Der vielbesungene und in zahlreichen Filmen im Mittelpunkt des Geschehens
stehende Wörthersee ist wohl einer der schönsten und berühmtesten Seen ganz
Österreichs. An seinen Ufern fühlten sich seit jeher Gäste und Einheimische, Alt und Jung,
Berühmtheiten und Adabeis gleichermaßen wohl.
Ungetrübtes Badevergnügen und eine
lebendige gesellschaftliche und gastronomische Szene sind längst Legende. Das
Freizeitangebot auf und rund um den See ist schier unerschöpflich. Ob
Wasserski oder Wakeboard, Gleitschirmfliegen hinter einem Motorboot, Surfen,
Segeln, Elektro- Ruder- oder Tretbootfahren oder einfach nur Schwimmen und sich
die Sonne auf den Körper scheinen lassen. Der Wörthersee ist hiefür ein echtes
Paradies.
Auch eine Mondscheinfahrt auf einem der zahlreichen Ausflugsschiffe
sollte man sich nicht entgehen lassen. Abseits des Wassers laden Golfplätze,
Reitmöglichkeiten, Rad- und Skaterwege sowie Tennisplätze zu körperlicher
Betätigung ein. Wer es romantisch möchte, dem sei ein Abendspaziergang an einer der
Uferpromenaden empfohlen.
Vom 54 Meter hohen
Aussichtsturm am Pyramidenkogel in einer Seehöhe von 905 Meter genießt man einen
einzigartigen Rundblick über den Wörthersee und seine Umgebung. Von Velden im
Westen bis zur Landeshauptstadt Klagenfurt im Osten erstreckt sich der größte
und bekannteste der Kärntner Seen. Zwanzig Quadratkilometer beträgt die
Oberfläche des Gewässers, das Trinkwasserqualität besitzt und zu wärmsten
Badeseen Österreichs zählt. Nicht nur der
Aussichtsturm und der atemberaubende Rundblick sind die Anreise wert.
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Prachtvolle Villen,
Schlösschen und Bootshäuser entlang des ganzes Sees zeugen von der beispiellosen
Wörthersee Architektur der Jahrhundertwende.
In den 50er Jahren blühte der Wörtherseetourismus zum
zweiten Mal auf. Damals entstand das erste Lied, das den See und seine
Schönheiten besang: "Du bist die Rose vom Wörthersee." Diese Ufer wurden
zur österreichischen Riveria. Es entstand die Frühform des späteren Jet-Sets.
In den Siebzigerjahren boomte der See und alle seine Vergnügungsplätze. Die
Prominenten - vor allem aus dem Showbusiness - bevölkerten das bunte
Szenetreiben in Pörtschach und Velden. Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen
beherrschten das Nachtleben und brachten entsprechend viel Aufmerksamkeit in den
Medien.
In den neunziger Jahren wurde es wieder ruhiger. Man erkannte, dass der
Massentourismus in dieser Landschaft zerstörerisch wirkt und begann umzudenken.
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Seit vielen
Jahrzehnten, die stimmungsvollste Adresse am Wörthersee ist "das Seefels". Ein
Privatstrand mit Liegewiese, Tennisplätze und die Bootsmarina mit den edlen und
teuren Booten der Gäste signalisieren Exklusivität. Das Seefels ist auch ein
beliebtes Rückzugsrefugium der einheimischen Wörtherseeprominenz, zu deren
bekanntesten Vertretern sicherlich der Komponist und Entertainer Udo Jürgens
zählt.
Da es keine Neuzulassungen von Motorbooten gibt, zählen die Genehmigung für ein
Motorboot zu den wertvollsten Dingen, die man am See besitzen kann. Aber man
sich ja auch ein Boot mieten und den See „auf diesem Wege“ erkunden.
Dort wo der See am
Schönsten ist, so die Pörtschacher, schiebt sich eine kleine Halbinsel in den
See, zur Linken und zur Rechten gesäumt vom traditionsreichen Badeort
Pörtschach. Das Ambiente bietet alle Möglichkeiten des Ferienvergnügens für Jung
und Alt. Ruhige Spazierwege und Blumenpromenaden ebenso wie das bunte Treiben
der Straße und des Strandes.
Im Strandbad mit Rekordwasserrutsche, Sprungturm und
einem Babystrand kann man Wassersport in allen erdenklichen Formen betreiben.
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Die historische
Entwicklung Pörtschachs wurde lange Zeit von der Herrschaft Leonstain bestimmt.
Im äußeren Hof des Schlosses wurde dem Komponisten Johannes Brahms, in
Erinnerung an seine wiederholten Aufenthalte im Hause, ein Denkmal gesetzt.
Brahms schrieb einmal: "Am Wörthersee fliegen die Melodien, dass man sich
hüten muss, keine zu treten...".
Im Obergeschoß bildet der umlaufende Laubengang ein reizvolles Hotelambiente.
Das Schloss stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der fünfachsige Bau umschließt einen
kleinen Innenhof mit Brunnen und Renaissancelöwen. Heute ist das Schloss im
Besitz der Familie Neuscheller und ein Aushängeschild des Fremdenverkehrs.
In der östlichen Bucht liegt das größte Strandbad des
Sees und dahinter die Landeshauptstadt Klagenfurt. Die Landeshauptstadt ist das
kulturelle Herz der Region. Kärntens Hauptstadt mit 100.000 Einwohnern und einer
bezaubernden Altstadt strahlt südliches Flair aus. Italienische Baumeister
erbauten im 16. und 17. Jahrhundert die romantischen Arkadenhöfe, Stadtpalais
und winkelige Gässchen. Die alte Bausubstanz wird gehegt und gepflegt.
Die Stadtpfarrkirche
St. Egid hat sich ein großer französischer Schriftsteller amerikanischer
Herkunft zu seiner letzten Ruhestätte auserkoren: Julien Green.
Er wurde
protestantisch erzogen, bekannte sich aber mit 15 Jahren zum Katholizismus.
Später stand er dann dem Buddhismus nahe, doch mit 39 Jahren bekannte er sich
wieder zum katholischen Glauben. Das Ringen zwischen irdischer Lust und
Enthaltsamkeit und die Suche nach der methaphysischen Wirklichkeit durchziehen
sein Werk. Im 98. Lebensjahr verstorben wurde er im August 1998 in der
Stadtpfarrkirche beigesetzt. Über seinem Grab ein Gedicht, das auch sein
Glaubensbekenntnis darstellt.
Bei einem Spaziergang
im Wald oberhalb von Maiernigg kann man auf ein Kleinod stoßen. Aus der Ferne
erklingt Musik von Gustav Mahler. Das Komponierhäuschen. Versteckt im Walde
arbeitete der damalige Wiener k. u. k. Hofoperndirektor Mahler in aller Ruhe und
Abgeschiedenheit an seinen Kompositionen. Hier schrieb er den Abschluss der 4.
Symphonie, die 5., 6., 7. und die 8., die Symphonie der Tausend, fünf Lieder
nach Rückert und auch die Kindertotenlieder. Der Besucher kann diesem Geist
nachspüren, indem er verweilt und Mahler-Musik hört.
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Über einen Waldweg
wanderte Mahler täglich zwischen Komponierhäuschen und der Villa am See. In
zahlreichen Briefen und Notizen bezog sich Mahler auf die ihn inspirierende
Landschaft. „Ich steige in Krumpendorf aus, um mich nach Maiernigg übersetzen
zu lassen, bei den ersten Ruderschlägen fiel mir das Thema oder vielmehr der
Rhythmus und die Art der Einleitung zum 1. Satz der 7. Symphonie ein.“ Mahler liebte die Natur in all ihren Erscheinungsformen. An seine Frau Alma
schrieb er: „Draußen strömt es ununterbrochen - donnert, blitzt, kracht, dass
es nur eine Freude! Gehört für mich zum Schönsten, was mir der See jetzt bieten
kann. Draußen der Sturm und ich in deinem Salon mit Büchern, Noten, Klavier und
Papier.“ In den Jahren 1900 bis 1907 verbrachte die Familie die Sommermonate in der Villa
Mahler - bis zum tragischen Tod der erstgeborenen Tochter Anna Maria im Jahre
1907, dann wurde dieses Haus aufgeben. Heute ist es in Privatbesitz.
Zu ganz anderen Orten
schöpferischer Kreativität führt die Wörthersee-Filmtour. In einem Bus fährt man
die wichtigsten Drehorte der mehr als 100 Wörther-See-Filme ab. Während man den
Kopf auf die Schonbezüge mit den gestickten Namen der Filmstars bettet, kann man
über Videomonitore Ausschnitte dieser Produktionen sehen. Der Tour-Führer kennt
viele Anekdoten und Geschichten über die Stars und deren Auftritte in dieser
Region.
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Das
wohl meist fotografierte Ensemble des Wörthersees sind die Kirchen von Maria
Wörth. Sie bilden die kirchliche und kulturelle Keimzelle der Region. Der
malerische Ort lag einst auf einer Insel im See. Verlandung machte im 18.
Jahrhundert Maria Wörth zu einer Halbinsel. Am barocken Hochaltar im
zweischiffigen Innenraum thront eine Muttergottes, die zu Kärntens wertvollsten
gotischen Schnitzarbeiten zählt. Der Herz Jesu Altar ist eine bemerkenswerte
schlanke Raumschöpfung aus dem Jahre 1750. An der Kanzel aus der selben Zeit
sind die vier Evangelisten in einem Relief aus dem Leben Christi zu sehen. Auch
die übrige Ausstattung entspricht der Bedeutung der ehemaligen Stiftskirche.
Das Seehotel Linde - eine ehemalige Stiftstaverne aus dem 16. Jahrhundert gehört
zu den Paradebetrieben am See und befindet sich seit ewigen Zeiten im
Familienbesitz. Die Plätze des Restaurants und seiner Terrasse mit wunderschönem
Blick auf den See sind begehrt und rar. Die heimische Wörtherseeprominenz wie
Udo Jürgens, Otto Retzer oder Hansi Hinterseer genießen hier frische Fische aus
dem See und andere einheimische Schmankerln. Mag an anderen Ufern des Sees die
sprichwörtliche „Post abgehen“, diejenigen, die Ruhe lieben, schwören auf das
romantische Ambiente von Maria Wörth und des Seehotels Linde.
Die in 50 Ländern der
Welt ausgestrahlte Serie „Ein Schloss am Wörthersee“ war sicher einer der
wichtigsten Werbeträger des beschwingten Lebensstils am See. Von der
Filmtraumwelt zur Realität. Das Schloss Velden, ein viertürmiges
Renaissanceschloss wurde 1590 erbaut und war durch viele Jahrzehnte das
renommierteste Haus am See. Schon vor der Fernsehserie „Ein Schloss am
Wörthersee“ war das Haus Drehort zahlreicher Filme.
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Dreimal wöchentlich
bietet Velden seinen Gästen eine besondere Abendattraktion: ein
Wasser-Licht-Musik-Spektakel unter dem Titel „Klangwelle Wörthersee“.
Hochleistungswasserpumpen versprühen eine unsichtbare Wasserleinwand von neun
Meter Höhe und 22 Meter Breite, auf diese werden mittels Dias und
Lasergeneratoren Lichtzauber projiziert.
Die Nachtschwärmer bevölkern den Corso und die
Seepromenade, das Casino und die zahlreichen Bars und Restaurants des Kurortes.
Erinnerungen werden wach - an die legendären Zeiten des Wörthersees.
Ein Vorzeigebetrieb ist das kleine aber feine Hotel Seeschlössl in Velden, im
Jahre 1915 an der stillsten Stelle der Veldener Bucht erbaut. Die schöne Lage
und liebevolle Architektur des Hauses verpflichten zu einem außergewöhnlichen Hotel. Sowohl vom Hügel auf dem sich das Hotel
erhebt, als auch vom hauseigenen Seeufer und dem Badehaus hat man einen
großartigen Blick auf die gesamte Bucht.
Qualität statt
Quantität heißt das Motto der Region. Gleich fünf große Golfplätze in der
näheren Umgebung des Sees bieten dem sportlichen Urlauber in abwechslungsreicher
Umgebung die Möglichkeit, seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. Der
Golf-Club Dellach - bereits 1927 gegründet - liegt teilweise direkt am See und
bietet neben dem großartigen 18-Loch-Platz auch schöne Ausblicke auf das Wasser
und das Südufer.
Auch im Winter geizt der Wörther See nicht mit
Reizen und wird zum Paradies für Eisläufer. In zauberhaft verschneiter
Landschaft können ganz Sportliche die rund 20 Kilometer lange Strecke von
Klagenfurt bis nach Velden an das andere Ende des Sees bewältigen. In der
Klagenfurter Ostbucht selbst wird Eishockey gespielt, es üben sich die
Eisstockschützen und Familien spazieren über den See.
Eben ein See-Paradies für alle Jahreszeiten.
Weitere Informationen:
Wörthersee
Tourismus GmbH
Villacher Straße 19
9220 Velden
Telefon: ++43 04274 38288
Fax: ++43 04274 38288-19
office@woerthersee.com
www.woerthersee.com
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