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INSEL MAINAU
 
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INSEL MAINAU


    Wo Palmen und Orangen wachsen

 

Die Insel Mainau, im Bodensee gelegen, ist bekannt für ihre Blumenpracht und Pflanzenvielfalt. Beides hat hier eine lange Tradition, denn bereits um 1830 pflanzte der damalige Besitzer der Insel Mainau, Fürst Nikolaus Esterházy die ersten exotischen Bäume. Doch erst Graf Lennard Bernadotte, der die Insel 1932 erbte, gab ihr den Reichtum an Pflanzen, der heute die Besucher anlockt.

Aber die Insel ist nicht nur ein Garten zum Anschauen, sondern bietet auch eine Welt voll spannender Naturerlebnisse. Auf dem Bauernhof können Jung und Alt einige Haustierrassen hautnah kennenlernen. Anregungen für den eigenen Garten bietet der Bauerngarten.

Bekannt geworden ist die Insel Mainau auch durch die großen Palmen und viele andere exotische Pflanzen. Damit sie optimal überwintert können, wurde extra ein Palmenhaus gebaut. Dabei wird die gesamte Schlossterrasse ab Mitte Oktober mit einem heizbaren Gewächshaus überbaut. Gerade in der kalten Jahreszeit bietet sich ein Besuch in Deutschlands größtem Schmetterlingshaus an. Auf einer Fläche von 1000 m² tummeln sich bei feuchtwarmen 29 °C Hunderte von bunten Faltern mitten in einer Dschungellandschaft.

Die Insel Mainau mit ihrer tropischen Vegetation zählt nach wie vor zu den größten Attraktionen am Bodensee. Kunst- und Musikliebhaber wissen längst, dass sie hier neben einem farbenprächtigen Blütenmeer auch hochkarätige Ausstellungen und Konzerte finden. Romantische Seeblicke, Mammutbäume und exotischer Mondaufgang unter Palmen,  Bananenbäume und goldene Orangen unter der Terrasse des veritablen Grafenschlosses. Und überall schattige Wege und Abertausende von Blumen und Blüten.

Deshalb ist die Insel Mainau unbestritten sehenswert. 1,6 Millionen Besucher aus aller Welt hat die Blumeninsel jährlich zu verzeichnen. Da drängen sich schon einmal bis zu 12 000 Besucher pro Tag auf der Insel. Samstags und sonntags zwischen 10 und 17 Uhr sollten Sie die Mainau nach Möglichkeit meiden. Und noch etwas: In einer Stunde ist die Insel nicht zu besichtigen - nehmen Sie sich genug Zeit! Gärtner und Liebhaber vieler Länder interessieren sich für die tropische Pflanzenwelt sowie die Neuzüchtung von Tulpen, Rosen und Dahlien. Der Inselherr Graf Lennart Bernadotte und seine Familie legen großen Wert auf die Pflege von Natur und Umwelt und stellen eine Plattform für internationale Begegnungen wie die Mainauer Gespräche oder die Nobelpreisträgerverabschiedung dar.

Im 13. Jh. wurden die Ritter des Deutschen Ordens Herren auf der Insel. Fast 500 Jahre blieb das Kleinod in ihrem Besitz. Unter der Leitung von Ordensbaumeister Bagnato wurden ab 1732 die Schlosskirche und das berühmte Barockschloss errichtet, das 1996 sein 250 jähriges Jubiläum feierte. 1853 erwarb Großherzog Friedrich I. von Baden die Mainau und wählte sie zu seinem Sommersitz. Friedrich begann von seinen Reisen seltene Pflanzen mitzubringen und legte damit den Grundstock für den historischen Schlosspark und die Baumsammlung. Einst gehörte die Insel der Abtei Reichenau, dann dem Deutschritterorden, der hier im 18. Jahrhundert ein Barockschloss und eine Kirche baute. 1827 kaufte Fürst Esterházy die Mainau.

Heute wohnt die schwedische Prinzenfamilie Bernadotte im Schloss. Sie hat aus der Insel einen weithin berühmten Blumengarten mit einer Million Narzissen, Hyazinthen und Tulpen, mit 180 verschiedenen Rhododendren-Arten, 500 Jahre alten Wildrosen und mehr als 30.000 anderen Rosenstöcken gemacht. Auch Palmen und Orangen wachsen hier. Das hat aber nichts mit dem zuweilen behaupteten tropischen Klima der Insel zu tun; so etwas gibt es gar nicht. Der See gleicht zwar Temperaturen aus und wirkt im Winter ein wenig als Zentralheizung, weil er Sommerwärme gespeichert hat. Doch vor allem ist auf der Mainau die Kunst der Gärtner am Werk. Es gibt wohl kaum einen Gartenliebhaber, der die Blumeninsel Mainau im Bodensee nicht kennt.

Im Frühjahr beginnt mit den Krokussen die Blumensaison auf der Insel Mainau, im Herbst endet sie mit den Dahlien. In der Zeit dazwischen erblühen knapp zwei Millionen Blumenzwiebeln im milden Klima der Insel zu schier unendlichen Blumenmeeren. Auf den Wiesen wachsen auch solche Arten, die man in der freien Natur findet. Doch in den Anlagen der Mainau ist nichts zufällig, alles hier ist künstlich angelegt, eine Kulisse, sorgsam berechnet und bedacht ist die Wirkung auf den Betrachter. Touristen aus aller Welt kommen auf die Insel, fasziniert von Blumen, Palmen, Feigen- und Zitronenbäumen und nicht zuletzt vom "Aboretum", in dem Bäume aus aller Herren Länder wachsen.


Weitere Informationen:

Mainau GmbH
78465 Insel Mainau

Telefon: +49 (0) 7531-303-0
Telefax: +49 (0) 7531-303-248
info@mainau.de
www.mainau.de

 

 

 

 

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