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FICHTELGEBIRGE


    Willkommen im Regenbogenland

 

Im nördlichen Zipfel Bayerns liegt das Fichtelgebirge: ein "Regenbogenland" - stimmungsvoll, poetisch, heiter und herzlich. Rasche Wetterwechsel bringen in dem "feuchten Gebirge" zauberhafte Naturstimmungen und Regenbögen, Himmelsfarben und Wolkenformen hervor. Wie ein "granitenes Hufeisen" prägt das Fichtelgebirge die Landschaft, die von sanften bewaldeten Hügel beherrscht wird, unterbrochen von grünen Hochflächen und stillen Waldseen.

Beim Fichtelgebirge handelt es sich um ein Waldgebirge, das übrigens viel älter ist als die Alpen. Geographisch liegt es zwischen dem Erzgebirge im Osten, dem Frankenwald im Westen und dem Bayerischen Wald im Süden. Die weitläufigen Fichtenwälder sollen dem Gebiet seinen Namen gegeben haben. Während die "wilde Natur" die Romantiker inspirierte, bemühte sich Alexander von Humboldt im Dienst des Königs von Preußen um die Wiederbelebung des Bergbaus. Der Reichtum an Bodenschätzen im Fichtelgebirge erschöpfte sich nicht in Eisenerz und Zinn. Auch Gold, Silber und Speckstein gehörten dazu. Erst im 19. Jahrhundert oder stellenweise im frühen 20. Jahrhundert wurde der Bergbau mangels Rentabilität in den meisten Gruben und Hammerwerken eingestellt.

Eine echte Naturattraktion ist das Felsenlabyrinth bei Wunsiedel. Goethe hat es "zweimal mühsam durchkrochen". Heute wird es auf bequemen Felsenpfaden häufig besucht. Das steinige Waldgebirge war immer arm. Nur der Granit gab etwas her. Früher wurden vor allem Pflastersteine gebrochen, heute wird fast nur noch der "blaue Granit" abgesetzt.

Der wahre Reichtum dieser Region ist nicht das Gold, das hier einst gefunden wurde, nicht der Kristall aus den tiefsten Schollen dieses Urbodens und nicht wertvolles Porzellan, seit 1814 hier beheimatet. Es ist der Wald, der das Gestein wie ein Mantel bedeckt. Weitläufig, dicht und voller innerer Wärme. Märchenverloren und voller Geheimnisse - und sehr zurückhaltend kultiviert. Denn die Menschen, die hier leben, haben Respekt vor ihm. Sie kümmern sich mit einfühlsamer Hand um die Erhaltung seiner einzigartigen Ursprünglichkeit. Damit die Ruhe bleibt, so wie sie hier schon immer war. Für den Ästheten, den Naturfreund und den Wandersmann.

Das Fichtelgebirge: eine Region, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht" sagen. Wie wahr - und das im besten Sinne dieses Spruches. Es sind nur noch wenige Gebiete in Europa, die so Naturbelassen und dicht bewaldet dem heimischen Wild ursprünglichen Lebensraum und Unterschlupf bieten. Ob Hase, Rebhuhn oder Hirsch - da kann es leicht sein, dass der Wanderer auf seinem Weg von ihnen kurz begrüßt wird. Und plötzlich - unversehens - tritt man auf eine Lichtung, wo Rotwild äst. Es ist die Natur, die hier die Geschichten erzählt.

Und dann ist da noch das magische Licht, das durch Baumwipfel spitzt, das sich in verträumten Moorseen spiegelt oder über goldgelbe Weizenfelder tanzt. Das Licht verzaubert und der Wald lässt den Gedanken freien Lauf. Große Künstler aller Epochen schätzen dieses Klima der Konzentration zum Schöpfen neuer Kraft. Wer nur ein bisschen Phantasie mitbringt - und ein Gespür für die Romantik hat - der ist gefangen von dem Zauberwald, der ist verliebt in den anmutigen Reiz der ganzen Gegend.

Das Fichtelgebirge ist reich an Wasser. „Nabel Deutschlands“ oder „Herzbrunnen Europas“ nannte man in früherer Zeit das Fichtelgebirge, denn hier entspringen vier bedeutende Flüsse, die in vier Himmelsrichtungen abfließen: Weißer Main, Sächsische Saale, Eger und Fichtelnaab. Zahlreiche Moore und Sümpfe, die unter Naturschutz stehen, sind wertvolle Wassersammler. Über das Mittelgebirge verläuft die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.

Das Fichtelgebirge ist mit seinen ausgedehnten Fichtenwäldern, seinen Granit-Bergen mit Blockmeeren und Felstürmen sowie mit hervorragenden Rund- und Fernsichten ein ideales Urlaubs- und Erholungsgebiet. Markierte Wanderwege führen zu den Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region. Hier treffen Natur und Kultur zusammen und bieten ein umfangreiches und ansprechendes Programm, ob bei einer Wanderung, einem Museumsbesuch oder einer Theateraufführung auf Deutschlands schönster Freilichtbühne.

Das Fichtelgebirgsgebiet ist ein wahres Eldorado für Wanderer. Es verfügt über 3200 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Rund- und Fernwanderwege, schwere und leichte Strecken - für jeden ist etwas dabei. Ausgangs- und Endpunkt vieler Wanderungen ist der Asenturm auf dem Gipfel des Ochsenkopfs - mit seinen 1024 Metern zwar nicht der höchste Berg des Fichtelgebirges, wohl aber der bekannteste. Wenige Meter unterhalb des Gipfels entspringt der Main. Das hier noch armselige Rinnsal des Weißen Mains vereinigt sich ein paar Kilometer weiter mit dem Roten Main zum Main. Seit 1969 führt auf den Gipfel auch eine Seilschwebebahn hinauf, die 1991 modernisiert wurde. Der Aufstieg ist seitdem nicht mehr ganz so schweißtreibend.

Eines der Lieblingsziele vieler Wandergruppen ist das Felsenlabyrinth, gleich neben der bekannten Freilichtbühne Luisenburg. Zwischen Fichten, Tannen und pittoresken Granitblöcken erstreckt sich eine der schönste Wandersteige Deutschlands. Das Labyrinth wurde einige Male vom deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe besucht. "Der Granit", die charakteristische Gesteinsform des Fichtelgebirges, "lässt mich nicht mehr los", befand er 1785. Man sollte das Labyrinth allerdings nicht unterschätzen und festes Schuhwerk sowie eine halbwegs robuste Konstitution mitbringen.

Kurbäder im Herzen Europas haben Tradition, so zum Beispiel Karlsbad und Marienbad gleich hinter der tschechischen Grenze. Aber auch in Bad Berneck mitten im Fichtelgebirge logierten Berühmtheiten wie Jean Paul, Alexander von Humboldt und Richard Wagner. Sie kurierten sich hier lange bevor sich der Ort Heilbad nennen durfte. In Bad Berneck wie auch in dem Heilklimatischen Luftkurort Bad Alexandersbad und seiner Luisenquelle werden Rheuma, Herz- und Kreislauferkrankungen behandelt. Die feuchte frische sauerstoffreiche Höhenluft ist im Fichtelgebirge von solcher Reinheit, dass es mehrere ausgewiesene heilklimatische Luftkurorte gibt.

Das „Dach Frankens“, so nennen die Einheimischen ihr Fichtelgebirge. Kein Wunder, gleich zwei Berge ragen über 1000 Meter in den Himmel: der 1053 Meter hohe Schneeberg und der 1024 Meter hohe Ochsenkopf. Das Fichtelgebirge, nur gut eine Stunde von Nürnberg entfernt, zählt zu den kleineren Wintersportgebieten Deutschlands. Ob Ski-Alpin, Rodeln, oder Langlauf, hier kommt jeder auf seine Kosten.

Die wichtigsten Orte befinden sich rund um den Ochsenkopf. Hier findet man nicht nur die längste Abfahrt des Fichtelgebirges, sondern auch romantische Loipen, die sich schier endlos durch die verschneiten Wälder schlängeln. Da diese auf einer Höhe zwischen rund 700 und 1000 Meter verlaufen, ist Schnee meist garantiert. Als Ausgangspunkt für Ausflüge eignet sich besonders der höchstgelegene Ortsteil von Warmensteinach, nämlich Fleckl. Auf über 80 Kilometer gespurten Loipen kann sich jedermann gebührenfrei bewegen. Die Strecken sind leicht bis mittelschwer und von jedem etwas geübten Langläufer gut zu bewältigen.

Gerade wegen seiner Nähe zu Thüringen und Tschechien hat das Fichtelgebirge mehr zu bieten als nur Wintersport. Allemal lohnend ist in Weißenstadt ein Besuch in Frankens kleinster Destille. Sie beherbergt zugleich ein privates Schnappsmuseum. Kräuter und Beeren der Region werden hier zu Hochprozentigem veredelt. Im benachbarten Hohenberg bieten Natur- und Landschaftsführer Wanderungen über die Grenze nach Tschechien oder Kutschfahrten durchs Egertal an. Wer entspannen möchte, kann dies im ersten fränkischen Heubad in Kirchenlamitz tun.

Im Dreieck Selb, Hohenberg und Arzberg wurde im frühen 19. Jahrhundert die deutsche Porzellanindustrie begründet. Noch immer entstehen hier 80 Prozent des deutschen Porzellans und man findet Porzellankunst nicht nur in den Museen, sondern auch im Stadtbild. Weitere interessante Ziele sind die historische Kreis- und Festspielstadt Wunsiedel, mit ihrer Vielzahl an Brunnen und Skulpturen, oder der Kösseine-Turm, von wo man einen herrlichen Blick über die weitläufigen Wipfel des Gebirges hinüber auf Ochsenkopf- und Schneeberg genießen kann.

Nicht zu vergessen sind die Seen: Der Fichtelsee oder auch der Moorsee, der mit seinem sauerstoffarmen Wasser ein ganz eigenes Badeerlebnis bietet. Der Weißenstädter See, ein malerisches Badegewässer, eignet sich ebenfalls bestens als Ausgangs- oder Endpunkt einer Wanderung.

An eine Verwaltungsmaßnahme der Hohenzollern, die bis 1810 mehr als 500 Jahre lang die Region regiert hatten, erinnert heute noch der Kräuterlikör "Sechsämtertropfen". Der Name Sechsämterland bezieht sich auf Wunsiedel, Weißenstadt, Hohenberg, Kirchenlamitz, Selb und Thierstein, jene "Sechs Ämter auf dem Gebirge", also Verwaltungsbezirke, im Osten des Fichtelgebirges.

Der Gast ist im Fichtelgebirge noch König, in urigen Berghütten, auf einem Bauernhof, in Gasthöfen oder in Hotels der Spitzenklasse. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es für jeden Geldbeutel. Besonders hervorzuheben ist die heimische Gastronomie mit ihren fränkischen Schmankerln oder internationalen Spezialitäten.


Weitere Informationen:

Tourist Information Fichtelgebirge
Rathaus
D-95686 Fichtelberg
Tel: 09272-969030
Fax: 09272-9690366
tourist-information@fichtelgebirge.de
www.fichtelgebirge.de

 

 

 

 

 

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