Auf den Hügeln um
Saverne stehen fünf Burgruinen. Überragt wird das Städtchen von
der Ruine des Château du Haut Barr, das im 12. Jahrhundert von
Friedrich Barbarossa, direkt in den roten Sandsteinfelsen gebaut
wurde.
Ein
Spaziergang nach oben lohnt sich, denn weit reicht der Blick
über die Vogesen und die elsässische Tiefebene bis zum
Schwarzwald. An klaren Tagen kann man den Turm des über 30 km
entfernten Straßburger Münsters sehen. "Oh, welch ein schöner
Garten", soll Ludwig XIV. ausgerufen haben, als er Saverne und
seine Umgebung zum ersten Mal sah.
Einer seiner Besitzer, der Straßburger Bischof Jean de
Manderscheidt, gründete hier einen Trinkerclub. Wer beitreten
wollte, musste ein fast 3 Liter fassendes Onyxhorn voll Weißwein
in einem Zug austrinken. Die imposante Burgruine, auch "Auge des
Elsass" genannt, liegt im Süden der Stadt und wurde in 458 m
Höhe auf drei Felsen errichtet. Die Felsen sind durch Stege
miteinander verbunden. Die Burg nahm in früheren Zeiten
eine strategische Schlüsselposition als Stützpunkt bei Aufklärungsmissionen ein.
Oft erweitert oder
renoviert, kann man heute unter anderem ein Renaissanceportal, eine Zugbrücke
und den original römischen Zugang bewundern. Erhalten sind auch noch Teile eines
Bergfrieds, eine Kapelle auf der Oberburg, Teile der Unterburg sowie
Umgebungsmauern.
Château Haut Barr
war Sommerresidenz der Straßburger Bischöfe, bis sie 1648 von den Franzosen
zerstört wurde. Heute ist die im 18. Jh. notdürftig restaurierte Ruine ein
beliebtes Ausflugsziel mit Restaurant und Café. Sie heißt nicht umsonst "Das
Auge des Elsass".
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