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LEUCHTTÜRME


    Blinkende Wahrzeichen an der Ostseeküste

 

Zehn Leuchttürme an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns geleiten Fahrensleute durch die Nacht. Sie krönen Dünen, stehen an Klippen und halten Wacht. Ihre Lichtsignale zeigen Schiffen den sicheren Weg. Allerdings sind die Türme, die früher bemannte Stationen waren, seit einigen Jahren verwaist. Moderne Technik machte die Arbeit des Leuchtturmwärters überflüssig. Geblieben aber ist die Faszination der markanten Bauwerke, von denen die meisten für Besucher offen stehen.

 

Rostock-Warnemünde
Der Leuchtturm in Warnemünde zählt zu den populären Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg und ist ein Wahrzeichen des Ostseebades. Der Turm hat eine Höhe von 31 Metern und ist mit mehrfarbigem Verblendwerk dekorativ gestaltet. Gebaut wurde er 1897/98 und soll damals die stattliche Summe von 95.000 Mark gekostet haben. Turm-Öffnungszeiten: von Mai bis September täglich 10 bis 19 Uhr. Für Brautpaare, die in Warnemünde heiraten möchten, hat die Tourismuszentrale ein "Romantisches Hochzeitspaket" geschnürt. Darin ist der Leuchtturm als ein variabler Programmpunkt enthalten.
Auskünfte: Tourist-Information, Am Strom 59, 18119 Rostock-Warnemünde, Telefon 0381/54800-10 und Fax -30.

Buk, Timmendorf und Gollwitz
An der mecklenburgischen Ostseeküste gibt es neben Warnemünde drei kleinere Leuchttürme. Das ist einmal der Leuchtturm Buk auf dem Bastorfer Berg (südwestlich von Kühlungsborn) und zum anderen die Leuchttürme in Timmendorf und in Gollwitz auf der Insel Poel bei Wismar. Der Bastorfer Turm ist zwar nur 21 Meter hoch, erreicht aber dank seines Standorts auf dem 78 Meter hohen Berg eine Leuchtfeuerhöhe von 95 Metern. Damit ist er der Spitzenreiter an der mecklenburgischen Küste. Vor allem für Radurlauber ist der Bastorfer Berg ein beliebtes Ziel. Die den Wismarer Hafen ansteuernden Schiffe orientieren sich an den beiden Leuchttürmen auf der Insel Poel. In Timmendorf an der West- als auch in Gollwitz an der Nordküste gab es einst Leuchtturmwärter. Der Leuchtturm Timmendorf auf Poel hat eine Höhe von 21 Metern, steht am kleinen Hafen und wird wie sein Bruder in Gollwitz stets als Zielpunkt für Radwanderungen empfohlen.
Auskünfte: Verband Mecklenburgische Ostseebäder, Kühlungsborner Straße 4, 18209 Bad Doberan, Telefon und Fax 038203/62120.

Darßer Ort
Der Leuchtturm Darßer Ort wurde 1995 für Besucher freigegeben. Nach 126 Stufen belohnt ein herrlicher Blick auf den fünf Kilometer langen feinsandigen Strand. Im ehemaligen Wärterhaus informiert das Natureum, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, über Flora, Fauna und den aufwendigen Küstenschutz. Natureum und Leuchturm Darßer Ort sind für Besucher täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und von Prerow aus lässt sich der Darßer Ort bequem per Kutsche erreichen. Eine Wanderung zu Fuß dauert etwa eine Stunde.
Auskünfte: Natureum Darßer Ort in 18375 Prerow, Telefon 038233/304.

Wustrow
In Wustrow steht der zweite Leuchtturm auf der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst, im Volksmund Nebelstation genannt. Die 1911 errichtete Leuchtfeuerstation hatte früher ein Nebelhorn. Heute ist der Wustrower Leuchtturm ein beliebtes Ziel für Inlineskater, die auf der asphaltierten Deichkrone ihre Fahrkünste zur Schau stellen.
Auskünfte: Kurverwaltung Ostseebad Wustrow, Strandstraße 10, 18347 Wustrow, Telefon 038220/251 und Fax 038220/251 und Fax 038220/253.

Leuchtturm auf dem Dornbusch – Hiddensee
Das blinkende Wahrzeichen Hiddensees erhebt sich auf einem 72 Meter hohen Berg im hügeligen Norden, Dornbusch genannt. "Und des Leuchtturms Strahlen segnen eine freundliche Gesundheit...", schwärmte einst Joachim Ringelnatz nach einem herrlichen Sommer. Inzwischen ist der schöne Leuchtturm bundesweit als Küstenstandort aus der ARD-Sendung "Das Wetter" bekannt. Seit 1888 sendet der 28 Meter hohe Turm seine Lichtsignale aus und zeigt den von der Ostsee her kommenden Schiffen den Beginn der Fahrrinne nach Stralsund. Bei klarer Sicht reicht der Lichtstrahl 24 Seemeilen (etwa 44 Kilometer) weit. Dank der exponierten Lage auf dem Dornbusch kommt der Turm auch bei Tageslicht bestens zur Geltung. Wanderer werden angelockt und mit einem herrlichen Rundblick belohnt. Seit 1996 steht der Leuchtturm für Besucher offen: von Mai bis September täglich 10.30 bis 16 Uhr und zusätzlich freitags 19 bis 21 Uhr, im April und im Oktober von Donnerstag bis Sonntag 11 und 15 Uhr.
Leuchtfeuer Gellen auf der Insel Hiddensee
Für Strandwanderer auf Hiddensee ist das 12 Meter hohe Leuchtfeuer Gellen ein beliebter Zielpunkt. Der kleine Turm wurde 1905 aufgestellt und besteht aus rot und weiß angestrichenen Segmenten. Das macht ihn zum beliebten Fotomotiv. Der Gellen, die Südspitze Hiddensees, ist ein Vogelparadies und daher Kernzone im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Auskünfte: Insel-Information Hiddensee, Norderende 162, 18565 Vitte, Telefon 038300/642-26, -27, -28.

Kap Arkona/Insel Rügen
Kap Arkona ist der einzige Ort an der Ostsee mit zwei Leuchttürmen. Nur der Rundturm ist noch in Betrieb. Der erste 22,5 Meter hohe Turm entstand 1826/27 nach einem Entwurf des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Das quadratische, klar gegliederte Gebäude hat oben einen Umgang, zu dem eine im Original erhaltene gusseiserne Treppe führt. Der Schinkelturm ist das nördlichste Gebäude auf Rügen (54°40'48'' nördliche Breite), seit 1997 befindet sich darin das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns. Etwa 400 Paare aus ganz Deutschland haben sich bisher dort trauen lassen. Bei klarer Sicht lässt sich vom Schinkelturm aus die Kreideküste der dänischen Insel Mön sehr gut erkennen. Der dritte Turm am Kap steht etwas abseits. Kein erloschenes Leuchtfeuer, sondern ein ausgedienter Peilturm der Marine. Dessen Aussichtsplattform unterhalb der neuen Glaskuppel bietet einen phantastischen Blick auf den Küstenbereich. Im Peilturm lässt sich Bernsteinschmuck bewundern, und dort befindet sich eine Ausstellung des Rügener Museums für Ur- und Frühgeschichte. Einige Funde stammen vom Kap, einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Dort lag die Burg des slawischen Fürsten Jaromar. Der Schinkelturm mit Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellungen im Peilturm können täglich von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden.
Auskünfte: Tourismusgesellschaft mbH Kap Arkona, Am Parkplatz, 18556 Kap Arkona, Telefon 038391/4190 und Fax 038391/41917. Tourismusverband Insel Rügen, Am Markt 4, 18528 Bergen, Tel. 03838/80770 und Fax 03838/254440.

Greifswalder Oie
Das Helgoland der Ostsee, wie die Oie auch genannt wird, hat seit 1855 einen schmucken Leuchtturm. Das 39 Meter hohe Bauwerk ist für Besucher unzugänglich. Hingegen werden den Gästen bereits bei der Ankunft im Hafen naturkundliche Führungen über das 1,4 Kilometer lange und 700 Meter breite Vogelparadies angeboten. Weil die Insel unter Naturschutz steht, darf täglich nur ein Schiff mit Besuchern anlegen.

 


 

 

 

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