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    Schillers Irrtum

 

Die Burgruine Zwing Uri stammt aus dem Mittelalter und nimmt in den Schweizer Freiheitssagen eine Zentrale Rolle ein.

 Der mächtige Turmsockel ist der einzige noch verbliebene Rest dieser Burganlage. Gemäß Überlieferung wurde die Burg bei den Freiheitskämpfen der Innerschweizer zerstört. Im Jahre 1978 wurden umfangreiche Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Die archäologische Untersuchung ergab, dass das Flüeli schon um 1150 besiedelt war. Um 1200 wurde die bäuerliche Hofanlage mit einem mächtigen Turm ergänzt. Der Turm muss bis ins frühe 14. Jh. bewohnt gewesen sein. Als Besitzer der Turmburg wird eine Familie aus dem ländlichen Lokaladel angenommen. Der Burgname Zwing Uri taucht erstmals in der Chronik des "Weissen Buches" auf. Er weist auf einen Herrschaftsanspruch hin.

Nach dem "Weissen Buch zu Sarnen" stand um 1470 die zur Zeit der Vögtevertreibung zerstörte Burg Zwing Uri auf dem Hügel unterhalb Amsteg. Jetzt ist dort der Rest eines viereckigen Turmes zu sehen, der in keiner Urkunde erwähnt ist. Die Burg scheint beim Burgenbach 1308 noch nicht fertig gewesen zu sein. 1888 erwarb die Burgstelle ein Wiener Kunstmaler und baute daneben eine Wohnbaracke. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Steinen der Ruine zum Bau eines Wirtshauses verwendet. Bald nach seiner Gründung 1927 erwarb der Schweizerische Burgenverein den Burghügel aus deutschem Besitz, entfernte das unpassende Wohnhaus und sicherte den Turmrest als historische Stätte.

Friedrich Schiller hat in seinem "Wilhelm Tell" die Burg Zwing Uri irrtümlicherweise nach Altdorf verlegt. Die Ruine befindet sich jedoch auf dem Felskopf Flüeli oberhalb von Amsteg an der Gotthardstrecke.

 


 

 

 

 

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