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    Die Kronenhalle - ein Jahrhundertkunstwerk

 

Die legendäre Wirtin Hulda Zumsteg eröffnete 1925 die Kronenhalle, ihr Sohn Gustav machte das Restaurant zur berühmtesten Brasserie der Schweiz und zur Wallfahrtsstätte für illustre Gäste aus Film und Kunst, Mode und Sport, Diplomatie und Politik. Die Kronenhalle ist ein nie verblassender Mythos.

Man könnte aus den Stammgästen aus früheren Zeiten meinen, es handle sich um ein literarisches Café. Spätestens seit Max Frisch gilt das Lokal als ultimativer Treff von Kosmopoliten, Intellektuellen und wohlhabender Bürgerschicht. In der Kronenhalle haben schon viele der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts wie Strawinsky, Brecht, Joyce, Nurejew, Devenue und Saint Laurent gespeist. Aber auch Friedrich Dürrenmatt, Catherine Deneuve, Vladimir Horowitz, Marc Chagall, Sir Peter Ustinov oder George W. Bush sen. haben hier vor Originalen von Miró getafelt.

Das fin de sicle Ambiente und Dekor formen den passenden Rahmen für die wundervolle Kunstsammlung des 20. Jahrhunderts, die ursprünglich von Hulda Zumsteg begonnen wurde. Unter den Kunstwerken befinden sich Gemälde von Giacometti, Picasso, Mir, Chagall und Matisse. Angenehm ist die unsnobistische Behandlung durch die Kellner, die ihren Charme ganz unabhängig vom sozialen Status der Gäste versprühen.

Die Qualität der in der Kronenhalle servierten Speisen zieht viele Stammgäste an. Auf der Speisekarte stehen raffiniert zubereitete schweizerische und internationale Gerichte wie z.B. Rindfilets mit Trüffelsauce, Ente l'orange mit Rotkohl und Spätzle sowie Heringe in Sahnesauce. Auch die «Mistchratzerli» sollen hervorragend sein, und Wiener Schnitzel sind zusammen mit dem Geschnetzelten die Renner des Hauses. Auch einfachere Gerichte wie Bratwurst und Rösti haben ihre Verehrer - zum Beispiel George W. Bush sen., dem die Bratwurst sehr geschmeckt haben soll. Legendär ist die Mousse au chocolat, hergestellt nach einem wohlgehüteten Hausrezept.

Das Ambiente ist eher entspannt als formell, die Tische sind klassisch gedeckt und auch die Küche setzt auf Tradition. Neumodische Experimente sind hier tabu. Das sehr gute Essen fällt hier allerdings etwas teurer aus. Der Bankettsaal bietet Platz für 50 bis 60 Gäste und hat eine ähnliche Atmosphäre wie das Restaurant.

Ein Schmuckstück für sich ist die Bar. Sie wurde 1965 eingerichtet, und wo früher ein Coiffeurladen war, hat der damals noch junge Architekt Robert Haussmann ein Meisterwerk geschaffen. In dieser Bar wurden die schönsten Materialien in einen Dialog gebracht: Mahagoni, Marmor, Kristall, Leder, Bronze. Die hohe Decke vermittelt den Eindruck eines tönenden Raumgefühls. Das Aufregendste aber ist die Dekoration. Alberto Giacometti und sein Bruder Diego schufen alle Bronzelampen und dadurch wurde die Bar zu einem Gesamtkunstwerk. Übrigens: Der Ladykiller soll hier sehr beliebt sein, nicht nur bei der Damenwelt.
 

Weitere Informationen:

Kronenhalle
Rämistraße 4
CH-8001 Zürich
Tel. Restaurant 044 262 99 00
Tel. Bar 044 262 99 11
www.kronenhalle.com

 

 

 

 

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