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    Rauf auf den Sattel!

 

Auf Entdeckungsreise durch Deutschland kann man auf viele Arten gehen: Eine der schönsten ist aber wohl die per Fahrrad. Auf rund 40.000 Kilometern wird Deutschland von einem Geflecht von Radfernwegen überzogen, das dem touristischen Fahrradverkehr dient. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Urlaub wenige Tage oder einige Wochen dauern soll: Auf den Wegen lässt sich die Republik nicht nur von der Küste bis zu den Alpen durchqueren, auch jedes Bundesland kann mit attraktiven und kurzen Strecken aufwarten.
Wer die Wahl hat, hat aber auch die Qual: Nicht alle Radwege eignen sich für Jedermann. magellanworld hat die schönsten Radwege für Sie getestet. Vorab ein paar Tipps, mit denen Sie gut fahren!

Sattel | Sitzhaltung | Verkehrssicherheit | Fahrvergnügen | Ausrüstung | Augen auf! | Kräfte-Verhältnis | Kleidung | Unentbehrliche Begleiter | Helm ist Pflicht

 

Sattel

Abgequetschte Nerven und Blutgefäße, Taubheitsgefühle, Haarwurzelentzündungen: Ein schlechter Fahrradsattel kann unangenehme Folgen haben. Am besten fahren Frauen auf einem Sattel mit einer möglichst großen Sitzfläche. Der Sattel sollte dabei hinten breit und vorne schmal sein. Der beste Sattel für den Mann ist ebenfalls breit und hat eine volle Sitzfläche.

 

Sitzhaltung

Tief gebeugt über dem Lenker zu hängen sieht vielleicht cool aus, ist aber nicht besonders gut für den Rücken: Am besten sitzen Sie aufrecht auf dem Sattel. Damit verlagert sich der Hauptdruck des Gewichts vom Genitalbereich auf die Sitzknochen. Außerdem sollte der Sattel so eingestellt sein, dass beim Durchtreten des Pedals, also wenn das Pedal den tiefsten Punkt erreicht hat, das Bein fast durchgestreckt wird, das Knie aber leicht gebeugt bleibt. Tipp: Ziehen Sie beim Einstellen der Sattelhöhe Schuhe mit eher dünner Sohle an!

 

Verkehrssicherheit

Nicht nur wegen der Polizeikontrollen, die bevorzugt im Frühsommer durchgeführt werden: Checken Sie, ob Ihr Rad rundum verkehrssicher ist. Dazu gehören vor allem:

- eine funktionierende Klingel
- funktionierendes Vorder- und Hinterlicht
- funktionierende Bremsen (auch wenn Sie ein Rad mit Rücktritt
  haben, sollte die Handbremse in Ordnung sein, für den Fall dass
  die Kette
  abspringt)
- zwei Reflektoren pro Rad

 

Fahrvergnügen

Am angenehmsten fährt es sich auf einem Rad, das man nicht nach den ersten paar Metern wieder schieben möchte oder gar muss. Überprüfen Sie regelmäßig:

- den Reifendruck: Mit schlecht aufgepumpten Reifen fahren Sie
  langsamer und schaden außerdem Ihren Felgen
- die Kette: Ist sie gut geölt, sparen Sie Muskelkraft
- die Gangschaltung: Wenn einzelne Gänge nicht oder nur mit
  Verzögerung einrasten, lässt sich der Kraftaufwand beim Auf- oder
  Abwärtsradeln schlechter regulieren
- ob die beiden Räder störungsfrei laufen. Wenn sie am
  Schutzblech schaben, fährt es sich beschwerlicher, und der
  Mantel wird auf der Reibungsfläche stärker abgerieben

 

Ausrüstung

Eine alte Holland-Mühle mit ultraleichten Spezialschläuchen zu bestücken macht sicher wenig Sinn. Mit einigen nicht allzu teuren Nachrüstungen kann man das Fahrvergnügen aber entscheidend verbessern. Hier ein paar Beispiele:

Akkuleuchten
Alle, die ihre Kraft am liebsten in Geschwindigkeit umsetzen, anstatt damit den Dynamo zu füttern, sollten sich diese modernen Klassiker des Radzubehörs zulegen. Gibt's eigentlich überall, vom Kaufhaus bis zum Rennrad-Spezialgeschäft. Achtung: Eine Dynamo-Lichtanlage ist trotzdem vorgeschrieben.

nicht perforierbare Mäntel
Praktisch: Kein Scherbenhaufen kann Sie mehr stoppen. Diese Spezialmäntel erhalten Sie im Fachhandel.

Tacho
Sieht sportlich aus und regt zu sportlichem Fahren an: Mit einem Tacho wissen Sie genau, wie fix Sie wirklich sind.

Satteltaschen
Schwere Utensilien auf dem Rücken zu transportieren ist auch bei kürzeren Strecken unangenehm. Wer sich keine Satteltaschen leisten möchte, sollte sich zumindest einen Fahrradkorb anschaffen - sieht zwar ein bisschen bieder aus, ist aber unschlagbar praktisch.

 

Augen auf!

Es gibt Autofahrer, die steigen an Sonntagen aufs Rad um und vergessen glatt, dass sie auch mit Rückenwind und Radlerhose Verkehrsteilnehmer sind...
Vergessen Sie beim Radfahren nicht,

- beim Abbiegen den entsprechenden Arm auszustrecken
- sich bei Richtungsänderungen umzusehen, auch wenn kein Auto
  zu hören ist (könnte ja sein, dass andere Radfahrer schneller sind
  als Sie)
- Ihren Weg stets im Auge zu behalten und einigermaßen
  geradeaus zu fahren - es könnte Ihnen jemand entgegen kommen
- bei Dunkelheit die Fahrrad-Beleuchtung einzuschalten

 

Kräfte-Verhältnis

Wenn Sie eine Gangschaltung haben, sollten Sie auch vor leichten Steigungen stets runterschalten - das ist besser für die Knie. Auch für die Kondition sind mehr Umdrehungen pro Minute bei geringerem Kraftaufwand sinnvoller.

 

Kleidung

Prinzipiell können Frauen für kürzere Strecken auf dem Rad alles anziehen - solange Rock und Hose nicht zu eng zum Strampeln sind oder Ihr Kleid nicht Gefahr läuft, sich in den Speichen zu verfangen oder von der Kette "gefressen" zu werden.
Wer Hosenbeine nicht hochkrempeln möchte, sollte Fahrradklammern oder Klettbänder benutzen - vor allem helle Sommersachen werden auf dem Rad schnell schmutzig.

 

Unentbehrliche Begleiter

Es empfiehlt sich, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, für den Fall des Falles eine Regenjacke dabei zu haben. Die sollte möglichst atmungsaktiv sein, vollkommen wasserfest und in einer gut sichtbaren Farbe. Außerdem sollten Sie stets eine funktionierende Luftpumpe und das nötigste Flickzeug (Klebe, Flicken, Mantelheber) dabei haben. Und sei es nur, um dem gut aussehenden Mountainbike-Fahrer auszuhelfen, der seins vergessen hat...

 

Helm ist Pflicht!

Fahren Sie nur mit Helm! Sie verringern damit das Risiko gefährlicher Kopfverletzungen um 65 % !

Wie Sie den richtigen Helm finden: Fahrradhelme werden in Kaufhäusern, Supermärkten oder bei Fahrradhändlern angeboten. Sie bestehen in der Regel aus einer 2 cm dicken Schaumstoffschale. Viele Helme haben zusätzlich einen harten Kunststoffmantel. Angeboten werden die Helme in vielen Variationen und Farben.

Darauf kommt es besonders an: – Geprüfte Sicherheit

Ein Fahrradhelm muss vor allem guten Schutz bieten. Achten Sie darauf, dass der Helm ein anerkanntes Prüfzeichen hat, zum Beispiel das GS-Zeichen des TüV oder die Zeichen ANSI, SNELL, AS, bfuR, BS, KOVFS, SP-MET. Diese Zeichen garantieren geprüfte Sicherheit. – Richtige Passform, nur ein richtig sitzender Helm kann auch wirksam schützen. Der Helm muss sich durch Einlegepolster leicht an die individuelle Kopfform anpassen lassen. Bei geschlossenem Kinnriemen darf er nicht wackeln. Bei Kindern ermöglichen die austauschbaren Polster ein „Mitwachsen" des Helms. Werden im Winter dünnere Polster verwendet, passt auch noch eine warme Wollmütze unter den Helm. Fahrradhelme werden nach festgelegten Normen geprüft. Geprüfte Helme tragen die Zeichen der Prüfländer.

 

 

 

 

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