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    Wenn's duftet im Ländle

 

Die erlebnisreiche Metropole Stuttgart übt um die Weihnachtszeit eine besondere Faszination auf ihre Gäste aus. Für Weihnachtsmarktliebhaber ist daher der über 300 Jahre alte Stuttgarter Weihnachtsmarkt ein absolutes Muss. Im Jahr 1692 wurde er zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vermutlich gab es ihn aber schon früher und er entstand aus den allgemeinen Wochenmärkten. Ursprünglich hieß er Christkindlesmarkt, dann Christmesse, danach Weihnachtsmesse und schließlich Weihnachtsmarkt. Er gehört  mit seinen rund 250 prächtig dekorierten Ständen nicht nur zu den ältesten, sondern sicherlich zu den größten und schönsten in Europa.

Der weihnachtliche Lichterschmuck der seinesgleichen sucht, der herrliche Duft nach Zimt und Vanille, die festlichen Adventskonzerte, die aufwändig mit Engelsfiguren, Tannenzweigen und Weihnachtskugeln geschmückten Holzhäuschen, die große Open Air-Eislaufbahn und das bezaubernde "Märchenland" auf dem Schloßplatz bilden die wunderschöne stimmungsvolle Kulisse, die jedes Jahr Millionen von Besuchern begeistert. Zwischen Königsbau und Neuem Schloß stehen zahlreiche Attraktionen wie nostalgische Kinderkarusselle, ein kleines Riesenrad, Märchenfiguren und eine Mini-Eisenbahn mit echter Dampflok bereit.

Früher waren auch Seiltänzer, Tanzbären und Spaßmacher auf dem Weihnachtsmarkt. Da wurden allerlei Wässerchen, Pulver und Pillen verkauft. Auch Würfel- und Spieltische fehlten nicht, bis sie schließlich 1734 verboten wurden. Die großen Zeiten der Hafner, Gerber, Waffen- und Nagelschmiede sind natürlich längst vorbei. Truppen mit Seiltänzern und Tanzbären, der alte Hanswurst sind Bilderbuchereignisse und auch Dr. Eisenbarth gibt es nicht mehr.

Was geblieben ist, ist die Budenstadt mit Holzspielzeug und Christbaumschmuck, Töpferwaren und Baumwollsocken, Lebkuchen und Magenbrot, gebrannte Mandeln und Rostbratwürstchen und all dem Rauch und Duft, der zu Weihnachten gehört, genau wie der riesige Weihnachtsbaum vor dem Rathaus. Geblieben sind auch die Neuheitenverkäufer. Sie erinnern vielleicht am meisten daran, dass der Weihnachtsmarkt immer ein Markt gewesen ist.

Wenn der Weihnachtsmarkt mit seinen festlich dekorierten Ständen und dem bunten Angebot Gäste aus dem In- und Ausland in die Stuttgarter Innenstadt lockt, wissen längst auch die Kleinen, dass auf sie etwas Besonderes wartet. Unter den wachsamen Augen von Mutter, Vater, den Großeltern oder Geschwistern dürfen sie wieder mit der Kindereisenbahn über die schmalen Schienen rattern, auf dem Karussell ihre Runden drehen oder täglich das kostenlose Bühnenprogramm bestaunen.

Traditionell findet die Eröffnung des Stuttgarter Weihnachtsmarktes am letzten Donnerstag des Novembers mit einem feierlichen Konzert im Innenhof des Alten Schlosses statt. Ein „Weihnachtliches von anno dazumal“ offeriert der beliebte Weihnachts-Sammler-Antikmarkt in einem 500 m² großen, beheizten weißen Zelt auf dem Karlsplatz.

Ein beliebtes Mitbringsel vom Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist das Hutzelbrot – ein leckeres Früchtebrot, das in dem bekannten Märchen „Das Stuttgarter Hutzelmännlein“ von Eduard Mörike eine wichtige Rolle spielt. Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt liegt direkt in der Innenstadt, 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Zahlreiche Geschäfte in den umliegenden Einkaufsstraßen machen den Weihnachtseinkauf so zum Shopping-Vergnügen.

 

 

 

 

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