Der Thüringer Wald ist mit seiner Länge von über
100 km und seiner Breite von bis zu 35 km ein Höhenzug, der das komplette
Landschaftsbild Südthüringens prägt. Er beginnt im Nordwesten an der hessischen
Landesgrenze nahe Eisenach, wo die Wartburg als historisch bedeutsame Stätte
einen wesentlichen Touristenmagnet darstellt, und endet im Südosten zwischen
Saalfeld und Sonneberg, wo sich jedoch gleich das Schiefergebirge sowie auf
bayrischer Seite der Frankenwald anschließen.
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Am Großen Beerberg erreicht der Thüringer Wald
seine höchste Erhebung mit 982 m. Das Gebiet des Naturparks ist geprägt vom
Wechsel ausgedehnter Nadelwälder, blühender Bergwiesen und den auf den Höhen und
in den tief eingeschnittenen Bachtälern gelegenen Dörfern. Vereinzelt sind auch
noch Moore zu finden. An vielen Stellen ist die alte und gewachsene
Kulturlandschaft gut sichtbar. Ackerterrassen an den Steilhängen zeugen von
einer früheren kräftezehrenden Bewirtschaftung. Die Siedlungen entstanden
vielfach durch den Bergbau sowie die Glas- und Porzellanherstellung. In den
abwechslungsreichen Naturräumen des Thüringer Waldes ist eine reiche Flora und
Fauna zu finden. Hier kommen seltene und hoch spezialisierte Tier- und
Pflanzenarten wie Wasseramsel, Eisvogel, Gebirgsstelze, Wollgräser und Sonnentau
vor.
Das Thüringer Schiefergebirge schließt
sich im Osten an den Thüringer Wald an. Es zieht sich als ca. 20 km breite, nach
Südosten geneigte Hochfläche bis zum Tal der Weißen Elster bei Greiz hin. Wie
der Name vermuten lässt, besteht das Schiefergebirge größtenteils aus
Schiefergestein. Im Gebiet der steilwandigen Täler von Schwarza und Saale
erreichen die Höhenunterschiede zwischen Hochfläche und Talsohle oft 300 m und
mehr, was für ein Mittelgebirge sehr viel ist. Im Saaletal findet man zwei der
größten Talsperren Deutschlands (Hohenwarte Talsperre, Bleilochtalsperre).
Eingeebnete Hochflächen auf dem breiten
Gebirgsrücken sind charakteristisch für diesen Teil des Naturparks. Das
Schwarzatal, weithin bekannt, ist tief in das Gebirge eingeschnitten und bildet
eine wildromantische Kulisse für die naturbetonte Erholung. Das Gebirgsvorland
im Norden und Süden des Thüringer Waldes ist klimatisch begünstigt.
Wärmeliebende Pflanzen und Tiere leben hier. Kleine Eichenmischwälder,
Streuobstwiesen, Alleen und Hecken betonen den offenen Charakter dieser
Landschaft.
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Der Thüringer Wald ist nicht nur ein
Wanderparadies. Weltkultur, Volkstraditionen und Natur verbinden sich hier zu
einem facettenreichen Gesamtbild. Der Thüringer Wald ist eines der bekanntesten
Erholungsgebiete Deutschlands. Seit über einhundert Jahren wird in diesem
Gebirge in der Mitte Deutschlands gewandert. Und das nicht ohne Grund:
Rennsteig, ein attraktiver Höhenwanderweg, verläuft über 130 Kilometer durch den
Naturpark - eine reichhaltige Kulturlandschaft zwischen Eisenach, Sonneberg und
Saalfeld.
„So schön wie der Thüringer Wald
ist wohl kein anderer auf dieser Welt“, schrieb der Dichter Martin Andersen
Nexö während seines Aufenthaltes im Grünen Herzen Deutschlands. Die Schönheit
der Berge und Täler, der Wiesen Wälder kann man in vollen Zügen genießen. Am
Fuße des 916,5 m hohen Inselsberges, in unmittelbarer Nähe des bekannten
Höhenwanderweges Rennsteig, befinden sich attraktive Kur- und Erholungsorte. Den
Gast erwartet eine niveauvolle Gastronomie, ein vielseitiges Freizeitangebot und
Ausflugs- und Besichtigungsprogramme.
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Gesehen haben sollte man im Trusetal das
Zwergendorf und den Trusetaler Wasserfall, der 1865 angelegt wurde und
nach zwei kleineren Fällen 50 Meter in die Tiefe stürzt. Aber was für die grüne
Saison typisch ist, gilt auch für den Winter. Eine große Anzahl markierter
Wander- und Radwanderwege – und im Winter die schönsten Höhenwege – locken zu
Touren und zu den Sehenswürdigkeiten mit und ohne Ski. Die Landschaft des
Thüringer Waldes wird vom Wechsel blühender Bergwiesen und reizvoller
Waldlandschaften geprägt. Am Anfang des romantischen Schwarzatales hoch über Bad
Blankenburg liegt die Ruine Greifenstein, sie war einst eine der größten
Feudalburgen.
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Eisenach mit der Wartburg ist durch Martin
Luthers Wirken international bekannt. Die über den Wäldern Thüringens thronende
Burg erlebte 900 Jahre Geschichte und Kultur. 1521-22 wurde Martin Luther in der
Burg versteckt und übersetzte in dieser Zeit das Neue Testament aus dem
Griechischen ins Deutsche. Eisenach, eingebettet in die sanften Berge des
Thüringer Waldes ist die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, hier ging
Martin Luther zur Schule und hier war die Wahlheimat des Dichters Franz Reuter.
Im 13. Jahrhundert galt die Wartburg als berühmtester Musenhof; Höhepunkte
weltlicher Kultur im Mittelalter war das Wett- und Rätselsingen der Minnesänger,
bekannt geworden als „Sängerkrieg“. Die einstige Residenzstadt Gotha mit ihrer
barocken Schlossanlage, bedeutenden Museen und gut erhaltenem Ekhoftheater ist
weit über die Grenzen Thüringens hinaus ein Begriff. In Sonneberg wurde bereits
im 17. Jahrhundert mit der Herstellung von Spielzeug begonnen. Die Sammlung des
Spielzeugmuseums umfasst etwa 70.000 Spielzeuge.
Deutschlands größte begehbare Kluft- und
Spalthöhle mit bis zu 50 Meter hohen Schluchten und Spalten in Meinigen sollte
man ebenfalls gesehen haben. Wussten Sie, dass das künstliche Auge, die erste
Augenprothese aus Glas 1835 in Lauscha angefertigt wurde? Originale gibt es
viele, doch nur wenige Regionen können eine solche Vielzahl vorweisen, wie der
Südliche Thüringer Wald. Hier ist die Wiege des gläsernen Christbaumschmucks,
hier findet man eine große Anzahl an Porzellanmanufakturen, hier wird bis heute
die Tradition der Buckelapotheker lebendig gehalten, auch der Schieferbergbau
und die Griffelherstellung prägten diese Region.
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Zu sammeln gibt es im Südlichen Thüringer Wald
neben den Produkten des heimischen Handwerks (Glas, Porzellan, Spielzeug) und
den Früchten des Waldes auch jede Menge. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit
Gold – selbstgefunden an einem der Goldwaschplätze der Region. Das
Biosphärenreservat Vessertal gehört hier zu den Landschaften von besonderer
Schönheit und Eigenart. Auch die verschiedenen Moortypen der Region sollten
nicht unbeachtet bleiben. Ob man nun die Geheimnisse der Glasbläser entdecken,
auf den Spuren Goethes wandeln oder sich beim Goldsuchen engagieren will, ob man
Wandern, Biken oder sich auf Exkursionen zu Burgen, Schlössern, Kirchen,
Kemenaten oder historischen Stätten einlassen möchte – es gibt überall was zu
sehen.
Weitere Informationen:
Thüringer Tourismus GmbH
Weimarische Straße 45
99099 Erfurt
Tel.: 0 (49) 3 61 / 37 42 0
Fax: 0 (49) 3 61 / 37 42 388
www.thueringen-tourismus.de
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