Der Wolfgangsee ist zweifellos das Herzstück vom Salzkammergut
und bei
hochsommerlichen Temperaturen gleich noch mal so anziehend. Eingebettet
in ein schönes Tal, idyllisch in
saftig grüner Landschaft gelegen, umgeben von Bergen, auf denen man gut spazieren oder
wandern kann. Ein kleines Paradies, dass schon immer Menschen in seinen Bann
zog. Waren es vor Jahrhunderten Pilger, die auf den Spuren des Heiligen Wolfgang
an den See zogen, sind es heute Urlauber, die sich in den
Strandbädern erholen. So richtig in Schwung kam der Tourismus aber durch den
Kaiser.
Im Salzkammergut da kammer gut lustig sein ..." - das singen nicht nur die Gäste
vom "Weißen Rößl" in dem gleichnamigen bekannten Musical. Dass es sich im
Salzkammergut gut lebt, wusste auch schon der österreichische Kaiser Franz Josef.
60 Jahre lang - von 1854 bis 1914 - kam Franz Josef
alljährlich zur Sommerfrische nach Bad Ischl am Wolfgangsee, wo er natürlich
auch jede Menge Spuren hinterließ.
Die Mutter von Kaiser Franz Josef hatte nämlich lange
vergeblich gehofft ein Kind austragen zu können, bis sie erfuhr, dass es in Ischl
heilsame Sole gäbe, die ihr vielleicht helfen könne. Das Kaiserpaar reiste nach
Ischl und die Kaiserin hat Solebäder genossen - zwei Söhne wurden danach geboren
- die so genannten Salzprinzen.
Kaiser Franz Joseph, der 1916 mit 85 Jahren
starb, verbrachte in Bad Ischl 82 Sommerfrischen! Hier lernte er 1853 die
16-jährige Elisabeth – sie wurde als Sisi populär – kennen. Doch die
exzentrische Sisi hatte Mühe mit den kaiserlichen Pflichten, und sie führte ihr
eigenes Leben. Während der Sommerfrische lebten Joseph und Sisi ziemlich
einfach. Während seiner Jagdausflüge mischte sich der Kaiser gerne unter das
gewöhnliche Volk, die sozialen Klassen waren wie aufgehoben und die
Demokratisierung der Sommerfrische bahnte sich an. Damals sagte man «Sommerfrische», und
das bedeutete, dass man zwei Monate die Stadt verließ und es sich auf dem Land
gut gehen ließ, ohne Stress, ohne Erlebniszwang. Beschaulichkeit war Erlebnis
genug.
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Eine Villa in
Form eines großen "E" wie Elisabeth zeugt noch heute von der Vorliebe des
Kaiserpaares für diesen Ort. Klar, dass ein Besuch dieser kaiserlichen
Sommerresidenz zum unbedingten Muss gehört. Noch immer ist der Kaiser im Ort lebendig. Besonders beim großen Kaiserfest
in Bad Ischl und St. Gilgen, dass übrigens jedes Jahr am 18. August, am
Geburtstag des Kaisers stattfindet.
Was haben Theodor Billroth und Marie von Ebner-Eschenbach, Herbert von Karajan
und Nobelpreisträger Karl von Frisch gemeinsam? Sie alle haben die Sommerfrische
in St. Gilgen verbracht. Das Dorf am Wolfgangsee wurde an der Wende vom 19. zum
20. Jahrhundert und mit dem Höhepunkt in der Zwischenkriegszeit zum Treffpunkt
der Reichen und Schönen, der Künstler und Wissenschaftler. Eine
Sommervillen-Kultur entstand, Maler-Kolonien bildeten sich - "für uns", so
berichten Zeitzeugen immer wieder, "war es schlicht das Paradies". Der beliebte
Tourismusort St. Gilgen liegt am Westufer des Sees. Direkt vom Ort aus kann man
mit der Seilbahn bequem das 1521 m hohe Zwölferhorn erklimmen.
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Am salzburgischen Südufer des Sees unweit des berühmten Postalmgebietes ragt ein
Stück Land weit in den See hinein und teilt das Gewässer beinahe in zwei Becken.
Hier liegt - übrigens unweit einer Sommerrodelbahn - der Ort Abersee. Insidern
ist bekannt, dass auch dieser Ort dem See seinen Namen gab - der Wolfgangsee
wird nämlich hierzulande auch gerne Abersee genannt. Man befindet sich hier an
der schmalsten Stelle des Sees genau gegenüber dem vielbesuchten Ort St.
Wolfgang. Dorthin führt von hier aus auch eine Fähre geradewegs über den
See.
St. Wolfgang - jenseits von Operetten- und
Filmklischees, und dennoch: ein Orts- und Landschaftsbild, das als Schauplatz
für romantische Episoden tatsächlich wie geschaffen ist.
n diesem malerischen Ort sollte man den weltbekannten Pacher-Altar
besichtigen und gemütlich am "Weißen Rössl" vorbeispazieren. Dieses vielbesungene Hotel gelangte durch Operetten und Filme zu wahrem Weltruhm. "...
dort steht das Glück vor der Tür ...".
Am westlichen Ende von St. Wolfgang - im Ortsteil Ried - befindet sich die
Talstation der weitum bekannten und über 100 Jahre alten
Schafbergbahn. Schnaubend und dampfend bringt Sie die Zahnradbahn auf den
1.783 m hoch gelegenen Gipfel des Schafbergs. Von diesem - von den meisten als
der schönste Österreichs bezeichnet - Aussichtsgipfel genießt man einen
Rundblick auf bis zu 14 Seen und verspürt Salzkammergut pur. Unweit der
Talstation der Schafbergbahn befindet sich übrigens auch eine der zahlreichen
Schiffsanlegestellen der Wolfgangsee-Schifffahrt.
Aber ist bloß die Schönheit
Erklärung dafür, dass man St. Wolfgang liebt? Wunderglaube, der spirituelle und
kreative "Genius loci" oder die Attraktion einer mondänen Sommerfrische - zu
jeder Zeit waren wohl andere Antworten gültig und gelten auf die eine oder
andere Weise auch heute noch.
Wie eben jede Gegenwart ihre Wurzeln in der Vergangenheit
hat und gleichzeitig schon wieder ein Stück Zukunft ist. Außerdem hat das Land
um den alten Marktflecken wirklich mehr zu bieten: einzigartige Kunst- und
Kulturschätze, ein angenehmes Heilklima und jede Menge Möglichkeiten, das Leben
zu genießen.
Weitere Informationen:
Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft mbH
Mondsee Bundesstraße 1 A
5340 St.Gilgen
Tel. +43 (06138) 8003 0
Fax +43 (06138) 8003 81
info@wolfgangsee.at
www.wolfgangsee.at
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