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BERNINA EXPRESS
 
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BERNINA EXPRESS


    Vom Gletschereis zum Gelato al Vaniglia

 

Vom Norden in den Süden oder umgekehrt. Vom Frühling in den Sommer, vom Sommer in den Herbst oder vom Herbst in den Winter. Das Bahnerlebnis auf höchster Ebene, durch verschiedene Jahreszeiten und drei Kulturen hat einen Namen: Bernina Express. Der Express gehört zur Gruppe der 'Erlebnisbahnen' und steht gleich auf Platz zwei hinter dem Glacier-Express.

200 000 Menschen sind pro Jahr auf der Bernina-Linie zwischen dem Bischofssitz Chur und dem italienischen Tirano unterwegs. Wer die Wildnis der Schweizer Bergwelt, dramatische Schluchten und verträumte Blumenwiesen vom gemütlichen Sessel aus erleben will, ist auf der Graubündener Linie besser aufgehoben als im Auto oder Reisebus. Auf der Bernina-Linie haben Ingenieure und Arbeiter kurz nach der Jahrhundertwende ihr Bestes gegeben. Ein Leichtes war noch der Abschnitt hinter Chur am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein.

Gemütlich rollt der Zug durch das breite Tal. Doch dann geht es rasant aufwärts. Die Bahn überquert den 90 Meter hohen Soliser- und den kaum kleineren Landwasser-Viadukt. Um den Höhenunterschied im engen Albula-Tal zu bewältigen, muss der Express durch Kehrtunnel rollen, die wie Serpentinen im Berg konstruiert wurden. Die Königsetappe beginnt im Engadin und die Steigung beträgt bis zu 70 Promille. Es geht hinauf zum Festsaal der Alpen mit seinen mächtigen Gletschern und schroffen Gipfeln bis auf die Scheitelhöhe von 2.253 M.ü.M. Alp Grüm und Ospizio Bernina sind Ausgangspunkt zahlreicher Wanderrouten. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h kommen auch Fotografen und Videofreunde auf ihre Kosten.  

Von den baumlosen Höhen des Bernina-Passes geht es steil abwärts ins Valposchiavo. Nirgendwo in Graubünden geht es italienischer zu als in dem schmalen Tal zwischen Engadin und Veltlin. Architektur und Küche haben mediterranen Charme, nur wenige Kilometer von der hochalpinen Region des Bernina entfernt gedeiht hier die Vegetation wie am nördlichen Mittelmeer. Das von einem 250 Kilometer langen Wanderwegenetz umsäumte Dorf Poschiavo mit seinem südländischen Ambiente ist einen Zwischenstopp wert.

Hinter Poschiavo, kurz vor dem Ende der Reise, kommen Eisenbahnfans noch einmal auf ihre Kosten: Der Bernina-Express fährt über den berühmten Kreisviadukt von Brusio. Der Zug fährt auf einer Brücke quer durchs Tal, rollt dann in einer scharfen Kurve abwärts und fährt, einen Kreis beschreibend, unter der Brücke hindurch. Endstation ist Tirano. Einer Straßenbahn gleich fährt die Bahn über die schmalen Gassen und Piazzas der Stadt zum Bahnhof. Wer dann noch nicht genug gesehen hat, steigt in den Bus nach Lugano oder den Zug nach Mailand um und kehrt nach Graubünden zurück.

Eine Überquerung des Berninapasses mit dem Bernina Express wird schon längst nicht mehr als Geheimtipp gehandelt – sie ist geradezu ein Muss für jeden Graubünden-Besucher.

Route/Dauer:
Chur - St. Moritz - Berninapass - Poschiavo - Tirano (Italien), 
ca. 2,5 Stunden, täglich, ganzjährig, Reservierung wird empfohlen.
 

Weitere Informationen:

Rhätische Bahn AG
Bahnhofstrasse 25
CH 7002 Chur
Contact@rhb.ch
www.rhb.ch

 

 

 

 

 


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