Die Mecklenburgische
Seenplatte erstreckt sich von der Landesgrenze zu Niedersachsen
bis an das Ueckertal im Osten. Der grösste Teil der Seenplatte
liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und grenzt im Norden
an die grünen Hügel der Mecklenburgischen Schweiz. Ein
Ausläufer, die Kleinen Mecklenburgischen Seen, reicht bis in den
Norden Brandenburgs. Lediglich 78 Menschen leben hier im
Durchschnitt auf einem Quadratkilometer. Damit ist die Region um
die Seenplatte die am dünnsten besiedelte Gegend Deutschlands.
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Etwa
1.000 Seen verschiedener Grösse und Art sind durch ein weit
verzweigtes Kanalsystem miteinander verbunden und bilden das
grösste zusammenhängende Wassergebiet Mitteleuropas. Der grösste
See, die Müritz, ist mit einer Fläche von 117 km² der
zweitgrößte deutsche Binnensee. Die Bewohner der Region legen
allerdings Wert auf die Feststellung, dass der Bodensee zwar
größer sei, man diesen jedoch mit Österreich und der Schweiz
teilen müsse. Der Name Müritz ist im Übrigen slawischer Herkunft
und bedeutet so viel wie "Kleines Meer".
Und wie kann man sich die Natur in der
Mecklenburgischen Seenplatte vorstellen? Die Natur ist fast
unberührt und an manchen Stellen hat man das Gefühl, dass nie
ein Mensch dieses Fleckchen Erde vor einem selbst betreten hat.
Die Flüsse schlängeln sich durch die Landschaft. An manchen
Stellen sind sie fast zugewachsen. Schilfgürtel wiegen im Wind
hin und her. Von überall dringen Geräusche der Natur an das Ohr,
das Zirpen der Heuschrecken, das Quaken der Frösche, das Summen
der Bienen auf den Feldern.
Wenn die Rapsfelder blühen, liegt ein
atemberaubender Duft in der Luft und das leuchtende Gelb hebt
die Stimmung. Überall satte Farben. Auch die Felder auf denen
Massenweise Mohn- und Kornblumen blühen sind ideale Motive für
den Fotoapparat. Und überall diese himmlische Ruhe. Alles was
man hört, sind Geräusche der Natur. So turbulent wie an der
Ostsee und in den Ostseebädern ist es hier in der
Mecklenburgischen Seenplatte nicht. Es ist ruhig und gemütlich.

Die
Entstehung dieser einzigartigen Landschaft verdankt Mecklenburg
der letzten Eiszeit. Vor etwa 20.000 Jahren schoben sich
mächtige Gletscher über das Land, formten dabei Hügel und
schürften Vertiefungen aus. Im Zuge der Erderwärmung tauten die
Eismassen ab. Das Wasser sammelte sich in Becken und Rinnen auf
dem Gebiet, das heute in jedem Jahr mehr Urlauber und
Wassersportler anzieht.
Keine 100 km von Berlin entfernt bieten sich hier vielfältige
Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Das Paradies für
Wassersportler lädt ein zum Angeln und Tauchen, Segeln, Surfen
und Kanufahren. Aber auch für Radfahrer und Wanderer hat die
Region mit ihren verwunschenen Tümpeln und klaren Seen zwischen
weiten Wiesen und dichten Wäldern viel zu bieten.
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Ein
besonderer Höhepunkt ist der 1990 gegründete Müritz-Nationalpark
im Zentrum der Seenplatte. Der Park ist mit seinen 322 km² der
grösste deutsche Binnennationalpark zwischen Nordsee und Alpen.
Er ist zudem der einzige, der aus zwei Teilen besteht: Neben dem
kleineren Naturschutzgebiet Serrahn mit seinen alten
Buchenwäldern gibt es einen zweiten Teil am Ostufer der Müritz,
auf einem Gebiet, das zu DDR-Zeiten als Staatsjagdrevier und
Truppenübungsplatz genutzt wurde. Weite Kiefernwälder und große
Moore kennzeichnen diesen Teil des Parks. Über 700 Pflanzen-,
240 Vogel- sowie 800 Schmetterlings- und Libellenarten finden
hier ihren Lebensraum. Berühmt ist der Nationalpark über die
Landesgrenzen hinaus vor allem für seine Seeadler, Fischadler
und Kraniche. Sie leben in über 100 Seen
des Nationalparks wenn man nur die mitzählt, die größer sind
als 1 ha.
Das
Herz der Seenplatte bilden die so genannten Oberseen Müritz,
Plauer See, Kölpinsee und Fleesensee. Beschauliche Dörfer und
verwinkelte Kleinstädte fügen sich harmonisch ein in die
reizvolle Landschaft. Viele von ihnen, wie etwa Plau am See,
Klink und Röbel an der Müritz, aber auch Mirow, Wesenberg,
Neustrelitz und Rheinsberg liegen direkt am Wasser. Ihre
mittelalterlichen Stadtkerne sind gut erhalten und beherbergen
zahllose Sehenswürdigkeiten. Reich ausgestattete Stadtkirchen,
stattliche Schlösser und mächtige Wehrtürme, mit wunderbarer
Aussicht, geben allen Grund zum Verweilen und Entdecken.
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Das
touristische Zentrum der Region ist Waren am Nordufer der
Müritz. Fachwerkhäuser dominieren das Bild des Ortes, in dem
22.000 Menschen leben. Herausragend sind die 1623 im
Fachwerkstil erbaute Löwenapotheke sowie die Marienkirche im
typischen Backsteinstil.
Die über 750 Jahre alte Kleinstadt Malchow liegt auf einer
Landzunge zwischen dem Fleesensee und dem Plauer See. Sie gilt
als "Perle der Mecklenburgischen Seenplatte". Ihre Altstadt, die
auf einer Insel liegt, ist über eine Drehbrücke mit dem Festland
verbunden. Die 8.000 Einwohner Malchows können auf eine
Tradition der Tuchmacherei zurückblicken, die bis ins
Mittelalter zurückreicht. Heute sind die Handspinnereien und
Webereien dem Tourismus gewichen. Das Wahrzeichen des Ortes ist
die imposante Backsteinkirche des am anderen Ufer liegenden
Klosters, das vor allem reiche, adelige Töchter aufnahm.
Den
Charme dieser Orte auf der Seenplatte macht heute nicht zuletzt
die eigentümliche Mischung zwischen verfallener Bausubstanz und
frisch Restauriertem aus ein Wechselbad der Gefühle zwischen
Aufbruch und Melancholie.
Weitere Informationen:
Tourismusverband
»Mecklenburgische Seenplatte« e. V.
Turnplatz 2
17207 Röbel/Müritz
Telefon: (03 99 31) 53 8-0
Telefax: (03 99 31) 53 8-29
info@mecklenburgische-seenplatte.de
www.mecklenburgische-seenplatte.de
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