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NEUSIEDLER SEE


    Im Reich des Schilfs

 

Der Neusiedler See - die Ungarn nennen ihn Fertö tó, Sumpfsee - ist das Herzstück einer uralten, nun wieder neu zusammenwachsenden Region im Herzen des Kontinents. Rund um das größte Gewässer im Burgenland im Osten Österreichs warten Wein, Puszta und 300 Sonnentage im Jahr auf Urlauber. Der Neusiedler See ist das größte Gewässer des Burgenlandes und für Urlauber im Osten Österreichs in vieler Hinsicht attraktiv.  Der See irritiert. Steht man an seinem Westufer, ist kein Wasser zu sehen, dafür Schilf. Hat man das Wasser erreicht, verblüfft die Farbe: Nicht klar und blau ist er, sondern grau und braun. Tief ist er auch nicht gerade - im Durchschnitt nur anderthalb Meter. Wer den Neusiedler See - größtes Gewässer des Burgenlandes im Osten Österreichs - nicht kennt, hat also allen Grund, sich zu wundern.

Und doch ist der See ein Urlaubs- und Naturparadies erster Güte, weil er anders ist als der Rest von Österreich. Hier gibt es weder Alpengipfel noch Bergbauern, stattdessen ist die Gegend flach wie eine Untertasse, was ihr eine gewisse, ungarisch anmutende Exotik verleiht. Am Ostufer des Neusiedler Sees, der den Titel "Europas größter Steppensee" für sich beanspruchen darf, beginnt die Pannonische Tiefebene - die einzige Ecke Österreichs mit echter Puszta.

Wie es sich gehört, scheint hier die Sonne länger und öfter als anderswo in Mitteleuropa. Das Burgenland kommt pro Jahr auf 2000 Sonnenstunden und über 300 Sonnentage. Was nicht nur Sonnenanbeter freut, sondern auch Weinkenner, denn das heiße Klima sorgt für reiche Traubenernten. Rust, Österreichs kleinste Stadt mit gerade 1700 Einwohnern, "erkaufte" sich die Stadtrechte 1681 vom Kaiser mit dem schon damals berühmten Wein. Hervorragend ist er noch heute.

Das Ostufer des Sees empfiehlt sich auch für diejenigen, die gern Wassersport treiben oder in der Sonne liegen. Podersdorf ist der einzige Ort am See mit direktem Zugang zum Wasser. Es gibt einen "echten" Strand, viele Surfbrett- und Bootsverleiher, einen Leuchtturm und einen Bootsanleger. Das Hinterland von Podersdorf, der Seewinkel, ist ein beliebtes Ziel für Naturfreunde.

Neben Rust ist am Westufer vor allem Purbach sehenswert. Und zwar wegen seiner gigantischen Wehranlage von 1630, die den Ortskern umschließt und ihn vor Zerstörungen weitgehend bewahrt hat; im Ort stehen deshalb noch viele Häuser aus dem 17. Jahrhundert. Außerhalb der Wehrmauern ziehen sich zwei romantische Gassen die weinbestandenen Hügel hinauf.

Typisch für die Region sind auch die so genannten Streckhöfe Gehöfte auf handtuchschmalen, lang gezogenen Grundstücken. Nicht weit von Purbach entfernt, in Schützen am Gebirge, versteckt sich in einem solchen Streckhof das kleine, feine "Taubenkogel", ein Gourmettempel, der vom Restaurantführer "Gault-Millau" mit 18 Punkten bewertet wurde und demnach das beste Restaurant im Burgenland ist.

Wer den Neusiedler See besucht, sollte auch einen Abstecher ans ungarische Südufer unternehmen. Der 60 000-Einwohner-Ort Ödenburg verfügt über den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern in ganz Ungarn, landesweit stehen nur in Budapest mehr Denkmäler als hier.


Weitere Informationen

Neusiedler See Tourismus
Obere Hauptstraße 24
A-7100 Neusiedl am See
Tel. +43(0)2167/8600
Fax +43(0)2167/8600-20
info@neusiedlersee.com
www.neusiedlersee.com

 

 

 

 

 

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