Für Segler und
Surfer, aber auch für Schwimmer und Fischer ist der Plansee ein
Paradies. Auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff der "Heiterwanger-
und Planseeschifffahrt" ist ein Erlebnis, das man nicht so
schnell vergisst.
Der Plansee ist ein
außergewöhnliches Gewässer. Mit mehr als 6 km Länge schmiegt er sich zwischen
die Bergrücken von Zwiesel und Spießberg und vereinigt sich ganz hinten
verstohlen mit dem Heiterwanger See. Er ist der zweitgrößte See Tirols und
gehört zu den saubersten Seen mit der Güteklasse I.
Früher bildete der
Plansee mit dem benachbarten Heiterwanger See einen gemeinsamen See, der durch
gewaltige Schüttungen geteilt wurde. Durch einen künstlichen Kanal sind die Seen
heute miteinander verbunden. Er besitzt zwei Becken mit 78 und 72 m Tiefe auf
einer Fläche von insgesamt 2,87 km². Neben dem Verbindungskanal gibt es noch
zwei weitere Zuflüsse und einen Ausrinn im Nord-Westen. Wie der Heiterwangersee
wird auch der Plansee vom Elektrizitätswerk Reutte als Speicher genutzt und im
Winterhalbjahr abgesenkt. Ähnlich wie im Heiterwangersee belegen auch im Plansee
die geringe Biomasse an Planktonalgen und die hohen Sichttiefen Nährstoffarmut
und damit einen ausgezeichneten Gewässerzustand.
 |
Garmisch
Partenkirchen, die Zugspitze und Füssen mit dem Forggensee befindet sich in
unmittelbarer Nähe des Plansee, der gemeinsam mit dem angrenzenden Heitwanger
See von seiner bayrischen Nachbarschaft geradezu umklammert wird. Die
segelsportlichen Aktivitäten sind am Plansee nicht so intensiv wie etwa am
Achensee. Zwischen Lichtbrennjoch im Süden und Zwieselberg im Norden bildet sich
auch hier an schönen Tagen eine beachtliche Thermik. Leider ist sie in Richtung
und Stärke nicht besonders konstant, dafür aber zum Segeln gut geeignet. Für
eine Wanderung rund um den landschaftlich wunderbar gelegenen See sollte man
sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen.
|