Fehmarn war lange
Zeit eine abgeschiedene Insel. Die Bewohner konnten das Festland
nur mit dem Schiff über die Ostsee erreichen und nannten ihre
Heimat deshalb auch den "sechsten Kontinent". 1963 änderte sich
das Leben auf der Insel schlagartig: Durch die Einweihung der
Fehmarn-Sund-Brücke wurde eine schnelle Landverbindung
geschaffen.
Wenn man die Fehmarnsundbrücke überquert, zeigt sich sehr
häufig, dass an dem sprichwörtlich besonderen Fehmarnschen
Wetter etwas dran ist. Der Himmel ist plötzlich strahlend blau
und lässt dabei im Mai die gelben Rapsfelder herrlich
aufleuchten. Nur eineinhalb Autostunden von Hamburg entfernt,
steht Fehmarn in der Gunst der Deutschen - im Vergleich zur
mondänen Nordseeinsel Sylt - zu Unrecht hinten an.
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An den 1500
Sonnenstunden im Jahr (mehr als sonst irgendwo in Deutschland)
kann es nicht liegen. Obwohl die Insel heute zu 90 Prozent vom
Tourismus lebt, hat sie sich ihre Ursprünglichkeit bewahren
können. Viel Grün empfängt den Besucher. Kleine von Knicks
eingerahmte Straßen bestimmen den dörflichen Charakter des
Eilandes. Als Radler kann man unbesorgt vor Rasern gemütlich die
versteckten Ecken der Insel erforschen. Burg, die
Inselhauptstadt, ist als liebenswerte Kleinstadt ein weiteres
Kleinod, das es zu entdecken gilt. Cafés und Restaurants laden
zum Verweilen ein und in einigen sitzt man urgemütlich in
verträumten Höfen.
Das Stadtgebiet
von Burg erstreckt sich bis zum Hafen, der einen eigenen Namen
trägt: Burgstaaken. Die herrlichen Strände von Fehmarn: zum
Beispiel der knapp drei Kilometer von Burg entfernte Südstrand
wartet nur darauf "belegt" zu werden.
Weich und weiß
ist der Sand, und selbst zur Hauptsaison muss hier niemand
Handtuch an Handtuch liegen. Platz ist genug auf Fehmarn. 78
Kilometer Küstenlinie mit vielen, ruhigen Naturstränden erwarten
den Besucher. Zum Beispiel im Süden der Insel, nahe dem Ort
Wulfen: Hier ist der Naturstrand schön weiß und man hat einen
phantastischen Blick auf den „größten Kleiderbügel der Welt":
Die Fehmarn-Sund-Brücke, die den Sund mit einer Länge von 963
Metern in 23 Meter Höhe über dem Wasserspiegel überspannt.
Fehmarn ist keine Insel der Sensationen - aber eine für
Genießer! Für diejenigen, die die Idylle der Dörfer zu schätzen
wissen: zum Beispiel Lemkenhafen mit seiner romantischen
„Aalkate".
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Das beliebte
Burger Altstadtfest findet alle 2 Jahre im Wechselspiel mit dem
Hafenfest statt. Die Insulaner stellen im Altstadtumzug ihre
Stadt im Mittelalter vor, wie z.B. den Surfer im Mittelalter
oder die Wikinger. Außer dem Umzug sind auch Ess- und
Spielstände vorhanden. Für groß und klein ist immer etwas dabei.
Ganz speziell die Schulen auf Fehmarn bereiten sich für dieses
Fest besonders vor. Es werden bei dem Umzug Bonbons und
Süßigkeiten in die Menge geworfen. Ein großer Spaß für
Jedermann.
Das Hafenfest im Burgstaakener Fischereihafen findet zwischen
Ende Juni und Anfang Juli statt. Hier feiern Einheimische und
Gäste gemeinsam dieses schöne und über die Grenzen Fehmarns
hinaus bekannte Fest. Viele attraktive Stände laden zum Bummeln
und Kaufen ein. Live-Musik rund um die Uhr lässt die Stimmung
schon für den abendlichen Fischerball steigen. Und für eine
Rarität ist auch schon gesorgt, die Fischkutterregatta ist
einmalig an der Ostseeküste. Hier können sogar Gäste mitfahren.
Der krönende Abschluss jedoch ist das große Feuerwerk spät am
Abend.
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Als Verbindung
zwischen Deutschland und Skandinavien ist Fehmarn ein wichtiger
Verkehrsknotenpunkt und liegt auf der so genannten
Vogelfluglinie. Diese Route wird auch wirklich von Zugvögeln
genutzt, die auf ihren Reisen stets die kürzeste Strecke
zwischen den Ländern wählen, um lange Flüge über Wasser zu
vermeiden. Viele dieser Tiere machen auch auf Fehmarn Rast,
andere leben ganzjährig hier. Das Wasservogel-Reservat Wallnau
bietet eine einzigartige Gelegenheit, Wildvögel wie Gänse,
Greif-, Brut- oder Zugvögel aus nächster Nähe in ihrem
natürlichen Verhalten zu beobachten. Ein Lehrpfad mit
Beobachtungshütten und -turm macht dies möglich. Die drei großen
Naturschutzgebiete der Insel, lassen sich bequem per Radtour
besuchen: Das Wasservogelreservat Wallnau an der Westküste, das
Naturschutzgebiet Krummsteert-Sulsdorfer Wiek und der „Grüne
Brink" im Norden nahe des Fährbahnhofes Puttgarden.
Vier
traditionsreiche Kirchen hat Fehmarn: "Die Burger Kirche ist die
größte, die Petersdorfer - die höchste, die Bannesdorfer - die
kleinste und die Landkirchener - die feinste. Sie alle bergen
interessante Zeugnisse fehmarnscher Geschichte. Wie der 64m hohe
Turm der Petersdorfer Kirche haben auch die Leuchttürme der
Seefahrer-Insel noch heute große Bedeutung für die Schifffahrt,
die in den Gewässern um Fehmarn einige Klippen zu umschiffen
hat.
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Fehmarn gilt auch
als Angel-Metropole in Deutschland. Die Gewässer rund um die
Insel sind für ihren Fischreichtum (Dorsche, Plattfische, Aale,
Schollen und Lachse) bekannt. Wer mal etwas richtig Exotisches
erleben will, macht einen Abstecher zum Meereszentrum mit seinen
40 tropischen Schauaquarien in Burg. Traumhaft die
Korallenriff-Landschaften. Für gruseligen Nervenkitzel sorgt
Deutschlands größtes Haibecken mit zehn verschiedenen Haiarten,
die hautnah im Acrytunnel beobachtet werden können. Bei Surfern
steht Fehmarn ganz hoch im Kurs, denn das Revier Gold gehört zu
den besten Allround-Revieren in Europa. Auch Anfänger können den
Wassersport hier in einer der zahlreichen Schulen lernen - mit
einem normalen Brett mit Segel oder beim Kite-Surfen mit Drachen
und Board. Überhaupt ist die Insel zum Sporttreiben ideal und
hat ein umfangreiches Angebot. Dazu zählen Tauchen, Tennis,
Segeln, Golf, Reiten und Klettern. In der größten künstlichen
Freikletteranlage Norddeutschlands können sich sowohl Ungeübte
als auch Fortgeschrittene durch luftiger Höhen hangeln.
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Für Familien mit
Kindern hält Fehmarn ebenfalls ein großes Freizeit-Angebot
bereit. Einen Besuch wert ist die größte Modelleisenbahn-Anlage
Norddeutschlands in Burg. Abenteuerlich geht es im Piratenland
am Burger Südstrand zu. Hier sorgen ein Seeräuberspielplatz,
Vorführungen mit Kämpfen sowie ein Museum mit echten Schätzen
für Spaß und Spannung. Auf speziellen Bootsfahrten können die
Gäste die Meeresbewohner der Ostsee kennen lernen. Die Tiere
werden nach dem Fischen in kleinen Wasserbassins gezeigt und
später wieder freigelassen. Einen guten Eindruck des früheren
Lebens auf einem Bauernhof vermittelt das Museum Katharinenhof:
Leinwebstuhl, Schreinerei, Töpferei sowie zahlreiche bäuerliche
Gerätschaften sowie ein Backhaus gehören zu der Anlage.
Weitere
Informationen:
Fehmarn Tourismus
GmbH
23769 Burg / Fehmarn
Landkirchener Weg 2
Telefon: 04371-86 86 86
Fax: 04371 - 86 86 42
www.fehmarn-info.de
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