Wellness hat
hierzulande Tradition....und boomt. Nur hieß es im 18. und 19.
Jahrhundert anders, war nur in Heilbädern und glanzvollen
Kurorten den Adeligen und Oberen Zehntausend vorbehalten und bei
weitem nicht so facettenreich wie heute. Allerdings ist es viel
schwieriger geworden, für sich das Richtige zu finden -
angesichts der Vielfalt und all den modischen, oft fernöstlichen
Strömungen.
Die Redaktion hat für Sie ein kleines Wellness ABC
zusammengetragen, damit Sie trotz Begriffe Wirr-Warr den
Durchblick bewahren.
|
Akupunktur |
 |
|
Bei der
Akupunktur wird, ähnlich wie bei der Akupressur, der
Energiefluss aktiviert. Anstelle von Fingern kommen aber
Metallnadeln zum Einsatz, mit denen bestimmte Punkte der
Haut punktiert werden. Akupunktur wird etwa zur Linderung
von Schmerzen und zur Rauchentwöhnung eingesetzt - und immer
häufiger auch von der deutschen Schulmedizin eingesetzt. |
| |
|
Aquagymnastik
|
 |
|
Unter
Aquagymnastik versteht man gymnastische Übungen zum
Verbessern und Erhalten von Gesundheit, Fitness und
Wohlgefühl im flachen oder tiefen Wasser. Das ist ein
optimales Muskel- und Ausdauertraining. Große Muskelketten
wie Beinbeuger und -strecker werden aktiviert, ohne die
Gelenke zu belasten. Darüber hinaus dient die Aquagymnastik
dem Muskeltraining und der Verbesserung des
Balancevermögens, sie ist ein effektives
Koordinationstraining, Venentraining,
Herz-Kreislauf-Training und Ausdauertraining. Umfassender
kann man seinen Körper eigentlich nicht trainieren, ohne die
Gelenke übermäßig zu belasten. |
| |
|
Ayurveda
|
 |
|
Die
traditionelle Ayurveda-Lehre ist sehr vielseitig und
kompliziert, bei uns wird meistens nur eine sehr
"abgespeckte" Version praktiziert, die vor allem aus
Massagen, Ölgüssen, Schwitzbädern, Meditation und einer
speziellen Diät besteht. Dadurch sollen unsere Energien
wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Ayurveda hilft u.a.
gegen Verspannungen, Schlafprobleme, chronische Schmerzen,
Kreislaufstörungen und Migräne. Für viele durch Beruf oder
Familie gestresste Menschen geht's vor allem um eins: Sie
wollen sich verwöhnen lassen und sich Wohlfühlen! Aber
Vorsicht: Wer eine akute Krankheit hat oder an Herzproblemen
leidet, sollte auf Ayurveda verzichten bzw. vorher auf jeden
Fall mit einem Arzt sprechen. |
| |
|
Balneotherapie |
 |
Die Balneologie
oder auch Bäderkunde befasst sich mit der therapeutischen
Wirkung und Anwendung des Wassers besonders der Heilquellen
und des Heilschlamms in Form von Bädern. Die praktische
Anwendung (Balneotherapie) kennzeichnet eine Behandlung mit
Heilwässern (Trinkkuren), Heilpeloiden (Moor und Schlamm),
Wasser (Hydrotherapie, Medizinische Bäder), Kälte und Wärme
(Kneipp- Kur), Inhalationen und einer speziellen
Ernährungsplanung. Auch physikalische und
bewegungstherapeutische Maßnahmen gehören in das Programm
einer solchen balneologischen Therapie. Weiterhin spielt das
Klima des gewählten Kurortes eine gewichtige Rolle. Eine so
stationär durchgeführte balneologische Kur dauert 3-4 Wochen
kann allerdings auch ambulant durchgeführt werden. Nicht zu
unterschätzen sind jedoch die begünstigenden Auswirkungen
eines Milieuwechsels, der veränderte Tagesrhythmus sowie die
veränderten klimatischen Faktoren im Falle eines
Kurbezogenen Ortswechsels. Alle diese Aspekte haben bei
richtiger Auswahl nicht nur heilenden Effekt sondern tragen
auch bei zu Regeneration von Körper und Seele.
|
|
|
| |
|
Bewegung
|
 |
|
Durch umfassende
Veränderungen im Berufsalltag haben Professionen, die durch
sehr viel Bewegungsarmut gekennzeichnet sind sehr stark
zugenommen. Bewegungsarmut beherrscht unseren Alltag und
bedingt die aufgrund dieses Mangels bestehenden heutigen
Zivilisationskrankheiten. Deshalb empfiehlt sich ein
regelmäßiges bewegungsintensives Training. Die so geförderte
körperliche Fitness wirkt schon präventiv im Hinblick
auf Infektionserkrankungen. Spotarten, die viele
Muskelgruppen beanspruche sind prädestiniert für das
Ausdauertraining. So haben Schwimmen, Aquarobic, Rudern,
Skilanglauf, Radfahren, Joggen, Walken oder Wandern
nachweislich positive gesundheitliche Wirkung. Um
Haltungsschäden vorzubeugen ist neben dem Training der
Ausdauer auch ein Training der Bauch -und Rückenmuskulatur
zu empfehlen. Das Training von Beweglichkeit und
Koordination vermindert das Sturzrisiko, Gymnastik und
Ballspiele sind hinsichtlich des Bewegungsablaufes eine
sinnvolle Ergänzung. Doch auch in das alltägliche Leben
lassen sich bewegungsintensivere Maßnahmen integrieren. So
ist das Treppensteigen gesünder als den Aufzug zu nutzen,
Fahrradfahren kann oftmals das zudem stressige Autofahren
ersetzen. Jedem Training sollte jedoch eine umfassende
Aufwärm -und Dehnungsphase vorausgehen. Ein langsamer Beginn
empfiehlt sich, trainiert werden sollte nicht bis zur
totalen Erschöpfung. Der ständige Flüssigkeitsverlust durch
Schwitzen ist unbedingt durch den Einsatz isotonischer
Getränke auszugleichen. Eine geeignete Obergrenze der
Pulsfrequenz für das Ausdauertraining lässt sich für den
gesunden Menschen einfach errechnen - 180 minus Lebensalter.
Das Training sollte mit einer lockeren Abwärmphase beendet
werden da sich anderenfalls die Regenerationszeit
verlängert. |
| |
|
Cleopatrabad |
 |
|
Die ägyptische
Königin Cleopatra badete angeblich in Eselsmilch und Honig
und bewahrte sich dadurch eine außergewöhnlich schöne
Haut... Beauty-Hotels und Farmen bieten heute das sog.
"Cleopatrabad" an; dabei werden im Rahmen des
Wellnessprogramms Bäder unter Zugabe von Honig, Stutenmilch,
ätherischen Ölen etc. angeboten. |
| |
|
Craniosacraltherapie |
 |
|
In unserem
Schädel (Cranium) und der Wirbelsäule (Sacrium) pulsiert
wellenförmig eine Flüssigkeit, die Gehirn und Rücken ernährt
und belebt: Die Cerebrospinalflüssigkeit (CFS). Durch sanfte
manuelle Techniken übt der Behandler Druck oder Zug auf die
Schädelknochen aus. Behandlungsziel ist, die Balance und
Ordnung der CSF und damit die Selbstregulationskräfte des
Körpers wieder herzustellen. |
| |
|
Dampfbad |
 |
|
Ein Dampfbad
gehört auch heute noch zu vielen orientalischen oder
römischen Entspannungs- und Badezeremonien dazu. Heißer
Wasserdampf strömt aus speziellen Düsen in einen
wasserdichten Raum, in dem man auf Sitzen oder Liegen
relaxen kann. Die Temperatur ist mit rund 50 Grad nicht so
heiß wie in einer klassischen Sauna, dafür ist die
Luftfeuchtigkeit extrem hoch. Der Dampf reinigt die Haut,
wirkt angenehm entspannend und befreit die Atemwege - diesen
Effekt kann man mit ätherischen Ölen noch steigern. Außerdem
wirkt ein Dampfbad entschlackend, mobilisiert die eigenen
Abwehrkräfte und macht Muskeln und Gelenke locker. Und so
erzielen Sie die optimale Wirkung: 10 - 20 Minuten richtig
schwitzen, dann ab ins kalte Tauchbad oder die kalte Dusche!
|
| |
|
Fango |
 |
Fango, das ist
ein geruchloser Mineralschlamm aus Vulkanerde. Er muss erst
in einem speziellen Becken zum Arzneimittel reifen. Wichtig
bei diesem Prozess: frische Luft, viel Sonne und fließendes
Thermalwasser. Fango-Anwendungen gibt es als Bad oder
Packung - diese werden dann direkt auf die schmerzenden
Körperstellen gelegt. Fango kann Wärme extrem lange
speichern und kühlt nur sehr langsam ab. Am Anfang hat der
Schlamm eine Temperatur von mehr als 40 Grad - die intensive
Hitze entspannt, fördert die Durchblutung und lindert
Schmerzen. Medizinisch notwendige Anwendungen werden vom
Arzt verschrieben und auch von den Kassen bezahlt. Fango
hilft gegen Verspannungen, Arthrose, Osteoporose, bei
Rücken-, Gelenkschmerzen und Rheuma - also überall da, wo
Wärme gut tut! Fango wirkt aber intensiver als reine
Wärmekissen, da die Mineralien den Körper zusätzlich
anregen, selbst schmerzstillende Substanzen zu bilden. Sogar
bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte ist Fango hilfreich.
|

|
| |
|
Feldenkrais |
 |
|
Der Kernphysiker
Dr. M. Feldenkrais (1904-1984) war Begründer der
gleichnamigen Methode eines körpertherapeutischen
Verfahrens, welches sich durch die schonungsvolle und
bewusste Anwendung auszeichnet. Fußend auf Feldenkrais
These, dass das Erlernen neuer körperlicher Bewegungsmuster
mit neuen psychischen Reaktionsmustern verbunden ist, werden
fehlkonditionierte Haltungs- und Bewegungsmuster bewusst
gemacht und durch schonende Bewegungsmuster behoben. Die
Feldenkrais-Methode zählt heute zu den üblicherweise
angewendeten Körpertherapien unter deren qualifizierter
Anwendung Haltungs- und Bewegungsmuster mit Sicherheit
umkonditioniert werden können. Die Methode kommt, obwohl
anfänglich nicht als Therapieform entwickelt, in der Schmerz
-und Psychotherapie und auch in Kliniken zur Rehabilitation
nach Schlaganfällen und Unfällen zum Einsatz. |
| |
|
Hamam |
 |
|
Das Hamam, das
traditionelle türkische oder orientalische Bad, findet
seinen Ursprung im 8. Jh. am Jordan und verbreitete sich
dann über Syrien und Jordanien vor allen Dingen in der
Türkei. Das Hamam besteht aus mehreren, insgesamt vier,
Einrichtungen: dem Göbbek, dem Maslakh, dem Sogukluk und dem
Dampfbad Halvet. Basiselement des Hamam ist der Göbbek, ein
beheiztes Podest, auf dem der Badegast liegend Wärme tankt.
Von hier aus geht es in den Ruheraum, den Maslakh. Beim
nachfolgenden Besuch des auf 30-40°C aufgeheizten Sogukluk
kann man sich mit der Bürste massieren lassen. Von hier aus
führt der Weg ins Dampfbad Halvet dessen Temperatur bei ca.
45°C liegt. Diese bestimmte Abfolge der verschiedenen Räume
hat den Effekt, dass die Erwärmung stetig erfolgt und der
Kreislauf nicht so massiv belastet wird. Dampf und Wärme
lösen alte Hautschüppchen die durch eine anschließende
Seifenmassage durch den Tellak, den Hamam-Meister,
abgewaschen werden können. Der Tellak führt auf einer
Massagebank durch ein Reinigungsritual, welches eine Massage
mittels eines Ziegenhaarhandschuhs beinhaltet. Wechselwarme
Wassergüsse wirken anregend und steigern Durchblutung und
Stoffwechsel. |
| |
|
Kneippkur |
 |
Der Name kommt
von seinem Erfinder Pfarrer Sebastian Kneipp. Viele
denken dabei nur an Wassertreten oder kalte Güsse, aber
dahinter steckt ein umfangreiches, ganzheitliches
Naturheilverfahren, das aus fünf Komponenten besteht: Am
bekanntesten ist die Wassertherapie - dazu gehört das Gehen
im kalten Wasser, genau so wie warme Bäder, Güsse, Dämpfe
und Wickel. Außerdem Kräuteranwendungen - z.B. auch Heubäder
- eine Bewegungstherapie, vollwertige, gesunde Ernährung und
die Ordnungstherapie für die Seele. Das klingt ein bisschen
abgehoben, heißt aber einfach nur: Bring dein Leben in
Ordnung und mach' dich frei von allem, was Krankheiten
verursachen könnte. Die Kneipp-Kur wird heute noch nahezu
unverändert praktiziert - und das mit Erfolg. Sie wirkt
gegen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck, lindert
Schmerzen, hilft bei Herz- und Gefäßerkrankungen und regt
den Kreislauf an. "Kneippen" ist aber auch ideal als
Vorsorge oder zur Abhärtung - außerdem macht es einfach Spaß
und hält fit!
|
|
|
| |
| |
|
Massage |
 |
Die klassische
Massage hilft vor allem bei verspannten und verhärteten
Muskeln, Durchblutungsstörungen, aber auch bei
Kopfschmerzen. Eine Massage kann sowohl entspannend als auch
belebend wirken - außerdem setzen die Berührungen auf der
Haut Glückshormone frei. Wirklich sinnvoll ist eine
Behandlung aber nur, wenn Sie sich zwei- bis drei mal pro
Woche massieren lassen, insgesamt am besten zehn mal.
Medizinisch notwendige Massagen werden - genau wie
Lymphdrainagen - vom Arzt verschrieben, von den Kassen
bezahlt und dürfen nur von ausgebildeten Masseuren und
Masseurinnen durchgeführt werden.
Neben der klassischen Massage gibt's vor allem im
Wellness-Bereich noch viele andere wohltuende
Massage-Formen: Die Fußreflexzonen-Massage geht davon aus,
dass unsere Organe und unser Nervensystem durch bestimmte
Reflexzonen stimuliert werden können. Werden diese Punkte
massiert, wirkt sich das positiv auf unseren ganzen Körper
aus. Die Bindegewebsmassage soll die Abwehrkräfte steigern,
die Akupunktmassage das Gleichgewicht zwischen Körper und
Geist wieder herstellen und das Immunsystem stärken. Dann
gibt's da noch die Mandara-Massage, bei der Sie von zwei
Therapeuten gleichzeitig und synchron behandelt werden, die
Unterwassermassage - manuell oder mit Düsen, die Aroma-,
Öl-, Thai- und Tuina-Massage - finden Sie einfach selbst
heraus, welche Ihnen persönlich am besten gefällt. |
| |
|
Moorbad |
 |
|
Aufgrund der
hohen der Wämebindung des Moores und der nur zögerlichen
Abgabe der Wärme an den Körper birgt das Moorbad eine
fortdauernde, lang anhaltende Wärmewirkung mit großer
Tiefenwirkung. Die tief in den Körper eingedrungene Hitze
verflüchtigt sich in einem statuarischen Prozess, oftmals
ist ein so genanntes Nachschwitzen zu beobachten. Der
fehlende Wasserdruck eines Moorbades begünstigt, im
Gegensatz zum Wasserbad, den regen Stoff –und
Wärmeaustausch. Moorbäder und Moorpackungen wirken sich
überall da sinnvoll aus, wo Wärmezufuhr als lindernd und
heilend empfunden wird. |
| |
|
Qi Gong |
 |
|
Das Qi Gong
(gesprochen: Tschi gung) ist eine chinesische Methode, mit
der wir die Lebensenergie in uns durch bestimmte
Bewegungsübungen anregen und zum Fließen bringen. Nur wenn
die Lebensenergie - das so genannte Chi - frei in Ihrem
Körper fließt, bleiben Sie gesund. Qi Gong kann auch von
Bewegungsmuffeln ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden. An
vielen Volkshochschulen oder Sportzentren wird es angeboten,
es gibt aber auch zahlreiche Bücher dazu. Vielleicht sollten
Sie aber für den Einstieg einen Kurs besuchen, um die
Grundlagen richtig zu erlernen. |
| |
|
Reiki
|
 |
Wie fast alle
fernöstlichen und orientalischen Heilmethoden ist auch Reiki
schon sehr alt, ca. 2.500 Jahre. Die Methoden sind sehr
kompliziert - vereinfacht ausgedrückt wird beim Reiki
Lebensenergie weitergegeben, verstärkt und aktiviert. Der
Reiki-Meister legt seine Hand mehrere Minuten lang auf zwölf
bis zwanzig verschiedene Körperstellen und überträgt so
seine Energie. Dabei soll nicht nur der Körper gestärkt,
sondern auch das Denken positiv beeinflusst werden. Reiki
soll also das Wohlbefinden stärken, Schmerzen lindern, die
Selbstheilungskräfte aktivieren und dadurch Krankheiten
verhindern und heilen.
Die Lehre besagt, dass jeder zum Reiki-Meister werden kann;
in Deutschland gibt es mehrere Reiki-Schulen, die Seminare
und Workshops anbieten. Zu saftigen Preisen allerdings.
Wissenschaftliche Beweise für die Wirkung von Reiki gibt es
bislang nicht - dass schwerwiegende oder chronische
Erkrankungen allein durch Handauflegen geheilt werden
können, ist aber eher zweifelhaft. Ansonsten ist es beim
Reiki wie bei vielen alternativen Methoden: Wer daran glaubt
und dafür offen ist, dem kann es durchaus helfen! Für alle
anderen gilt: Wer sich einfach nur entspannen und Wohlfühlen
will, der macht damit bestimmt nichts verkehrt. |
| |
|
Sanarium |
 |
Der klassischen
finnischen Sauna entlehnt ist das Sanarium eine sehr sanfte
und schonende Variante. Es unterscheidet sich im
Wesentlichen hinsichtlich der Temperatur und der
Luftfeuchtigkeit von der herkömmlichen Sauna. Im Sanarium
herrschen gemäßigte Temperaturen von ca. 60°C und eine
relative Luftfeuchtigkeit von etwa 50% vor. So schließt
diese Variante die Lücke zwischen heißer finnischer Sauna
und sehr feuchtem Dampfbad. Aufgrund der gemäßigten
Konditionen kann der Aufenthalt im Sanarium schon mal 30
Minuten andauern. Aufgüsse und Lichttherapie ergänzen das
Regenerationsprogramm. Herz und Kreislauf werden durch die
verminderten Temperaturen entlastet.
|

|
| |
|
Shiatsu |
 |
|
Das japanische
Shiatsu bedeutet wörtlich "Fingerdruck" und bezeichnet eine
japanische Massagetechnik, deren Ursprung allerdings in der
chinesischen Heilkunde zu finden ist. Der japanische
Therapeut T. Tempacku kombinierte Anfang des 20 Jh.
traditionelle Erfahrungen mit den physiologischen und
anatomischen Erkenntnissen der westlichen Welt. 1964 wurde
Shiatsu, zumindest in Japan, offiziell als Therapie
anerkannt. Die Lehren der Akupunktur und Akupressur liegen
diesem Verfahren zugrunde. So fließt die Lebensenergie Ki in
geordneten Bahnen, den Meridianen. Ist dieser Fluss gestört
oder blockiert führt das zu Symptomen und Krankheiten. Im
Gegensatz zur klassischen Formen der Massage wird beim
Shiatsu nicht mit Muskelkraft sondern mit dem ganzen
Körpergewicht gearbeitet. Hände, Daumen, Ellbogen und Knie
kommen unter Einsatz des ganzen Körpers zum Einsatz. Der
Therapeut, der zuvor die unterschiedlichen Spannungszustände
lokalisiert hat, behandelt anschließend zum Ausgleich des Ki
die Meridiandruckpunkte mit seinem Körpergewicht. Jeder der
speziellen Druckpunkte wird dabei bis zu 2 Minuten lang
belastet. Durch die Stimulierung soll es zu einer erhöhten
Ausschüttung von Serotoninen und Neurotransmittern kommen,
was eine erspannungslösende Wirkung haben kann. In der
Zielsetzung behandelt Shiatsu erste Symptome um einen
vollständigen Ausbruch der Krankheit zu verhindern.
Anspannung, Nervosität und chronische Müdigkeit, aber auch
die Schmerztherapie bei Rücken- und Kopfschmerzen,
Prämenstruellem Syndrom, Verdauungsproblemen, Atemwegs- und
Herz-Kreislauferkrankungen sind Einsatzgebiete des Shiatsu.
Die Methode ist und bleibt sehr umstritten, Verfechter
konventionell- wissenschaftlicher Methoden billigen Shiatsu
nur eine sog. Placebowirkung zu und rügen einzelne,
gefährlich anmutende Techniken, wie das Drücken der
Schilddrüse. |
| |
|
Spa |
 |
|
Spa steht für "sanus
per aquam", Latein für Gesundheit durch Wasser und kommt aus
den USA. Dort versteht man darunter Hotels, die
Heilbäder-Anwendungen aus good old Europe anbieten.
Wellness-Element Wasser steht in Spas immer im Vordergrund.
Das können Dampfbäder, Kneipp-Kuren, Thalasso-Behandlungen
oder sogar Körpertherapien im Wasser (z.B. Wasser Balancing)
sein. In letzter Zeit sind in Großstädten auch "Day-Spas" in
Mode gekommen: Frau nimmt sich einen Tag - oder sogar nur
ein paar Stunden - (Aus) Zeit, um sich dort verwöhnen und
schönmachen zu lassen. |
| |
|
Stangerbad |
 |
|
Johann Jakob
Stanger, ein Gerbermeister aus Ulm, entwickelte zu Beginn
des 20. Jh. dieses nach ihm benannte Bad. Es bezeichnet ein
hydroelektrisches Bad und ist dem Bereich der Physiotherapie
zuzuordnen. In die hierbei verwendeten Wannen sind in die
Wände große, plattenförmige Elektroden eingelassen. Zwei
links, Zwei auf der rechten Seite und jeweils eine Kopf -und
eine Fußelektrode. Diese Anordnung ermöglicht, dass der im
Bad liegende Körper wahlweise in verschiedene Richtungen von
elektrischem Strom durchflossen werden kann. Die Schaltung
richtet sich nach den Indikationen. So wird bei
rheumatischen Erkrankungen eine absteigende, also eine im
Körper von oben nach unten verlaufende, Stromrichtung
gewählt. Diese soll die nervale Erregbarkeit sowie die
Muskelspannung herabsetzen. Bei Lähmungen hingegen versucht
man durch aufsteigende Ströme die Muskel -und
Nerventätigkeit zu stimulieren. Durch die Verwendung von
Gleichstrom und die sehr hohen Sicherheitsstandards birgt
ein solches Bad keinerlei Gefahren. Bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Lunge ist einer solchen
Therapie zu widersprechen. |
| |
|
T'ai Chi |
 |
|
Bei Tai Chi
handelt es sich um eine Jahrhunderte alte, chinesische
Bewegungsmethode unter Einbeziehung gesundheitsfördernder
und meditativer Aspekte. Sie entspringt weitestgehend den
altchinesischen Kampftechniken, deren Relevanz aber im
Entwicklungsverlauf des Tai Chi in den Hintergrund gerückt
ist. Neben dem Lebensprinzip von Yin und Yang spielen für
das Verständnis und das Praktizieren von Tai Chi auch die
traditionellen fünf Elemente der chinesischen Philosophie –
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser - eine fundamentale
Rolle. Der mit Chi bezeichneten Lebenskraft kommt in der
Systematik des Tai Chi eine große Bedeutung für Vitalität im
Alltagsleben sowie zur Bereitstellung großer Energiereserven
in lebensbedrohlichen Situationen zu. Zur Stärkung und zum
Aufbau dieser Kräfte zentralisieren sich die Übungen des Tai
Chi in der Schärfung des eigenen Körperbewusstseins und der
Vermehrung sowie einer gesteigerten Speicherkapazität von
Chi. Verspürt der physische Körper die in ihm enthaltene
Energie, trainiert Tai Chi im zweiten Schritt die Ebene der
Gefühle, der Gedanken und des Willens sowie der Seele. In
der dritten Stufe wird der schnelle Wechsel zwischen diesen
Ebene oder deren Verbindung getrimmt. Körperbeherrschung,
Flexibilität und Konzentration sind im Tai Chi erforderlich.
Die Formen (Bewegungen) werden sehr langsam ausgeführt,
einer männlichen Yin-Bewegung folgt immer eine feminine
Yang-Bewegung. Fließende, sanfte Bewegungen des Oberkörpers,
einhergehend mit einem festen Stand, sind charakterisierende
Faktoren des Tai Chi. Als Entspannungstechnik in mentaler,
emotionaler und vegetativer Hinsicht hat Tai Chi sich
bewährt. Tai Chi trägt weiterhin zu verbesserte
Körperbewusstsein bei und begünstigt in medizinischer
Hinsicht den Erhalt der Knochendichte und den Zuwachs an
Muskelstärke. |
| |
|
Tepidarium |
 |
Die römischen
Badetempel teilten sich seinerzeit in verschiedene
Räumlichkeiten, welche sich hinsichtlich der Temperatur, der
Luftfeuchtigkeit und der Funktion voneinander unterschieden.
Sie wurden in einem vorgeschriebenen Ablauf durchschritten.
Ein Teil des Bades war das Tepidarium. As Tepidarium war ein
so genanntes Regenerationsbad. Hier herrschten ca. 37-39°C
und eine Luftfeuchtigkeit von 40-60%. Die Wärme wurde von
den terrakottagefliesten Wänden und massiv gebauten Marmor
-, Keramik –oder Steinliegen abgestrahlt. Für die Aufenthalt
in dieser Einrichtung gibt es keine zeitliche Begrenzung,
der Aufenthalt ist aufgrund der verträglichen Konditionen
sehr entspannend. Beitragen können zu diesem Effekt auch die
im Tepidarium zur Anwendung kommenden Mineral-Aerosole,
Heilkräuter und ätherischen Öle.
|
|
|
| |
| |
|
Thalassotherapie |
 |
|
Zur Therapie
gehören Schlick- und Algenpackungen, Meerwasser- und
Sprudelbäder, Unterwassermassagen, Meerschlammpackungen und
Seesand-Peelings. Aber auch Bewegung und Spaziergänge am
Meer gehören dazu. Thalasso setzt auf die anregende Wirkung
von Meerwasser und Algen. Durch viele Mineralien und
Spurenelemente wird der Körper entschlackt, der Stoffwechsel
angeregt und die Muskeln entkrampfen sich. Das hilft bei
Rheuma genauso wie bei Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.
Außerdem stärken Thalasso-Therapien das Immunsystem und sind
gut gegen Durchblutungsstörungen, Venen- und
Darmerkrankungen, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie
Sportverletzungen. Algen helfen auch bei vielen
Hauterkrankungen wie Akne und Schuppenflechte. Neben diesen
medizinischen Therapien, gibt es auch immer mehr Angebote,
bei denen es hauptsächlich um Wellness und Schönheit geht -
denn Thalasso hilft auch gegen Stress und Erschöpfung und
ist gut für die Figur: Die Haut wird glatter, fester und
weniger anfällig für Cellulite. Meersalzbäder können Sie
auch ganz bequem und preisgünstig in der heimischen Wanne
genießen - entweder mit reinem Salz aus dem Toten Meer oder
einer Kombination aus Salz und Algenpräperaten. Vorsichtig
sollten Sie sein, wenn Sie kein Jod vertragen oder unter
Asthma, hohem Blutdruck oder Herzproblemen leiden. Dann
sollten Sie vor einer Thalasso-Therapie auf jeden Fall mit
Ihrem Arzt sprechen. |
| |
|
Yoga |
 |
|
Yoga, das
Sanskrit für Anspannen der Seele an Gott, ist ein
philosophisch-religiöses Meditationssystem Indiens. Ähnlich
der Samkhya-Philosophie, von dessen Atheismus Yoga sich
durch den Gottesglauben unterscheidet, ist das Ziel, die
Seele von der Materie zu befreien um sie dem Zustand reinen
Bewusstseins zuzuführen. Grundlage ist eine Schulung der
Konzentration auf ein Objekt, um die Kontrolle der Sinne und
des Unbewussten zu erreichen. Der Yogi (Meister) folgt 8
Gliedern: 1. Yama - Selbstbeherrschung: Einhaltung
bestimmter Gebote 2. Niyama - Beachtung von
Reinheitsvorschriften 3. Asana - Sitz, verschiedene
Körperhaltungen 4. Pranayama - Beherrschung des Atems 5.
Pratyahara - Zurückziehen der Sinnesorgane von ihrem Objekt
6. Dharana - Festhalten, Konzentration 7. Dhyana -
Meditation 8. Samadhi - Versenkung. Grundwerk des Yoga ist
das Yogasutra des Pantanjali, welches schätzungsweise aus
dem 2. Jahrhundert vor Christus stammt. Im Laufe der Zeit
entwickelten sich eine große Anzahl von verschiedenen und
individuellen Yogatechniken so u.a. Astanga-Yoga,
Bhakti-Yoga, Hatha-Yoga, Integraler-Yoga, Japa-Yoga,
Jnana-Yoga, Karma-Yoga, Kriya-Yoga, Kundalini-Yoga,
Luna-Yoga, Mantra-Yoga, Marma-Yoga, Raja-Yoga, Tantra-Yoga
und Tao-Yoga. Yoga ist weniger eine Glaubensrichtung.
Vielmehr soll die Yogamethodik seelische Vorgänge zur Ruhe
bringen und so ungehindert einen Blick auf die eigene
Wesensidentität zu ermöglichen. Angestrebtes und gleichsam
höchstes Ziel ist der Zustand reinen Seins, reiner
Erkenntnis und reiner Wonne. Bei regelmäßiger Ausführung der
Yoga-Übungen sind ethisches Verhalten und eine
Persönlichkeitsentwicklung zu beobachten. Das in der
westlichen Welt am häufigsten praktizierte Hatha-Yoga setzt
bei Asana, der Körperhaltung ein. Körpertechnik und Atmung
sind hier zentrale Methode und Übungsmedium, um absolute
Konzentration und Seins-Erfahrung zu erringen. Allgemein ist
man heute den Yogatechniken gegenüber sehr aufgeschlossen,
selbst die sonst so skeptischen Krankenkassen akzeptieren
gerade die Methode des Hatha-Yoga als therapeutische und
gesundheitsfördernde Maßnahme. Die Yoga-Praxis, deren
positive Bewertung inzwischen durch zahlreiche
wissenschaftliche Studien belegt ist, bietet neben dem
körperlichen Trainingseffekt auch eine optimierte
Wahrnehmung und dadurch bewußtere Steuerungen der
Körperfunktionen. Die Skelettmuskulatur wird gestärkt,
Atem-, Kreislauf- und Stoffwechselfunktion optimal reguliert
und die Stressregulation verbessert. Yoga lässt sich nicht
oder nur schwerlich im Selbststudium erlernen und sollte
unter fachgerechter Führung studiert werde. |
|