Ostbayern mit dem Bayerischen Wald zählt zu den beliebtesten
Urlaubsregionen Deutschlands. Entlang der tschechischen Grenze
erstreckt sich der Nationalpark Bayerischer Wald, ein 24.000
Hektar großes Stück intakter Natur, wie man es heute nur noch
selten antrifft. In ursprünglicher Landschaft lassen sich Luchse
und Fischottern beobachten, man kann mehr als 130 Berge, die
über 1.000 Meter hoch sind, erwandern und im Winter auch Ski
fahren. Wer glaubt, der Bayerische Wald sei der einzige
Naturpark im Osten Bayerns, hat sich jedoch schwer getäuscht: Zu
dem „Grünen Dach“ gehören auch der Oberpfälzer Wald, das
Fichtelgebirge, der Steinwald sowie der benachbarte tschechische
Nationalpark Böhmerwald, der ein Gebiet von über 69.000 Hektar
umfasst und damit der größte seiner Art in Tschechien ist.
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Für
Naturliebhaber ist Ostbayern gewiss eine der attraktivsten
Gegenden Europas. Doch auch in kultureller Hinsicht gibt es
einmalige Attraktionen, wie auf Ausflügen nach Straubing,
Deggendorf oder Passau deutlich wird – in Städte also, in denen
Kirchen, Burgen, Klöster und Museen von einer weit zurück
reichenden Kulturgeschichte zeugen. Das niederbayerische
Deggendorf etwa, das auch als „Tor zum Bayerischen Wald“
bezeichnet wird, wurde bereits 1002 urkundlich erwähnt. Hinweise
auf die lange Geschichte Deggendorfs geben neben der gotischen
Grabkirche „Peter und Paul“, die aus dem 14. Jahrhundert stammt,
die Überreste der Stadtmauer und das Alte Rathaus. Auch in der
Oberpfalz ist das Mittelalter allgegenwärtig, in der Altstadt
von Nabburg sogar mit einem Mittelalterlichen Marktfest. Am 17.
und 18. Juli ziehen hier Musikanten mit Harfen, Drehleihern und
Lauten durch die Gassen, Ritter bewachen den Schlosshof, und
Gaukler und Artisten sorgen für allerlei Abwechslung. Im Sommer
heißt es auch “Bühne frei” für den Ostbayerischen
Festspielsommer. Das sind viele Freilichttheater, Historische
Festspiele, Brauchtumsveranstaltungen und Festivals, die in den
Städten, auf romantischen Waldbühnen oder in Burg- und
Schlosshöfen aufgeführt werden.
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Seit vielen
Jahrhunderten ist der Bayerische Wald ein europäisches Zentrum
des Glasbläser-Handwerks. Im vergangenen Jahrhundert wurde mit
den großen Fabriken in Zwiesel und Riedlhütte auch die
industrielle Produktion vorangebracht. Die Vielseitigkeit des
Handwerks wird erfahrbar auf einer Reise entlang der 250
Kilometer langen Glasstraße, die von Neustadt an der Waldnaab,
dem „Europäischen Bleikristallzentrum“, bis nach Passau führt.
Wer den Glasbläsern bei ihrer filigranen Arbeit über die
Schulter schaut, staunt über die kunstvollen Gegenstände, die
sich aus der gluttflüssigen, an Honig erinnernden Schmelze
formen lassen. Mit seiner einzigartigen Sammlung steht das
Passauer Glasmuseum auf der Liste der „national wertvollen
Kulturgüter“. Und zwar nicht ohne Grund, denn den Besucher
erwarten hier mehr als 30.000 Gläser des weltbekannten
„Böhmischen Glases“.
Etliche Gasthöfe entlang der Glasstraße servieren ländliche
Spezialitäten, die mit traditionellen Schnäpsen eine ganz
besondere Abrundung erfahren. Einer dieser „Absacker“ ist der
Bärwurz, der nach altem Hausrezept direkt aus einer Wurzel
destilliert wird, die nur im Bayerischen Wald wächst. Auch der
Oberpfälzer Wald wartet mit einer alkoholischen Spezialität auf:
Hier trinkt man gerne das Zoigl, ein untergäriges Bier, gebraut
nach althergebrachtem Rezept. Ausgeschenkt wird es überall dort,
wo der sechszackige Zoiglstern über dem Eingang hängt.
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Um Bier, Barock und
Kulinarisches geht es in der
"Bierzeitung". Auswärtige können sich hierin mit der
sprichwörtlichen bayerischen Gemütlichkeit, der barocken
Lebensfreude, der Kunst und der Küche der ostbayerischen
Gourmetköche vertraut machen. Zudem hält die Bierzeitung
Ausflugstipps und Angebote für Gruppen bereit. Die Bierzeitung
ist beim Tourismusverband Ostbayern erhältlich.
Auch Radfahrern
bietet das Gebiet zwischen Isar, Inn und Donau beste
Voraussetzungen für Ausflüge in unberührter Natur. Die gut
ausgebauten Radwege in der „EldoRado“-Region eignen sich sowohl
für geübte Fahrer als auch für Familien mit Kindern. Auf die
Cracks wartet mit dem Bikepark Geißkopf in Bischofsmais, der zu
einem echten Szene-Treffpunkt avanciert ist, eine
Herausforderung der besonderen Art: Auf dem
Mountainbike-Parcours zeigen erfahrene Trainer, wie Slalom- und
Abfahrtsstrecken zu meistern sind.
Auch auf dem
Motorrad lassen sich die Wälder Ostbayerns ideal erkunden. Gut
ausgebaute Straßen schlängeln sich durch die Landschaft, so dass
sich auf Panoramatouren von Berg zu Berg herrliche Ausblicke
genießen lassen. Nachdem die Tagesetappe gemeistert ist, wartet
abends in den zahlreichen Biergärten dann die herzhafte
bayerisch-böhmische Küche und eine bikerfreundliche Hotellerie.
Weitere
Informationen:
Tourismusverband Ostbayern
Luitpoldstraße 20
93047 Regensburg
Tel.: +49 941 585 390
Fax: +49 941 585 3939
www.ostbayern-tourismus.de
info@ostbayern-tourismus.de
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