LÄNDERAUSWAHL

DACH F   SIE SIND HIER: DEUTSCHLAND > ESSEN & TRINKEN > KÜHL UND BLOND > BIER-BREVIER

        
 

magellanworld
 

BIER-BREVIER
 
BUNDESLÄNDER
ESSEN & TRINKEN
KÜHL UND BLOND
KÜHL UND BLOND
BIER-BREVIER
BIERGARTEN
 

AUSFLUGSZIELE

KLOSTER ANDECHS
WEIHENSTEPHAN
 
 
 
 
 
 

BIER-BREVIER


    Bier-Grundwissen

 

Dort wo es menschliche Zivilisation gab, gab es auch Bier. Die Babylonier, Sumerer und Ägypter kannten Bier. In Europa wird Bier als Getränk der Barbaren (Nicht-Römer) von den Römern erstmalig erwähnt - gemeint sind übrigens unsere Vorfahren, die alten Germanen. Vorab sollen jedoch Begriffe wie Altbier, Kölsch oder Lager geklärt werden.

Vollbier hat, entgegen landläufiger Meinung, wenig damit zu tun, wie schnell man durch den Genuss eines solchen Bieres den gleichnamigen Zustand erreicht. Vielmehr handelt es sich um eine Einteilung nach dem Stammwürzegehalt des Bieres. Die Stammwürze gibt den Extraktgehalt der Bierwürze an. Daraus bilden sich durch die Gärung gewichtsbezogen ca. 1/3 Alkohol und 1/3 Kohlensäure; 1/3 verbleibt als unvergorener Restextrakt. Das Biersteuergesetz unterscheidet Bier mit niedrigem Stammwürzegehalt (unter 7%), Schankbier (7 bis 11%), Vollbier (11 bis 16%), Märzen bzw. Festbier (13 bis 16 %) und Starkbier (über 16 bzw. über 18%).

Die wichtigsten Biersorten:

Alkoholfrei:
Alkoholfreies Bier schmeckt wie das normale, besteht auch aus den selben Substanzen und wird genauso gebraut. Die Bildung von Alkohol wird entweder während der Gärung unterdrückt, oder der Alkohol wird dem Bier nach dem Brauen wieder entzogen. Entgegen der allgemeinen Vorstellung, alkoholfreies Bier hätte überhaupt keinen Alkohol, darf sich ein Bier bis zu einem Gehalt von 0,5 Prozent alkoholfrei nennen. Alkoholarmes Bier darf maximal 1,5 Prozent Alkoholanteil aufweisen.
 
Das Alkoholfreie gibt es in verschiedenen Geschmacksvarianten, zum Beispiel als Pils, Kölsch, Weißbier oder Alt.

Alt:
Dieses Bier stammt aus der Zeit, als noch keine technischen Kühlmöglichkeiten erfunden waren. Das bedeutet: Alt wird nach alter Brautradition bei 15 bis 20 Grad mit dunklem Malz gebraut. Das dunkle Vollbier hat in der Regel mit einer Stammwürze von 11,5 Prozent und einen Alkoholgehalt von knapp 5 Prozent. Vor allem in Düsseldorf und in Nordrhein-Westfalen wird es serviert. Das Altbier wird aus einem 0,2-Liter-Glas, das zylindrisch geformt ist, getrunken.

Berliner Weiße: 
Vor allem bei den Berlinern im Sommer ein beliebtes Getränk. Das spritzige Bier wird mit einer Mischung aus Weizen- und Gerstenmehl gebraut und erhält so eine leicht hefetrübe dunkelgelbe Farbe. Pur schmeckt es etwas säuerlich und wurde deshalb früher mit einem klaren Schnaps getrunken. Heute gibt man einen Schuss Waldmeister- oder Himbeersirup ins Glas. Das Bier wird ausschließlich in Flaschen angeboten und schmeckt am besten bei 8 bis 10 Grad Celsius. Es hat einen Stammwürze-Gehalt von 7 bis 8 Prozent, der Alkoholgehalt liegt dann bei knapp 3 Prozent – ein eher leichtes Getränk.
 
Serviert wird die Weiße mit Schuss, „rot“ oder „grün“, vorwiegend in und um Berlin in einem breiten Kelch mit Fuß.

Bockbier: 
Jahr für Jahr findet in München am Nockherberg die feierliche Zeremonie des „Salvator-Anstichs“ statt und läutet damit die Fastenstarkbierzeit ein. Das gute Bockbier wird gefeiert, ein leicht dunkles Bier mit einem kräftigen Malzgeschmack. Zu verschiedenen Jahreszeiten wird das Bier als Saisonprodukt angeboten: Weihnachtsbock, Fastenbier, Maibock.
 
Die meisten Starkbiere werden in München gebraut – aber auf der Wiesn nicht ausgeschenkt. Der Stammwürzegehalt muss mindestens 16 Prozent betragen, sonst darf der Name „Starkbier“ nicht verliehen werden. Vorsicht beim Genuss: Bockbier hat etwa 7 Prozent Alkohol, der Doppelbock bereits 7,5 Prozent! Getrunken wird das Bockbier vornehmlich aus Maßkrügen (1 Liter) oder geraden Halblitergläsern.

Kölsch: 
Das Bier der rheinischen Metropole ist etwas Besonderes: Das Kölsch darf einzig und allein in Köln sowie im direkten Umland von den Mitgliedern des Kölner Brauereiverbandes gebraut werden. Das helle Vollbier ist hopfenhaltig und hat einen Alkoholgehalt von etwa 4,8 Prozent. Das Kölsch ist insbesondere in Köln und Umgebung sehr beliebt und wird zu jeder Gelegenheit angeboten – und selbst das weibliche Geschlecht ist begeistert, rund drei Viertel der Kölner Frauen trinken regelmäßig ihr „Nationalgetränk“.
 
Serviert wird es in schlanken Kölsch-Stangen, die meist 0,2 Liter fassen. In manchen Kneipen wird das Bier auch in „Stößchen“ ausgeschenkt, die gerade mal Platz für 0,1 Liter haben und praktisch sofort wieder leer sind.

Lager:
Das malzige Bier, das ein wenig süß schmeckt, ist vor allem in Bayern sehr verbreitet. Das hellgelb-farbene Getränk ist als „Helles“ das Nationalgetränk der Bayern. Es hat eine Stammwürze von bis zu 12,5 Prozent und einen Alkoholgehalt von rund 5 Prozent. Es wird aber auch andernorts ausgeschenkt, zum Beispiel als Export-Bier in Dortmund, gebraut mit einer Stammwürze von etwa 12 Prozent. Früher war der Stammwürze-Gehalt etwas höher, damit das Bier auf weiten Transportwegen nicht schlecht wurde – daher auch der Name.
 
Lager gibt es auch als dunkles Bier. Es wird insbesondere in Bayern als „Dunkles“ ausgeschenkt und hat hier auch die meisten Anhänger. Gebraut wird der so genannte Münchener Typ mit einem Anteil von 50 Prozent dunklem Malz – daher die Farbe. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 5 Prozent, bei einer Temperatur von etwa 8 Grad schmeckt das Bier mit dem malzigen Aroma und einem leicht süßlichen Geschmack am besten.
 
Das Lager wird in Bayern in geraden Halbliter-Gläsern oder in Maßkrügen serviert.

Schwarzbier:
Das Schwarzbier ist ein spritziges, untergäriges Vollbier mit ca. 5% Alkohol. Die Geschmackscharakteristika sind uneinheitlich. Die dunkle Farbe erhält das Schwarzbier durch die Verwendung dunkler (Röst)Malze. Das bekannteste Schwarzbier ist das Köstritzer Schwarzbier. Optimal schmeckt es bei 8 Grad Celsius aus einem Schwarzbierpokal.

Pils: 
Der spritzig herbe Gerstensaft ist die beliebteste Biersorte in Deutschland – der Anteil am gesamten Bierausstoß liegt bei fast 70 Prozent. Erstmals wurde das Pilsener in der gleichnamigen böhmischen Stadt Pilsen gebraut, unter maßgeblicher Beteiligung des bayerischen Braumeisters Josef Groll. Das hellgoldfarbene Bier mit starkem Hopfengeschmack ist überall „salonfähig“, ob abends in Kneipen und in Bars oder beim Opernbesuch bzw. zu einem Essen im Nobelrestaurant.
 
Serviert wird es in 0,2- bis 0,5-Litergläsern. Aufgepasst beim Einschenken: Um die weiße Schaumkrone zu erhalten, sollte das Glas in mehreren Schüben aufgefüllt werden.

Weizen/Weißbier: 
Das spritzige Weizen, auch Weißbier genannt, hat seine Hochburg in Bayern, wird aber auch im Norden zunehmend beliebter. Weißbier muss mindestens 50 Prozent Weizenmalz enthalten, der Rest ist Gerstenmalz. Es hat relativ viel Kohlensäure und einen fruchtigen Geschmack. Das erfrischende Getränk ist im Sommer besonders beliebt, auch als Mischgetränk mit Zitronenlimo, was sich in Bayern dann „Ruß'n Maß“ nennt. Knapp 88 Prozent aller Weizenbiere werden in Bayern in verschiedenen Varianten gebraut: hell und dunkel, klassisch klar oder naturtrüb, leicht oder alkoholfrei. Getrunken wird es aus den hohen und leicht geschwungenen Weißbiergläsern.

Warmes Bier?
In den vergangenen Jahrhunderten war es durchaus üblich Bier warm zu trinken. Da die Ölheizung noch nicht erfunden war, verfügten alle Tavernen über große, offene Kamine. An diesen Kaminen hingen Eisenstachel die sich aufgrund des Feuers stark erhitzten. Diese Stachel wurden dann einfach in das frisch gezapfte Bier getaucht, was zum Erfolg hatte, das der im Bier verbleibende Zucker karamellisierte. Dieses so genannte Stacheln gab dem Bier einen besonderen Geschmack.

 

 


 

 
 

 

Seitenanfang


 

 
 

 

 

 

HOME