"Frisch wie der Wind", so beschreibt sich die Region gerne
selbst. Wahrhaftig bietet die noch weitgehend intakte Natur mit ihren
ausgedehnten Wäldern und stillen Bachtälern ein frisches grünes Bild.
Westerwald, so heißt die Mittelgebirgsregion zwischen Frankfurt und Köln,
zwischen Lahn, Sieg, Rhein und Dill. Ein grünes Wanderland mit bewaldeten
Höhenzügen, das einfach kein Ende nehmen will.
Neben den bäuerlichen
Traditionen sind es vor allem Eisenerz, Schiefer, Basalt und Ton, die im
Westerwald vieles von dem geprägt haben, was an Eigenarten in Jahrhunderten
entstanden und gewachsen ist. Obwohl man hier manchmal vor lauter Bäumen das
Wasser nicht sieht, gibt es eine Menge Nassspaß für kleine und große
Wasserratten. Im Süden des Hachenburger Westerwaldes liegt die Westerwälder
Seenplatte mit ihren sieben dazugehörigen Seen, umrahmt von Laub- und
Nadelwäldern, Wiesen und Feldern. Sie ist wohl die abwechslungsreichste Region
des gesamten Westerwaldes.
Spaß- und Freizeit für die ganze Familie gibt es
reichlich am und auf dem Dreifelder
Weiher, dem mit 123 ha Wasserfläche größten der sieben Seen.
Der Dreifelder- der Haiden- und der Hoffmannsweiher bei Dreifelden; der
Postweiher bei Freilingen; der Brinken- und der Hausweiher bei Steinen sowie der
Wölferlinger Weiher beschreiben diese Seenlandschaft, die teilweise unter
Naturschutz steht. Die Seen wurden bereits im 17. Jahrhundert
durch den Fürst zu Wied als Stauseen angelegt.
Jeden Oktober werden die
einzelnen Seen abgelassen. Das dabei stattfindende Abfischen ist immer wieder
ein großes Fest für Einheimische und Besucher. In der Zeit danach sind die Seen
bei entsprechender Witterung eine Attraktion für Schlittschuhläufer.
Ihre größten Reize entfaltet die Seenlandschaft jedoch im Sommer.
Ob Schwimmen, in der Sonne liegen, Surfen, Ruder- oder Tretboot fahren – das
Paradies für Wasserratten hat Sportlern viel zu bieten
- Angeln und Golfspielen inbegriffen.
Wanderer und Radwanderer finden ein weitreichendes - auch für Kinder geeignetes
- Netz an ausgewiesenen Wegen durch eine wunderschöne Natur.
Der 7-Weiher-Weg mit einer Gesamtlänge von 36 km kann individuell in
Einzelwanderungen von 11 bis 18 km oder auch kleinere Etappen aufgeteilt werden.
Die Aussichtstürme Helleberg bei Freilingen und Gräbersberg bei Alpenrod können
auf diesen Wegen ebenfalls erwandert werden. Ausgangspunkt für die Wanderungen
ist der Parkplatz am großen Waldspielplatz Steinen.
Einen Besuch ist auch die Wiedbachquelle in der Nähe der Gemeinde Linden
wert, die innerhalb kürzester Zeit zu Fuß zu erreichen ist.
Campingmöglichkeiten gibt es unmittelbar am Dreifelder Weiher, am Hofgut
Schönerlen und
am Postweiher.
Die südliche Grenze des Westerwaldes bildet die Lahn mit dem Naturpark
Nassau. Hier liegen die Stadt Nassau und die Ruine jener Burg, die den Fürsten
von Nassau ihren Namen gab. Ein absolutes Highlight einer Lahn-Reise bildet das
in einem fruchtbaren Becken zwischen Taunus und Westerwald gelegene Städtchen
Limburg. Malerische Fachwerkhäuser bestimmen die vom siebentürmigen
spätromanischen Dom beherrschte Altstadt. Das ehemalige Schloss der Lahngrafen
stammt teilweise aus dem 13. Jahrhundert.
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Im Westerwald gibt es aber auch attraktive Kurorte wie Rengsdorf, Ehlscheid
und das Bad Marienberg, das neben seinen Kneipp-Kuranlagen auch noch einen
Basaltpark zu bieten hat. In Bad Ems, wo sich einst die Großen der Welt trafen,
darunter auch Zar Alexander II. von Russland, erinnern die Kur- und Badehäuser
aus dem 19. Jahrhundert sowie die russische Kirche mit ihren Zwiebeltürmen an
die Blütezeit dieser Bäderstadt. Historisch Interessierte können in Marburg auf
den "Spuren der Heiligen Elisabeth" wandeln und zugleich das Flair der immer
jungen Universitätsstadt kennenlernen.
Das Raiffeisenland mitten im Naturpark
Rhein-Westerwald gelegen, ist Erholungsgebiet und Aktivregion zugleich. Es
gehört zum Niederwesterwald und ist somit Teil des Rheinischen Schiefergebirges.
Gut ausgebaute Wege führen den Naturfreund nicht nur durch eine
abwechslungsreiche Landschaft, sondern auch zu zahlreichen Kulturdenkmälern wie
Kirchen, Klöstern, Burgruinen, Mühlen und Resten des römischen Grenzwalles
Limes, die es zu entdecken gilt.
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Und wer sich für die Töpferkunst begeistert, der
sollte sich ins "Kannenbäckerland" rund um Höhr-Grenzhausen und
Ransbach-Baumbach begeben, wo einst schon die Römer Ton brannten. Diese Region
verfügt über die größten Tonvorkommen Europas. Noch heute können Hobbytöpfer in
einer der vielen Töpfereien ihre Kannen selber backen oder in modernen
Industriebetrieben zuschauen, wie sie maschinell hergestellt werden. Übrigens:
Töpferkurse finden hier das ganze Jahr über statt. Im Keramikmuseum in
Höhr-Grenzhausen wird anschaulich die Entwicklung von Töpferhandwerk und
keramischer Industrie dokumentiert.
Das frühere kurmainzische Amöneburg oder die Stadt Neustadt mit dem größten
Fachwerkrundbau der Welt - Junker-Hansen-Turm - sind ebenso lohnende
Ausflugsziele wie eine der kleinsten Fachwerkkirchen Hessens in
Steffenberg-Quotshausen. Nahe dem mittelalterlichen Städtchen Hachenburg liegt
das 750 Jahre alte Zisterzienser-Kloster Marienstatt mit der Dampfbierbrauerei.
Daaden beherbergt die älteste Kräuterfarm Deutschlands. Eine Menge Action
erwartet den Besucher des Erzberglandes, wenn er an der Exkursion "Eisenglanz"
teilnimmt. Mit dem Gruben-Express geht es ins Bergwerk Grube Bindweide.
Es gibt also so viel zu entdecken und zu sehen,
hier ist es wirklich schade, dass man nur zwei Augen hat.
Weitere Informationen:
Tourist-Information Westerwald
Kirchstraße 48a
56410 Montabaur
Telefon: 02602
/ 30 01-0
Fax: 02602 /
30 01-15
info@westerwald-touristik.de
www.westerwald-touristik.de
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