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SCHWEIZER KÄSE
 
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SCHWEIZER KÄSE
 
 
 
 
 

SCHWEIZER KÄSE

    Loch für Loch zum Gaumenschmaus

 

Ein Genießer, der an die Schweiz denkt, denkt an Käse. Na gut: Schokolade, Schweizer Uhren und verschneite Berggipfel tauchen vor dem geistigen Auge auch noch auf, aber der Käse bleibt. Die meisten Menschen denken bei Schweizer Käse zuerst an Emmentaler, hellgelb und mit großen Löchern. Doch die Schweiz hat natürlich noch viele weitere Sorten zu bieten: Appenzeller, Le Gruyère, Tête de Moine, Sbrinz, Tilsiter, Raclette und Vacharin sind die wichtigsten.

Die Erfindung des Käses ist lange her. In der Jungsteinzeit war das, so etwa 4.000 bis 1.750 v. Chr.. Die alpenländischen Bergbewohner begannen in dieser Zeit mit der ersten Viehzucht. Und weil die Milch von Schafen, Ziegen und Rindern möglichst lange haltbar bleiben sollte, wurde der Käse erfunden. Bis sich aus der haltbar gemachten Milch eine Schweizer Delikatesse entwickelte, dauerte es natürlich einige Jahrhunderte. Aber dann war sein Ruhm auch über die Landesgrenzen hinaus nicht mehr aufzuhalten. Besonders beliebt war er in römischen Schlemmerkreisen. Käse aus Helvetia durfte zum Beispiel bei den Festgelagen von Lukullus (108 – 56 v. Chr.) nie fehlen. Heutzutage ist Italien immer noch der größte europäische Abnehmer der Schweizer Spezialität.

Was seine Qualität ausmacht, ist die Milch, aus der der Käse hergestellt wird. Und die ist nur deshalb so gut, weil die Kühe im Sommer nur Gräser, Blüten und Kräuter, im Winter nur sonnengetrocknetes Heu fressen. Direkt von der Almwiese und ganz ohne Dünger. Schweizer Kühe geben zwar weniger Milch als hochgezüchtete "Turbo-Kühe", dafür ist die Milch aber aromatischer und gehaltvoller.

Um den Käse herzustellen, wird in einer Käserei die frische Milch erhitzt und mit Lab vermischt. Lab ist ein natürliches Enzym, ein Gärstoff, der aus den Mägen von Milch-Kälbern gewonnen wird und Milch zu Käse macht. Oder besser: zunächst zu einer Art Joghurt. Nochmals erhitzt und gerührt entsteht die frische Käsemasse. Die kommt in eine runde Form, in der ihr die letzte Molke abgepresst wird. Danach wandert der angehende Käse in den Salzkeller. Rundherum wird der Laib hier mit Salz bestreut und langsam abgekühlt, um dann noch ein Bad in konzentrierter Salzlösung zu nehmen. In einem kühlen Keller beginnt nun die erste Lagerung. Später folgt dann ein Wechsel in den wärmeren Gärkeller, wo die Milchsäurebakterien aus der Rohmilch die Gärung in Gang setzen. Auf diese Art kommen auch die Löcher in den Käse. Sie bilden sich durch Kohlensäuregas, das bei der Gärung entsteht. Und da die Gärung bei den unterschiedlichen Käsesorten auch unterschiedlich abläuft, ist Loch nicht gleich Loch! Jede Käsesorte hat ihre typische Lochgröße.

Der Emmentaler hat die größten Löcher, ist aber auch der Schweizer Käse mit den größten Laiben. Sie sind im Durchmesser bis zu 95 Zentimeter breit und wiegen fast 100 Kilogramm. Sein Geschmack: nussartig-mild. Dieser beliebte Käse wird oft kopiert. Das Original erkennen Sie beim Einkauf an dem Schriftzug "Emmentaler Switzerland" auf der Rinde.

Wenige, etwa erbsengroße Löcher sind beim
Appenzeller zu finden. Auch die Laibe der würzig-feinen Käsesorte sind kleiner. Sie wiegen durchschnittlich sieben Kilogramm.

Beim
Le Gruyère fehlen die Löcher oft völlig. Manchmal sind jedoch kleine, geschlossene Schlitze zu finden. Dieser Hartkäse schmeckt fruchtig-herzhaft, aber auch etwas salzig. Die runden Laibe sind durchschnittlich 60 Zentimeter breit.

Mit italienischem Parmesankäse ist der
Sbrinz zu vergleichen. Er gilt als ältester Käse Europas. Auch er hat, wenn überhaupt, nur ganz kleine Löcher und ist in seiner Konsistenz leicht brüchig.

Sehr beliebt ist der feinschmelzende, milde
Raclette. Auch er ist mit Löchern spärlich gesegnet. Geschmolzen und mit Pellkartoffeln gehört er zu den urigsten Gerichten der Schweizer Küche.

Tilsiter, ein Schnittkäse aus naturbelassener Rohmilch hat gleichmäßige, runde Löcher, die zwischen drei und zehn Millimetern groß sind.

Und dann sind da noch zwei besondere Käsesorten:
Tête de Moine, der "Mönchskopf", der zum Servieren am besten mit einem besonderen Rundhobel, der "Girolle", geschabt wird. Löcher? Kaum. Und der cremige Vacherin Mont-d’Or, ein Weichkäse, den es nur in den Monaten September bis April gibt. Ganz ohne Löcher reift er drei Wochen in Spanschachteln. Bei Feinschmeckern gilt er als besondere Delikatesse.

Geschichte

Im Jahre 161 unserer Zeitrechnung unternahm Kaiser Antonius Pius einen Feldzug gegen die Germanen, die in die römische Alpenprovinz Rätien eingefallen waren. Dieser Abstecher ins Bündnerland hatte für den Herrscher fatale, ja letale Folgen. Doch er starb nicht etwa im Kriegsgetümmel, sondern weil er sich am «CASEUS ALPINUS» überfressen hatte. Was nicht gegen die Bekömmlichkeit dieses frühen Bündner Bergkäses sprechen muss. Eher gegen die Völlerei des herrschendes Standes

Doch die Geschichte des Käses ist viel älter. Das Handwerk des Käses erlernten die Menschen schon zehntausend Jahre vor dem alten Rom. Käsen war für die Jungsteinzeitler nichts anderes, als eine Möglichkeit, Milch haltbar zu machen und als Urzeit-Konserve mit auf Wanderschaft zu nehmen. Auch den Ägyptern, Griechen und angrenzenden Völkern bedeutet der Käse viel. Das ist bei Homer, Euripides und den Arzt Hippokrates nachzulesen. Aristoteles verfasste sogar eine Art Standardwerk über Milch und Käse. Wobei anzumerken ist, dass Käse damals fast nur aus Schaf- oder Ziegenmilch hergestellt wurde.

Die Belagerer Trojas tranken zum Zeitvertreib Wein, in den sie Käse rieben. Und nicht weit davon, in Lydien, über das Krösus, der reichste Mann seiner Zeit regierte, labten sich die Menschen am ersten verbürgten Käsegericht. Die Zutaten: gesottenes Fleisch, weiches Brot, fette Brühe und mit Anis gewürzter Käse.

Käse war antikes Fast Food: Zur Zeit der römischen Saturnalien, den bacchantischen Festwochen, in denen buchstäblich alles drunter und drüber ging, fand niemand Zeit und hatte kein Mensch Lust, etwas zu kochen. Um so mehr war Käse gefragt. Der «Caseus alpinus» oder «Caseus Helveticus» zählte in Rom zu den teueren Spezialitäten.

Fest steht ferner, dass die Römer die Käsekultur vorantrieben. Sie würzten manchen Käse mit Kräutern und Pfeffer. Sie erfanden den gezogenen Käse – heute als Mozzarella bekannt. Und sie kochten mit Käse. Als kein Staat mehr mit Rom zu machen war, überlebte dieses Wissen um die Käseherstellung in den Klöstern. Einige noch heute berühmte Käse lassen sich auf das frühe Mittelalter zurückführen.

Emmentaler, Sbrinz, Gruyère und auch Appenzeller entwickelten sich zu wahren Exportschlagern. Sie wurden im 15. Jahrhundert außerhalb der Schweiz so rasant abgesetzt, dass die Obrigkeit wiederholt eingreifen musste, um dafür zu sorgen, dass die einheimische Bevölkerung nicht zu kurz kam.

 

Zum Dahinschmelzen - Käsefondue

Es ist nie zu spät und nie zu früh, um Käse zu schmelzen. Der Zeitpunkt kann also eigentlich nie falsch sein. Mit den Zutaten verhält es sich anders. Es muss der richtige Käse sein. Der richtige Wein. Das richtige Brot. Der richtige Topf. Und nicht zu vergessen: der richtige Schnaps.

Kaufen Sie pro Person 200 Gramm Käse ein. Und zwar moitié-moitié. Das heißt zur Hälfte Gruyère, zur Hälfte Fribourger Vacherin - nicht zu verwechseln mit dem Weichkäse Vacherin Mont d'Or. Den Vacherin müssen Sie oft vorbestellen. Finden Sie keinen, tut's auch ein nicht zu würziger Appenzeller. Wählen sie einen trockenen, allenfalls sogar säuerlichen Wein. Der meist untrinkbare Walliser Fendant ist bestens geeignet, um in käsiger Umgebung verkocht zu werden. Ein nicht zu fruchtiger Riesling tut's auch.

Reiben Sie den Käse erst kurz vor dem Start. Parfümieren Sie den Fondue-Topf, ein tönernes oder gusseisernes Cachelon, mit einer halben Knoblauchzehe und wählen Sie dann folgende Reihenfolge: Erst kommt der Käse zusammen mit einer Hand voll halbierter Knoblauchzehen ins Cachelon, dann pro Person einen gestrichenen Teelöffel Stärkepulver (Maismehl) darüber streuen, den Wein (die Hälfte des Käsegewichts) und ein wenig Zitronensaft zugießen, erhitzen, stetig mit dem Holzlöffel umrühren. Pfeffer, Muskatnuss und kurz vor dem Servieren ein Gläschen Kirsch dazu geben. Die Gäste haben in der Zwischenzeit das weiße Hefebrot (auf keinen Fall Sauerteigbrot) in Würfel geschnitten und das Rechaud in Gang gesetzt. Los geht's.

Während man die Gabel mit dem ersten Brotwürfel im Käse dreht, sollten sich die Gäste unbedingt schon darüber geeinigt haben, was die Strafe für Brotverlust sein könnte. Da gibt es die unterschiedlichsten Varianten: 50 Cent in die Fonduekasse, ein Lied singen, alle Anwesenden küssen, Schnaps ex kippen, ausziehen (ein Kleidungsstück pro verlorenen Würfel), eine Runde barfuss im Schnee ums Haus rennen. Fehlt es an Schnee, empfiehlt sich die in »Asterix bei den Schweizern<« praktizierte Methode: erst Peitschenhiebe, beim zweiten Verlust Stockhiebe und dann mit einem Gewicht an den Füssen in den See. Oder in Elbe, Rhein, Spree.

Was aber, mögen Sie sich fragen, passiert mit den halben Knoblauchzehen? Weil sie nicht ins Fondue gepresst, sondern als ganze Hälften beigegeben werden, sind die Knoblauchmeider fein raus. Vom intensiven Duft aus der parfümierten Pfanne abgesehen haben sie davon nur ein paar Moleküle abbekommen. Die Knoblauchfreaks dagegen schnappen sich hin und wieder mit der Gabel eine halbe Zehe. Am Ende liegen meist noch ein paar übrig gebliebene Hälften im Topf, zusammen mit der köstlichen Kruste. Ich kann Ihnen versichern: Beides geht weg. Zusammen mit einem Gläschen Kirsch.

   Käse ABC

Hier finden sie eine alphabetische Sammlung der gängigsten Begriffe rund um den Käse:
 

Annatto

Ein aus den Samenkörnern des mittelamerikanischen Acheto- oder Orlean-Strauch hergestellter roter Farbstoff (Bixin, E160b). Gibt Chester und manchen Gouda- und Butterkäsen die rot-orange oder rotgelbe Farbe.

Bio

Aus dem griechischen Bios = Leben, Lebensvorgänge. Im Grunde genommen ist alles was wächst und lebt "biologisch". Sogenannte "Bio"-Produkte die meist aus natur- und ressourcenschonender und kontrollierter ökologischer Wirtschaftsweise stammen, erhalten jetzt vermehrt auch die richtige Bezeichnung "Öko".

Calcium

Wird für die Erhaltung der Knochenstabilität benötigt. Durch den Gehalt an Calcium wirkt Käse z.B. vorbeugend gegen Osteoporose. Zusammen mit Phosphor senkt Calcium den Säuregehalt im Speichel und schützt den Zahnschmelz vor Kariesbakterien.

Carotin

Genauer Beta-Carotin (E160a) oder Provitamin A heißt ein natürlicher gelbroter Farbstoff, der durch das Grünfutter in die Sommermilch und damit auch in den Käse gelangt. Dem Winterfutter kann Beta-Carotin zugegeben werden, um den selben Effekt zu erreichen. Auch als direkter Farbstoff für Butter und Käse üblich.

Dicklegen

Gerinnung der Milch durch Lab und/oder Milchsäurebakterien.

Eiweiß

Rund 15% unseres täglichen Energiebedarfs sollten wir in Form von Eiweiß zu uns nehmen. Milch und somit auch das Käseeiweiß gehört dabei zu den Nahrungseiweißen mit der höchsten biologischen Wertigkeit, da es besonders viele lebensnotwendige Aminosäuren enthält. Milcheiweiß ist besonders leicht verdaulich und kann überschüssige Magensäure abpuffern.

Fett

Der Begriff Fett wird heutzutage meist negativ belegt. Jedoch 25 - 30% aller Kalorien, die unser Körper zur Abdeckung seines täglichen Energiebedarfs benötigt, sollten über Fett aufgenommen werden. Das im Käse vorhandene Milchfett ist besonders leicht verdaulich und enthält die lebenswichtige Linolsäure. Außerdem ist Fett ein wichtiger Geschmackträger.

Kasein

Ist das Käseeiweiß.

Käsebruch

Die durch Lab oder Milchsäure geronnene, gallertartige Käsemasse mit festen von der Molke getrennten Bestandteilen des Käses.

Lab

Ein Enzym (Chymosin), vorwiegend aus den Mägen von Kälbern gewonnen, das zum Dicklegen der Milch verwendet wird. Neben diesem wird heute auch pflanzliches Lab (aus Labkraut, Feigen oder Disteln) und durch Mikroorganismen erzeugtes Chymosin (Mikrobielles Lab) verwendet.

Lactose

Das typische Kohlenhydrat der Milch ist der Milchzucker (Lactose). Er verbessert die Resorption von Calcium, Magnesium und anderen Mineralstoffen aus dem Darm. Bei Lactose-Intoleranz stellt gereifter Käse, in dem die Lactose nur noch in Spuren enthalten ist, eine ausgezeichnete Alternative dar.

Listerien

Bakterien, die im Boden, in Wasser und in Lebensmitteln vorkommen können. Speziell Listeria monocytogenes gilt als Krankheitserreger, der v.a. bei immunschwachen, oder älteren Menschen und Babys zu einem schwerstverlaufenden Krankheitsbild führen kann.

Magnesium

Erfüllt wichtige Aufgaben bei der Muskelarbeit und beim Zusammenspiel von Muskulatur und Nerven. Milch und Käse gehören zu den magnesiumreichsten Nahrungsmitteln überhaupt.

Milchsäure

Milchsäure wird auch im menschlichien Körper gebildet, sie besitzt wichtige Stoffwechseleigenschaften und sorgt für eine ausgewogene Verdauung und Darmflora.

Milchsäurebakterien

Sie haben in der Milchwirtschaft eine sehr große Bedeutung, so sorgen sie u.a. für Geschmacks- und Aromabildung in Butter und Käse.

Molke

Ist ein Nebenprodukt, das bei der Käseherstellung anfällt. Sie wird nach der Dicklegung der Milch vom Käsebruch abgeschieden. Die grün-gelbliche Flüssigkeit wurde im 18. Jahrhundert von Kaisern, Königen und der feinen Gesellschaft zu Molketrinkkuren oder Molkebädern genutzt und geriet in Vergessenheit. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Molke als Schlankheits- und Diätgetränk wieder entdeckt und erfreut sich seither immer größer werdender Beliebtheit.

Pasteurisieren

Pasteurisierung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Milchbehandlung (außer bei Rohmilchkäsen), um alle pathogenen Keime in der Milch abzutöten. Sie ist ein Erhitzungsverfahren von kurzer Dauer (15-30 Sekunden) bei 72 - 75°C.
Die Inhaltsstoffe der Milch bleiben dabei weitestgehend erhalten.

Reifung

Die Reifung des Käses bestimmt die Qualität der festen Käse. Bei Frischkäse und Quark ist keine Reifung nötig. Bei der Reifung werden die Käse in bestimmten Reiferäumen bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gelagert.

Rotschmiere

Roter bzw. rot-orange, feuchter essbarer Rindenbelag, der durch farbstoff- und aromabildende Bakterien (Bakterium linens) entsteht.

Salzbad

Das Salzbad enthält eine Salzlake mit 16-22% Salzgehalt, in der der Käse schwimmt. Die Verweildauer der Käse im Salzbad ist sehr unterschiedlich und kann je nach Sorte von 1 Stunde bis zu mehreren Tagen betragen. Es werden die Haltbarkeit, die Rindenbildung und der Geschmack des Käses verbessert.

Schimmelkulturen

Ausgewählte oder speziell gezüchtete Oberflächenschimmel (z.B. penicillium camemberti) oder Innenschimmel (z.B. penicillium roqueforti), die die Reifung des Käses fördern und die Bildung bestimmter Aroma- oder Geschmacksstoffe erst ermöglichen. Im Gegensatz zu dem Schimmelpilz (z.B. Aspergillus flavus) auf verdorbenen Lebensmitteln ist der Käseschimmel völlig ungefährlich und für Feinschmecker eine Delikatesse.

Trockenmasse

Die Trockenmasse ist die Summe aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie ist sozusagen das, was übrig bleibt, wenn man Käse unter bestimmten Vorraussetzungen trocknet.

Vitamin A (Retinol)

Ist ein fettlösliches Vitamin. Es fördert die ständig notwendige Regeneration der Sehpigmente im Auge und verhindert die Nachtblindheit. Es hat große Bedeutung für eine intakte Haut und gesunde Schleimhäute. Auch das Knochenwachstum und die Funktion der Zellmembranen werden von Vitamin A beeinflusst. Carotin, das Provitamin A, wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Carotin gibt dem Milchfett die gelbe Farbe.

Vitamin B

Wird vom Körper zur Steuerung und Regelung bestimmter wichtiger Stoffwechselvorgänge benötigt und verwendet - unter anderem für die Energiegewinnung aus Eiweiß, Fett und Kohlehydraten, für die Blutbildung und für den Aufbau körpereigener Stoffe. Auch Sie sind in Käse und Milch reichlich vorhanden.

Kurz & Knapp in die Tiefe

Die verschiedenen Käsesorten teilt man nach ihrem Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse in Handelsgruppen ein. Diese reichen in punkto Konsistenz von hart über schnittfest bis hin zu streichfähig.

Beispiele:

  • Frischkäse (Quark, Schichtkäse, Doppelrahmfrischkäse)
  • Weichkäse (Camembert, Brie, Romadur,
  • Münster, Limburger)
  • Sauermilchkäse (Harzer, Handkäse)
  • Halbfester Schnittkäse (Butterkäse, Edelpilzkäse)
  • Schnittkäse (Gouda, Tilsiter, Edamer)
  • Hartkäse (Emmentaler, Bergkäse, Cheddar)

Käse wird mit der Angabe der Fettgehaltstufe nach dem Fettgehalt in der Trockenmasse (in Prozent) angeboten. Es gibt acht Fettgehaltsstufen:

Fett i.Tr.-Wert

  • Doppelrahmstufe 60-85%
  • Rahmstufe mind. 50%
  • Vollfettstufe mind. 45%
  • Fettstufe mind. 40%
  • Dreiviertelfettstufe mind. 30%
  • Halbfettstufe mind. 20%
  • Viertelfettstufe mind. 10%
  • Magerstufe bis 10%

Der tatsächliche Fettgehalt beträgt bei Frischkäse etwa ein Drittel, bei Weichkäse die Hälfte und bei Hartkäse weniger als die Hälfte des angegebenen Fett i.Tr.-Wertes.

Die Lagerung von Käse:

  • Lagern Sie Käse gut verpackt, dunkel und kühl. Wärmere Lagerung beschleunigt die Reifung, bei Temperaturen unter 8 Grad wird sie gehemmt.
  • Käse am Stück und mit Rinde hält sich besser als aufgeschnittener. Geriebener Käse sollte nicht länger aufbewahrt werden.
  • Unerwünschten, „wilden“ Schimmel bei Hartkäse sollte man großzügig abschneiden.
  • Verschimmelter Frisch-, Weich- oder Schnittkäse kann die Gesundheit gefährden und gehört in den Müll.

 

 

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