Anders als anderswo, vielfältiger und gemütlicher. Fernab von
jeder Hektik. Das Weißensee-Märchen erzählt uns, wie die
beeindruckenden Naturphänomene des Tales seit jeher auf
geheimnisvolle Weise zusammenwirken. Voll Poesie und mit
phantastischen Bildern zeigt sich der See in dieser von Europa
mit dem höchsten Umweltpreis ausgezeichnete Naturregion allen
Gästen und Freunden.
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Der Weißensee ist ein Kleinod,
Fjordähnlich breitet er zwischen zwei steilen Bergrücken sein türkisfarbenes
Wasser aus, das jedem Karibikstrand zur Ehre gereichen würde, von der Qualität
her 'Trinkwasser', wie die Prospekte betonen, in denen auch vom saubersten See
der Alpen, ja fast ganz Europas die Rede ist. Zwei Drittel seiner Ufer sind
unbebaut, seine ganze Umgebung wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Obwohl auf
930 Meter Höhe liegend, erwärmt sich sein Wasser in der Sonne Kärntens bis auf
24°C, und das Schönste ist, dass alle Hotels, Pensionen und Zimmervermieter ihre
eigenen Badeplätze am See besitzen.
Als heilklimatischer Höhenkurort war Weißensee bereits um die Jahrhundertwende
geschätzt. Damals fingen die ersten Bauern an, während der 'Sommerfrische' ihre
Zimmer zu vermieten und zogen selbst auf den Speicher. Heute bekommt man beim
Bauern nicht nur ein modernes Zimmer mit Seeblick, sondern auch komfortable,
neue Ferienwohnungen zu mieten.Die schönsten Seiten des Sees lernt man bequem
bei einer zweistündigen Rundfahrt auf einem der Linienschiffe kennen. Sie halten
an den fünf Ortschaften, welche die Gemeinde Weißensee bilden, und an
interessanten Punkten, von denen aus man Wanderungen beginnen oder auch zu
Radausflügen starten kann, denn Fahrräder dürfen zu 'Kinderpreisen' an Bord
genommen werden. Die Fahrt geht vorbei an zahlreichen schwarzbraunen Bade- und
Bootshäuschen, die sich idyllisch im Schilf verbergen, an Flächen voller gelber
und weißer Seerosen und schließlich im 'Wilden Osten' unter steilen Bergabhängen
entlang. Seine schönsten Stimmungen zaubert der See allerdings bei
Tagesausklang, wenn das Wasser ruhig wie ein Spiegel daliegt, nur unterbrochen
von einigen nimmermüden Haubentauchern und zwei, drei Anglerkähnen.
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Der für seinen Fischreichtum
bekannte Weißensee zieht viele Angler an. Trotzdem ist das Gewässer ein
schwieriges Revier, man muss sein Metier beherrschen und ein Gespür für die
Standorte von Seeforellen, Hechten, Zandern oder Barschen haben. Für mehrere
Hunderttausend Schillinge werden jährlich Jungfische ausgesetzt, damit die
Hobby-Angler genügend Beute vorfinden. Da jeder nur für den Eigenverbrauch
angeln darf und die Berufsfischerei aufgegeben wurde, stammen die in den
Restaurants angebotenen Zander und Hechte meistens nicht von hier, enttäuschend
für manchen, der gerne frischen Fisch aus dem Weißensee genießen möchte.
Finden lassen sich dagegen noch einige Spezialitäten der lokalen Küche wie
Plentn (Polenta), die traditionelle Holzfällerspeise 'Frigga' oder Kärntner
Nudeln (gefüllte Maultaschen). Damit es ihren Gästen nicht an Abwechslung
mangelt, hat die Gemeinde ein Programm aufgelegt, das für jeden Tag in der
Saison Veranstaltungen vorsieht: neben geführten Wanderungen und
Mountainbiketouren, Konzerten, Kinderolympiaden und Trapperfesten sogar
Schnapsseminare oder Aromatherapien. Auch über Kräuterkunde gibt es einiges zu
erfahren, wo und wie die zahlreichen Heilkräuter wachsen, ist in einer ihrer
wöchentlichen geführten Wanderungen zu erfahren, bei der Arnika und Salbei,
Beinwell und Frauenmantel in ihrem natürlichen Lebensraum bestimmt werden.
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Für die Jogger und "Walker" - sei
es in der normalen oder in der "Nordic"-Variante - bietet sich der Rundweg um
den Westteil des Sees an. Ein durchgehend befestigter Weg führt über mehr als 6
Kilometer immer dicht am Wasser entlang, enthält nur minimale Höhenunterschiede
und belohnt den Läufer in beiden Richtungen - Ost und West - mit einem weiten
Blick in die Berglandschaft. Er ist auch unter der Bezeichnung "Promenadeweg"
Teil der Laufparcours am Weißensee. Wer bereits morgens vor dem Frühstück
unterwegs ist, läuft in die aufgehende Sonne hinein.
Freunden des Bergsports ist eine
Bergwanderung über den Hochtratten zu empfehlen. Am Westende des Sees zweigt der
gut ausgeschilderte Wanderweg zu den südlichen Berghängen ab, und schon bald
zieht er sich als steiler Trampelpfad oder in engen Serpentinen über Wurzeln,
Moospolster und ausgewaschene Bachbetten. Erstes Ziel ist die "Weiße Wand", eine
breite Felswand mitten in dem bewaldeten Steilhang, die ihren Namen wegen ihrer
hellen Farbgebung erhalten hat. Kurz hinter der "Weißen Wand" kann man entweder
zur "Gajacher Hütte" absteigen und dort Rast machen oder sich weiter auf den
Hochtratten kämpfen, dessen Gipfel mit über 1600 Metern gute 700 Meter über dem
Ausgangsort liegt. Im Oktober kann hier schon eine dünne Schneedecke liegen, so
dass entsprechendes Schuhwerk zu empfehlen ist. Die Mühe lohnt sich jedoch,
öffnet sich doch während des Aufstiegs immer wieder der Blick auf den tiefgrünen
See drunten im Tal und auf die gegenüber liegenden, sanften Hänge, und diesen
Blick kann man während einer kurzen Atempause genießen, die hin und wieder
durchaus angebracht ist.
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Der Abstieg geht dann sozusagen
in der "Diretissima" nach Techendorf hinunter. Hier muss man gut aufpassen, aber
erfahrene Bergwanderer wissen sowieso, dass der Abstieg immer schwieriger als
der Aufstieg ist. Erst kurz vor dem Ziel wird der Weg zur Serpentine, Knie und
Schienbeine werden entlastet, und man schreitet schneller aus, der verdienten
heißen Schokolade im Ort entgegen. Nach viereinhalb Stunden weiß man, was man
getan hat, und kann die kräftige Abendmahlzeit guten Gewissens genießen.
Weitere Informationen:
Weissensee Information
Techendorf 78
A-9762 Weissensee
Tel. +43(4713)22200
Fax +43(4713)222044
info@weissensee.com
www.weissensee.com
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