Ein Gelände, wie ein
Gemälde. Jeder Baum, jeder Strauch, ja fast jeder Grashalm
scheint von der Meisterhand Pücklers arrangiert zu sein. Neben
Blutbuchen, Platanen und mehrstämmigen Linden entdeckt man bei
einem Spaziergang die Schlossanlage mit Museum, Bibliothek,
Konzertsaal und Weinkeller, eine Bergkirche, das Hermannsbad und
die Orangerie mit dem Tropenhaus. Der Fürst-Pückler-Park
verbindet Bad Muskau mit seiner polnischen Nachbarstadt.
Wenn Sie Fürst Pückler bisher nur als
Namensgeber für die kalorienreiche Torte kannten, haben Sie
etwas verpasst. Der namhafte Schriftsteller und Weltreisende
Hermann Fürst von Pückler-Muskau war neben Peter Joseph Lenné
und Friedrich Ludwig von Sckell nämlich einer der bekanntesten
deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Eines seiner
Meisterwerke ist der großzügig gestaltete Landschaftspark in
seiner Heimat Bad Muskau, die Park- und Kurstadt in der
Oberlausitz.
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Hermann Ludwig
Heinrich Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) hatte nicht
nur einen unglaublich langen Namen, sondern auch eine
unglaublich lange Liste an Talenten. Reiseschriftsteller,
Weltenbummler, Abenteurer. Vor allem aber gestaltete Pückler
Gärten nach allen Regeln der Kunst.
Die Ideen für
seine Kreationen brachte er von seinen ausgedehnten Reisen
mit. Dass sein Park heute Bad Muskau mit der polnischen
Nachbarstadt verbindet, hätte den weltoffenen Edelmann
sicher hoch erfreut. Er stand übrigens auch Pate für das
halbgefrorene Pückler-Eis, obwohl er nie etwas damit zu tun
hatte.
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Der Standesherr von Muskau, heute
Bad Muskau, Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) , wollte seine Stadt
nach eigenen Worten 'durch einen herrlichen und großen Garten verschönern' und
legte nach intensiven Studien in England den Park ab 1815 an, stark unterstützt
von seinem Schüler, dem Landschaftskünstler Petzoldt, der auch noch weiter
wirkte, als Pückler 1845 hoch verschuldet aufgeben musste.
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Der
Fürst-Pückler-Park ist mit einer
Gesamtfläche von 545 Hektar der größte Landschaftspark Deutschlands im
englischen Stil. Nördlich von Görlitz schuf von
Pückler-Muskau ein Gartenreich beachtlichen Ausmaßes. Der rund 700 Hektar große
Park besteht auf deutscher Seite aus dem Schloss-, Bade- und Bergpark und auf
polnischer Seite aus dem Unterpark, dem Arboretum und den Braunsdorfer Feldern.
Bei der Gestaltung des Parks durch kunstvoll angepflanzte Gehölze und sorgsam
platzierte Bauten nutzte Fürst Pückler die reizvolle Lage an den Hangterrassen
des Neißetales. Immer in den Blickachsen: das Schloss, das im zweiten Weltkrieg
ausgeplündert und ausgebrannt ist und nun wiederaufgebaut und saniert wird.
Die
nachfolgenden Besitzer, Prinz Friedrich der Niederlande und Graf von
Arnim-Muskau, vollendeten und pflegten Pücklers Werk bis zum Zweiten Weltkrieg
in seinem Sinne. 1945 wurde der Park durch die neue deutsch-polnische Grenze in
zwei Teile zerschnitten. Der Park auf der polnischen Seite, der rund zwei
Drittel der Gesamtfläche umfasst, verwilderte allmählich.
Neuer
Hausherr auf deutscher Seite wurde 1993 die Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad
Muskau". Alle Restaurierungsmaßnahmen in den polnischen wie auch in den
deutschen Anlagenteilen wurden aufeinander abgestimmt, so dass der Park als
Gesamtkunstwerk erhalten bleiben wird. Durch gemeinsame Wiederaufbauprojekte
wurden grenzübergreifende historische Sichtbeziehungen wiedergewonnen.
Im Oktober 2003 konnte auch die im Krieg zerstörte Doppelbrücke neu eingeweiht
werden, die seitdem beide Parkhälften auf deutschem und polnischen Gebiet
vereint.
Wenn Sie ohnehin auf Besuch in Bad
Muskau sind, sollten Sie sich den Kromlauer Park nicht entgehen lassen. Ganz in
der Nähe gelegen ist dieses Paradies für Rhododendron-Freunde. Ein alter
Baumbestand ergänzt die schöne Anlage.
Weitere Informationen:
Stiftung "Fürst-Pückler-Park
Bad Muskau"
Orangerie
02953 Bad Muskau
Telefon: 035771-52010
www.muskauer-park.de
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