in der Zentralschweiz und verbindet das Uri mit dem Kanton Glarus. Er liegt östlich des Vierwaldstätter Sees, inmitten der Glarner Alpen. Von Osten radelt man an der Linth entlang, im Westen rollt man durch das Schächental. Die höchsten Punkte die man bei der Fahrt über den Klausenpass zu Gesicht bekommt, sind der Clariden (3267m) und der Gremsfairenstock (2972m).
 
 
Die 61 km lange Passstraße Lukmanier von Disentis (Graubünden) nach Biasca im Tessin führt auf der Nordseite von Disentis durch das Val Medel. Die Südseite von Biasca führt durch das Valle di Blenio bis nach Olivone, dort biegt die Route in das Valle Santa Maria ein.
Die eigentliche Passhöhe liegt neben dem Bergsee Lai da Sontga Maria, das Passschild befindet sich allerdings beim Ospizio del Lucomagno, auf 1920 m Höhe.
 
 
Der graubündener Malojapass verbindet das Oberengadin mit dem Bergell. Als einziger Anschluss des Bergell aus der Schweiz ist er ganzjährig geöffnet. Die serpentinenreiche Abfahrt von Maloja ins Bergell gehört mit zu den Leckerbissen des Radfahrermekkas Engadin, aus dem die Paralellpässe Julierpass, Albulapass und Flüelapass nach Nordosten, der Berninapass nach Südosten nach Italien und der Ofenpass ausgehen.
 

Fährt man durch das Bergell, so lohnt sich, in Bondo nach Norden den Hang nach Soglio zu fahren. Das verträumte Soglio mit seinem morbiden Charme der Holzhäuser und verwinkelten Kopfsteinpflastergassen ist wunderschön.
 
 
Der Nufenenpass ist der höchste innerschweizerische Alpenübergang und bildet die Grenze zwischen dem Wallis und dem Tessin. Von Osten aus erreicht man die Passhöhe über das Val Bedretto entlang dem Ticino und gelangt durch zahlreiche Serpentinen nach Ulrichen. Umgeben wird der Pass vom Piz Nero (2904m) im Norden und von der italienischen Grenze im Süden. Der Nufenenpass ist einer der jüngsten Alpenübergänge überhaupt, denn er wurde erst vor 30 Jahren erbaut.
 
 
Der Oberalppass verbindet Disentis in Graubünden mit Andermatt (Kanton Uri). Auf den letzten Kehren der Ostseite aus Disentis lohnt es sich, einen genauen Blick nach Süden zu werfen, denn der kleine Wasserfall, den man sieht, ist die Quelle des Rheins. Diverse umstehende Dreitausender geben dem Oberalppass ein würdiges Ambiente.
 
 
Die Ofenpassstrasse liegt am östlichen Rand der Schweiz. Von Sta. Maria aus durchfährt man das Münstertal und folgt Richtung Zernez dem Ova dal Fuorn, der direkt an der Passhöhe entspringt. Bei klarem Himmel bekommt man im Norden den Piz Nair (3010m) und im Süden den Piz Daint (2969m) zu Gesicht.
 
 
Der Pragelpass ist einer der kleinen versteckten Pässe, der auf vielen Karten nur als Fussweg eingezeichnet ist. Er verläuft parallel zum Klausenpass, von Schwyz durchs Muotatal bis zum Weststartort Hinterthal nach Osten ins Klöntal entlang dem Klöntaler See. Die höchsten Berge die den Pass umgeben sind der Drusberg (2282m) und Silberen (2319 m).
 
 
Der San Bernardino Pass verbindet das Misox mit dem Hinterrheintal. Durch die parallel zur Kantonsstrasse verlaufenden Autobahn, die den Grossteil des Schwerverkehrs aufnimmt, ist dieser Pass auf beiden Seiten angenehm verkehrsarm. 1967 wurde zudem ein 6,6 km langer Tunnel gebaut, der die alte Passstrasse nur noch aus touristischer Sicht interessant macht. Wegen seiner Länge von über 100km und beinahe 2000 Höhenmetern durchläuft der Pass die verschiedensten Landschaftsformen.
 
 
Im Kanton Tessin herrscht ein beinahe mediterrane Vegetation. Je höher man steigt, desto mehr übernehmen Laub- und noch später Nadelwälder das Sagen. Zuoberst auf der Passhöhe befindet man sich in einer rauen und felsigen Hochgebirgslandschaft umgeben von einigen hohe 2000er Bergen. Im Hinterrheintal gehören vor allem das breite Hochtal und die eindrückliche Via Mala Schlucht zu den Landschaftlichen Höhepunkten.
 
 
Der Passübergang Sattelegg verbindet das Hochtal von Einsiedeln mit dem Wägital und führt von Willerzell nach Siebnen. Der Pass liegt in der Überschiebungszone von alpinen Decken und mittelländischer Molasse. Der früher Miesegg genannte Übergang war Teil des Pilgerweges vom Wägital zum Kloster Einsiedeln. Der Bau der heutigen Strasse, die vorerst als Militärstrasse genutzt wurde, erfolgte während des 2. Weltkriegs und ist seit 1990 eine Kantonsstrasse.
 
 
Die Schwägalp liegt in der Ostschweiz und Verbindet das Appenzellerland mit dem Toggenburg. Der Pass führt unterhalb des 2502 Meter hohen Säntis durch und ist einer der höchsten Voralpenpässe. Er liegt zur Hälfte im Kanton Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen. In der umgebenden Hügellandschaft ist die Schwägalp der einzige Pass mit einem alpin wirkenden Charakter.
 
 
Der Simplonpass ist eine autofreundliche Verbindung zwischen Domodossola in Norditalien und Brig im Wallis. Die Strasse ist breit, hat nur wenige Kurven und dürfte unter den Alpenpassstraßen den Rekord für Lawinengalerien und Tunnels halten. Der Simplon hat eine lange Geschichte. Die erste Trasse wurde von Kaspar Jodok Stockalper im 17. Jahrhundert angelegt. Der wurde mit dem Transport von Gütern so reich, dass sein prunkvolles Schloss noch heute Wahrzeichen von Brig ist. Napoleon baute 1801-1805 eine neue Trasse. Die heutige Trasse folgt zum Teil der Napoleontrasse, ist teilweise aber auch ganz neu. Die Ganterbrücke wurde z.B. erst 1980 fertig gestellt.
 
 
Die 38 km lange Splügenpassstrasse verbindet das schweizer Splügen am Hinterrhein (1457 m) mit Chiavenna (325 m) im italienischen Teil des Bergells (Val Bregaglia). Unterschiedlicher kann sich ein Pass auf seinen zwei Seiten kaum präsentieren: Die nördliche, schweizer Seite ist mit 9 km sehr kurz, während der Anstieg von Italien aus mit 29 km nicht nur lang ist, sondern auch mit 1788 Hm aufwartet - das erreichen nur ganz wenige Pässe.
 
 
Der Aufstieg ist vor allem wegen der landschaftlichen Schönheit und des Abwechslungsreichtums der italienischen Seite von Süden zu empfehlen. Der Grenzpass liegt eingebettet zwischen dem Pizzo Tambo (3279 m) im Westen und dem Surettahorn (3027 m) im Osten.
 
 
Die 70 km lange Passstraße des Grossen St. Bernhard verbindet das schweizerische Martigny (460 m) im Norden mit Aosta in Italien. Die 43,5 km lange Nordanfahrt gehört mit seinen 2009 Hm zu denen mit der größten Höhenmeterdifferenz.
 
 
25 km östlich vom Mont-Blanc-Massiv gelegen ist der Pass immer noch von vielen knapp-3000ern umgeben.
 
 
Der St. Gotthard ist schon seit Menschengedenken eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen. Heute erkennt man seine Wichtigkeit anhand von 4 Überquerungsmöglichkeiten zwischen Airolo und Andermatt: die Eisenbahn, der Autobahntunnel, die Bundesstrasse und die alte Poststrasse durch das Val Tremola. Der Pass bildet die Grenze zwischen Uri und dem Tessin, und er wird vom Lago di Lucendro im Westen und dem Lago della Sella im Osten eingeschlossen. Bei guter Sicht kann man die Gipfel des Piz Centrale (3000m) und des Winterhorns (2661m) erkennen.
Der St. Gotthard ist auch als der Wettermacher bekannt. Während man in Airolo mediterranes Wetter und italienisches Flair vorfindet, erlebt man im Norden wieder das raue alpine Klima.
Man durchquert eine herrliche Natur, wird vom Mythos des Gotthard beflügelt, und wenn man Glück hat, begegnet man sogar der uralten Postkutsche, die immer noch über den Pass fährt.
Die Passhöhe wartet mit einem Restaurant, einem Passmuseum und einem alten Hospiz auf, welches die Geschichtsträchtigkeit des St. Gotthard betont.
 
 
Der Sustenpass ist einer der vielen Pässe in der Zentralschweiz, und er bildet die natürliche Grenze zwischen den Kantonen Uri und Bern. Von Osten her erreicht man die Passhöhe über das Meiental, während man westlich das Gadmental zu durchfahren hat. Bei guter Sicht hat man freien Blick auf die Fünffinger- (3023m) und die Wendenstöcke (3042m) im Norden, sowie auf den Stucklistock (3308m), den Fleckistock (3417m) und das Sustenhorn (3503m) im Süden der Passhöhe.
 
 
Der Umbrailpass ist mit seinen 2503 m der höchste schweizer Pass. Obwohl er nur ein paar hundert Meter von der italienischen Grenze entfernt ist, ist es kein eigentlicher Grenzpass. Der Scheitel liegt komplett auf schweizer Terrain.
 
 
Wildhaus ist sowohl der Name des Ortes am Ende der Steigung als auch des Passes, der den Übergang des Toggenburges zum oberen Rheintal darstellt. Das Schöne daran ist, dass man auf der Passhöhe eine Auswahl diverser Restaurants zur Verfügung hat, wo man entweder Torten, hausgemachtes Eis oder ziemlich deftige Hausmannskost genießen kann. Von dem her durchaus ein nahrhafter Pass. Das Toggenburg ist eines der schönsten Hochtäler der Schweiz, eingerahmt von den Churfirsten auf der Süd- und dem Alpstein auf der Nordseite


 

 

 

 

 


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