LÄNDERAUSWAHL

DACH F   SIE SIND HIER: DEUTSCHLAND > SIGHTSEEING > LANDSCHAFTEN > REMSTAL 

        
 

magellanworld
 

REMSTAL
 
BUNDESLÄNDER
SIGHTSEEING
LANDSCHAFTEN
ALLGÄU
ALPENPÄSSE
ALTES LAND
ALTMÜHLTAL
BAYERISCHER WALD
BERGISCHES LAND
DESSAU/WÖRLITZ PARK
DRESDNER ELBTAL
EIFEL
FICHTELGEBIRGE
FÜRST-PÜCKLER-PARK
HARZ
HUNSRÜCK
KAISERSTUHL
KURPFALZ
KYFFHÄUSER
LÜNEBURGER HEIDE
MARKGRÄFLERLAND
MECKLENB. SEENPLATTE
NORDFRIESLAND
ODENWALD
OLDENBURGER LAND
OSTBAYERN
OSTFRIESLAND
REMSTAL
SÄCHSISCHE SCHWEIZ
SAUERLAND
SCHWARZWALD
SCHWÄBISCHE ALB
SPESSART
SPREEWALD
TAUNUS
TEUTOBURGER WALD
THÜRINGER WALD
VOGTLAND
WATZMANN
WESTERWALD
ZUGSPITZE
 
 
 

REMSTAL


    Die Wiege von Württemberg

 

Das Remstal ist eine mit Wiesen, Wald und Reben gesegnete Landschaft vor den Toren Stuttgarts. Weindörfer, traditionsreiche Städte, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, berühmte Altstadt-Ensembles, umrahmt von Rebhängen. – Geschichte, Kunst und Kultur, die uns auf Schritt und Tritt begegnen: Die Stadt der Staufer. Die Daimler-Stadt. Die Wiege Württembergs. Der Geburtsort Friedrich Silchers . . . Gastlichkeit und Geselligkeit werden hier seit jeher groß geschrieben.

Ein bunter Reigen fröhlicher Feste bringt Alteingesessene, Rei`gschmeckte und Besucher an einen Tisch. Urige Gasthöfe laden zur deftigen Hausmannskost. Gepflegte Gourmet-Restaurants verwöhnen mit kulinarischen Spezialitäten. Gemütliche Weinstuben bieten edle Tropfen der exzellenten Weingüter, von denen viele zu den besten Deutschlands zählen.

Das westliche untere Remstal ist Weinland, der östliche Teil bis Lorch Wald.
Von ihrem Ursprung bei Essingen im Ostalbkreis bis zur Mündung fließt die Rems 80 Kilometer lang an Streuobstwiesen, Wäldern und grünen Auen vorbei. 40 Kilometer kann man fast ohne Steigungen an der Rems entlang radeln bevor der Fluss nördlich von Stuttgart, bei Neckarrems in den Neckar mündet.

Die Obstbaumblüte im Frühjahr ist ein Erlebnis, ebenso der Herbst, wenn die Rebstöcke voller Trauben hängen. Und nach der Lese der Trauben, die Spitzen-Weingärtner wie Ellwanger in Winterbach, Haidle und Beurer in Stetten, Klopfer und Ellwanger in Großheppach, Kuhnle in Strümpfelbach, Aldinger und Schnaitmann in Fellbach oder Schwegler in Korb anbauen, schillert das Laub der Reben in allen Farben.

"Komma, gugga, schmecka, schlotza" - was sich wie die schwäbische Variante von Cäsars "veni, vidi, vici" anhört, ist Motto des Remstals und die Aufforderung, sich in diesem Landstrich östlich von Stuttgart vom Dreiklang aus Natur, gutem Essen und feinen Weinen verwöhnen zu lassen. Schlotzen steht im Schwäbischen für Wein trinken. Selbst "Schwarzer Peter" wird hier nicht gespielt, sondern getrunken. Nicht umsonst gilt das Tal als vinologisches Zentrum und die Wiege von Württemberg.

Im Jahr 1080 erbaute Konrad von Beutelsbach auf dem Wirtenberg eine Burg, die der Familie den Namen gab. Nicht weniger wichtig war 1514 der Bauernaufstand "Armer Konrad", der zwar blutig niedergeschlagen wurde, letztlich aber zum "Tübinger Vertrag" führte - der ersten Verfassung von Württemberg.

Bedeutsam ist auch das im Jahr 885 in einer Urkunde des Karolinger-Kaisers Karl III. erstmals erwähnte Waiblingen: Mit dem Schlachtruf "Hie Welf, hie Waibling!" trugen die mächtigen Staufer den Namen der heutigen Kreisstadt nach ganz Europa. Die historische Stadtmauer mit ihren gut erhaltenen Tortürmen und die Fachwerkhäuser führten zur Aufnahme Waiblingens in die "Deutsche Fachwerkstraße".

Sehenswert ist im Remstal unter anderem der Limes in Schwäbisch Gmünd, das jeden Sommer zum Festival "Europäische Kirchenmusik" einlädt. Schwäbisch Nazareth wurde das römische "Gamundias" zu späteren Zeiten spöttisch genannt. Denn die ehemalige Reichsstadt mit dem spätbarocken Flair hat unzählige Kirchen. Schon 670 n. Chr. war der größte Teil der Oberschicht von Gmünd christianisiert. Die älteste Kirche Schwäbisch Gmünds ist die spätromanische Johanniskirche. Schwäbisch Gmünd ist auch eine alte Handwerkerstadt. Tradition hat vor allem das Gold- und Silberschmiedehandwerk. "Silver City" nennen die Amerikaner Schwäbisch Gmünd.

Das Heiligkreuz-Münster ist die älteste süddeutsche Hallenkirche aus der Gotik. Kreuzrippen und Deckennetzgewölbe wurden 1497 anstelle einer Holzdecke eingezogen. Der Dachstuhl ist ein Meisterwerk der Zimmermannskunst aus dem 14. Jahrhundert. Originalstämme und Balken aus dem Mittelalter durchziehen den Raum. Der berühmte Baumeister Peter Parler wurde 1330 in Gmünd geboren.

"Ich war auf dem Salvator", das sagen die Einwohner von Schwäbisch Gmünd, wenn sie auf den Nepperberg gepilgert sind. Wegkapellen und Kreuzwegstationen stellen eindrucksvoll die Leiden Christi dar. Oben auf dem Berg liegt die Wallfahrtskirche Sankt Salvator. 1617 baute Kirchenbaumeister Kaspar Vogt bereits vorhandene Buntsandsteinhöhlen zu einer Felsenkapelle aus. Viele Geschichten ranken sich um diesen Berg, seine Höhlen und die Kapelle. Römische Soldaten hätten hier ihren Gott Mitras verehrt. Später die Christen Schutz vor heidnischen Überfällen gesucht.

Der römische Schutzwall Limes markierte das Römerreich gegen das freie Germanien. Die Rekonstruktion eines Wachturmes bei Lorch erinnert daran. Das Kastell von Welzheim im Schwäbischen Wald lässt erahnen, wie die Römer vor rund 2.000 Jahren mitten im heutigen Württemberg lebten. Nachbildungen von Statuen römischer Götter und die Türme der Eingangsportale erinnern an jene Zeit, in der von hier aus die römischen Wachsoldaten gen Osten hinüber nach Germanien blickten. Zuvor hatten die Kelten im Remstal gesiedelt. Jahrhunderte lang trafen in dieser Region Verwaltungsgrenzen aufeinander.

Flussabwärts folgt Schorndorf, der Geburtsort von Gottlieb Daimler. Ihn hielten die Leute wegen seiner nächtlichen Versuche mit dem "leichten, schnelllaufenden Benzinmotor" für einen Falschmünzer, weshalb er seine Erfinderwerkstatt nach Bad Cannstatt verlegte. Aus Geradstetten kommt dagegen der "Spätzles-Schwob", eine Presse, die die schwäbische Speise wie handgeschabt auf den Teller bringt.

Bei einer Stadt ist der Name Programm: Weinstadt liegt im Herzen des Remstals, umgeben von den Hängen des Schurwalds, von Obstwiesen und Weinbergen. Es gehört zu den führenden Weinbauzentren Württembergs. Selbst die Pietisten, die im Remstal zu Hause sind, trinken öfters ein Viertele Riesling und pflegen dann zu sagen: "Wenn der Wein nicht ein Geschenk Gottes wäre, könnten wir ihn noch viel besser verachten."


Weitere Informationen:

Verkehrsverein Remstal-Route e.V.
Bahnhofstraße 21
71384 Weinstadt
Tel. 07151 27650-47
info@remstal-route.de 
www.remstal-route.de

 


 

 

 

 

Seitenanfang


 

 
 

 

 

 

HOME