LÄNDERAUSWAHL

DACH F   SIE SIND HIER: DEUTSCHLAND > SIGHTSEEING > LANDSCHAFTEN > ODENWALD   

        
 

magellanworld
 

ODENWALD
 
BUNDESLÄNDER
SIGHTSEEING
LANDSCHAFTEN
ALLGÄU
ALPENPÄSSE
ALTES LAND
ALTMÜHLTAL
BAYERISCHER WALD
BERGISCHES LAND
DESSAU/WÖRLITZ PARK
DRESDNER ELBTAL
EIFEL
FICHTELGEBIRGE
FÜRST-PÜCKLER-PARK
HARZ
HUNSRÜCK
KAISERSTUHL
KURPFALZ
KYFFHÄUSER
LÜNEBURGER HEIDE
MARKGRÄFLERLAND
MECKLENB. SEENPLATTE
NORDFRIESLAND
ODENWALD
OLDENBURGER LAND
OSTBAYERN
OSTFRIESLAND
REMSTAL
SÄCHSISCHE SCHWEIZ
SAUERLAND
SCHWARZWALD
SCHWÄBISCHE ALB
SPESSART
SPREEWALD
TAUNUS
TEUTOBURGER WALD
THÜRINGER WALD
VOGTLAND
WATZMANN
WESTERWALD
ZUGSPITZE
 
 
 

ODENWALD


    In Odins Land

 

In heiligen Nächten reitet der germanische Gott Odin auf einem weißen Rosse durch die Lüfte. Manchmal kommt er auf die Erde, um die Gastfreundschaft der Menschen zu testen. Diese Sage erzählt man sich im Süden Hessens - im Odenwald. Der Odenwald liegt zwischen Darmstadt und Heidelberg, in den drei Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Seinen Namen verdankt der liebliche Mittelgebirgswald eben jenem alten Odin.

Wenn auch nicht märchenhaft wie der Reinhardswald, dann zumindest doch sagenhaft präsentiert sich der Odenwald. Die Nibelungen- und Siegfriedstraße erinnern an die Sage, wonach der grimmige Hagen den Recken Siegfried hinterrücks mit einem Speer tötete. Gleich drei Orte im Odenwald - Grasellenbach, Heppenheim und Mossautal-Hiltersklingen - beanspruchen den Tatort für sich. Doch egal, wo es auch passiert ist, nicht nur die drei Gedenkstätten haben eine mythische Ausstrahlung.

Stille Täler, kleine Bauernhöfe, Burgen, Schlösser und historische Städtchen: Der Odenwald verbindet die Schönheit der Natur mit dem Reiz einer alten Kulturlandschaft. Mächtige Gesteinsbrocken finden sich überall in den Wäldern des vorderen Odenwaldes. Den Felsberg bei Reichenbach nutzten schon die Römer zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert als Steinbruch. Sie schlugen ihre Werkstücke direkt aus dem Fels. Eine über neun Meter lange Riesensäule liegt noch mit vielen anderen Objekten an Ort und Stelle.

Wenn man sich dem Odenwald von der Rheinebene nähert, steigen die Hänge schroff und unvermittelt aus dem Tiefland empor. Dieser westliche Steilrand des Gebirges, die sogenannte Bergstraße, erstreckt sich von Malchen bis südlich Heidelberg. Zwei größere Flussläufe, der Neckar bei Heidelberg und die Weschnitz bei Weinheim, durchbrechen die Bergkette und strömen dem Rhein zu. Nach Osten schließt an die Bergstraße der Vordere Odenwald an. Ein buntes Wechselspiel bewaldeter Kuppen, kleiner Wiesentäler und buckliger Felder charakterisiert diese liebliche Landschaft. Weiter östlich erstreckt sich der Hintere Odenwald bis zum Mainlauf. Seine ausgedehnten Hochflächen und langgestreckten Bergrücken sind von schier endlosen Wäldern bedeckt. Im Norden fällt der Odenwald zur flachen Mainebene ab. Hier weitet sich das Gersprenztal zur großen, ackerbaulich genutzten Reinheimer Bucht. Im Südosten und Süden, jenseits des tief eingeschnittenen Neckartals, liegt der Kleine Odenwald. Ohne markante Abgrenzung geht das Waldgebirge in die benachbarten Muschelkalklandschaften von Bauland und Kraichgau über.

Das beliebte Feriengebiet liegt im Naturpark Bergstraße-Odenwald und bietet Urlaubern eine Naturlandschaft voller Vielfalt. Die Bergzüge des Odenwaldes reichen bis auf 600 Meter hinauf – Spaziergänger kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie anspruchsvolle Wanderfreunde. Wenige Tage, nachdem der letzte Schnee getaut ist, beginnt hier der Frühling – immer etwas früher als im restlichen Deutschland. Einst siedelten hier die Römer, die den Wein heimisch machten, der inzwischen jedes Jahr mit Winzerfesten an der Bergstraße gefeiert wird. Die „strata montana“ und ihr mildes Klima war schon damals bekannt. Über die waldreichen Höhenzüge zum Main verläuft der Limes, die historische Römerstraße. Zeugnisse dieser Vergangenheit sind das Römerbad bei Michelstadt-Würzberg und die Römische Villa Haselburg bei Höchst-Hummetroth.

Deutsche Fachwerkstraße

Über 2.000 Kilometer lang ist die Deutsche Fachwerkstraße. Sie verläuft durch fünf Bundesländer von Stade an der Elbe bis Erbach im Odenwald. Eine der acht Regionalstrecken geht in Südhessen von Trebur bis nach Reichelsheim. Auf 400 Kilometern sind hier zwölf Fachwerkdörfer und -städte miteinander verbunden. Auf den Spuren der Nibelungen und Karls des Großen wandelt man durch ein Jahrtausend mittelalterlicher Burgenarchitektur und Schlossbaukunst, reicher Fachwerkornamentik und traditionellem Brauchtum inmitten des herrlichen Odenwalds. Touristen werden in Landgasthöfen mit leckeren regionalen Spezialitäten verwöhnt.

Kunst und Kunsthandwerk haben in der Region Michelstadt und Erbach eine lange Tradition. 1892 wurde eine weltweit einmalige Schule gegründet: die Elfenbeinschnitzer-Schule. In der Elfenbeinstadt Erbach steht auch das in Deutschland einzigartige Elfenbein-Museum. Deutsches Elfenbeinmuseum, Öffnungszeiten: täglich 10.00-17.00 Uhr.

Karolingische Architektur findet man in Michelstadt: die Steinbacher Einhards-Basilika fasziniert durch ihre archaisch anmutende Schlichtheit und Schönheit. Michelstadt ist das touristische Herz des Odenwaldes. Der Ort war schon im Mittelalter eine blühende kleine Stadt. Überregional bekannt ist Michelstadt durch das Rathaus: Es zählt zu den originellsten Fachwerkhäusern Mitteleuropas. 1484 wurde es als Symbol bescheidenen bürgerlichen Wohlstands errichtet. Bis heute hat sich hier ein sehenswertes historisches Kleinstadtbild erhalten.

Unbedingt sehenswert ist auch die im 9. Jahrhundert erbaute Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach, eines der wenigen erhaltenen Gebäude aus der Zeit der Karolinger. Aus dieser Epoche stammt auch die Königshalle in Lorsch, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.  

 

 

 

 

Seitenanfang


 

 
 

 

 

 

HOME