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ATTERSEE
 
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ATTERSEE


    "die Karibik der Alpen für Taucher"

 

Der größte See des Salzkammerguts hat vordergründig nichts Spektakuläres zu bieten. Er hat keinen Traunstein, keine Falkenstein-, oder Drachenwand als weithin sichtbares Wahrzeichen. Er ist ein braver See, kaum geeignet als romantische Kulisse für Wildschützdramen, aber dennoch überaus beliebt. Es mag eben nicht jeder steile Felswände und für viele ist der See inmitten der sanften Hügellandschaft des Alpenvorlandes deshalb perfekt in seiner Harmonie. Im Südosten verhilft der Kalkstock des 1862 Meter hohen Höllengebirges den meisten Betrachtern zu dem Eindruck, dass der Attersee ein echter Alpensee ist.

Während der Traunsee mit Gmunden eine richtige "Hauptstadt" hat, gibt es am Attersee nur eine große Anzahl kleinerer, gleichberechtigter Siedlungen. Auf der Suche nach einer Hauptstadt trifft man unweigerlich auf Linz, für dessen Bewohner der Attersee schon seit jeher das war, was beispielsweise der Neusiedlersee für die Wiener ist - das eigenen kleine "MEER".

Der Norden des Attersee ist am dichtesten besiedelt; und da die Ufer des Attersees rundherum von einer Straße gesäumt sind, (die Berge zwingen nirgendwo zu einer Unterbrechung) lässt sich jeder Ort am See bequem erreichen. Nach dem Schörflinger Ortsteil Kammer hat der Attersee übrigens seinen zweiten Namen - Kammersee - den man besonders In älteren Publikationen häufig antrifft. Die rundumführende Uferstrasse ist 50 km lang und lädt zu einer ausgedehnten Radtour ein. Zahlreiche Freibadeplätze ermöglichen Badespass in tollem Süßwasser.

Der Attersee hat zwei Seewahrzeichen. Vor Schörfling die aus dem 14. Jahrhundert stammende "Inselburg" Schloß Kammer, die 1710 zu ihrer heutigen Gestalt erweitert wurde und das schmucke Schlösschen auf der Liliputinsel vor Litzlberg. Dieses ist durch einen Steg mit dem Festland verbunden. Der 21 Kilometer lange Attersee ist an seinem Südende durch die Seeache mit dem Mondsee verbunden , von wo er auch mit Wasser gespeist wird. Die übrigen Zuflüsse kommen hauptsächlich aus dem Höllengebirge. Das überschüssige Wasser verlässt durch die Ager bei Seewalchen den See. Durch die guten Straßenverbindungen bestand eher wenig Bedarf an der Schiffahrt, doch hat sich diese vorwiegend für Touristen (eine vergleichsweise bescheidene Flotte) entwickelt.

Wegen des glasklaren Wassers wird der Attersee zu Recht „die Karibik der Alpen für Taucher“ genannt. Die kilometerlangen Tauchzonen bieten eine derartige Fülle an Tauchplätzen, dass es schon einer Vielzahl an Tauchgängen bedarf, um diesen See wirklich zu kennen. Der Attersee bietet zu jeder Jahreszeit beste Bedingungen mit Sichtweiten bis zu 25 Meter. Das Tageslicht dringt selbst im Hochsommer bei geringeren Sichtweiten (5-10 Meter) stets bis in eine Tiefe von 30 Meter vor. Vom Hochsommer bis in den Spätherbst findet man im Uferbereich dichten Pflanzenbewuchs, wo Schwärme von Jungfischen sowie da und dort auch kapitale Hechte zu sehen sind.

Die Wurzeln des österreichischen Jachtsportes wurden hier schon in Kaiserszeiten gelegt. Aus der Zeit nach 1900 stammen auch die typischen Regattaboote, allen voran die Sonderklassen, Rennklassen, Drachen und Jollen. Schon seit Jahrzehnten ist der See unter Seglern zu einem Fixpunkt bei Regattaterminen geworden. Er ist, (neben dem salzburgerischen Wolfgangsee und dem Traunsee) die seglerische Hochburg des Salzkammergutes, da einerseits eine große Wasserfläche für Wassersportler interessanter ist , andererseits aber, - dies behaupten die Atterseer - die besten Windverhältnisse aller Salzkammergutseen nur am Attersee zu finden seien.

Das Windgeschehen ist am Attersee leicht durchschaubar und mit wenigen Ausnahmen auf drei Winde beschränkt: 1) Bei einer normalen Westwetterlage setzt sich am Attersee meist ein schöner West durch, der allerdings böig und sehr drehend sein kann (Topographie) 2) Wesentlich sicherer und für Regatten besser geeignet sind die Windverhältnisse bei Schönwetter. Es entwickelt sich dabei eine verlässliche Thermik. In Weißenbach soll bei anhaltender Schönwetterperiode bereits um 2 Uhr früh der Südwind aus den Bergen beginnen, der allerdings meist nur bis in die Höhe Nußdorf durchhält. Dieser Wind schläft am Vormittag wieder ein, worauf der Ausgleich in Form eines
3) Nordnordostwindes erfolgen soll. Es ist der vielgepriesene Rosenwind, der üblicherweise zwischen zehn und elf Uhr vormittags einsetzt. Übrigens ein idealer Segelwind, der im Sommer bis sechs oder sieben Uhr abends anhält. Zum Leidwesen der Südanrainer bläst er aber nur selten über den ganzen See, sondern schläft meist faul beim Schwendereck, vis a vis von Steinbach ein. Die einzige Ausnahme sind Gewitter im Südteil des Sees, wo Petrus einen gefürchteten Gewittersturm, verstärkt durch die Düse im Einschnitt zwischen Mondsee und Attersee, auf Steinbach loslassen kann.
Warum aber „Rosenwind“? Nun, man sagt, dass in früheren Zeiten Schloss Kammer von Rosengärten umgeben war und deren Duft vom Wind aus Nordost über den Attersee getragen wurde. Das Markenzeichen des Rosenwindes ist das dazugehörige Wetter mit herrlich blauem Himmel und Sonnenschein.

Die Ferienregion um den Attersee ist auch ein Wanderparadies. Eine Herausforderung ist der Attersee-Westwanderweg: Für die 30 Kilometer braucht man etwa sieben bis acht Stunden Gehzeit. Acht bis zehn Stunden braucht man für den Attersee-Ostwanderweg. Daneben gibt es weitere Wanderwege: zum Beispiel den Kulturwanderweg in Steinbach am Attersee. Er führt zu 14 Kulturdenkmälern und kann in Routen zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden erwandert werden. Beliebt ist auch die Kombination Wandern und Schifffahren. Neun Wanderrouten beginnen bei den Schiffsanlegestellen und werden mit einer Schiffsrundfahrt verbunden.

Am Ostufer des Attersees liegt der sonnige Ferienort Weyregg. Sehr beliebt ist eine Wanderung von Weyregg aus zur der Födinger Alm auf 893 Meter Höhe. Dieses beliebte Ausflugsziel ist in etwa einer Stunde über markierte Wanderwege zu erreichen. Sie ist bis auf November ganzjährig bei schönem Wetter bewirtschaftet. Von hier hat man einen schönen Blick auf Traunstein, Feuerkogel und Hochlecken. Die Födinger Alm wird jeweils am letzten Sonntag im August zu einer besonderen Attraktion. Denn hier treffen sich dann bis 1.500 Volksmusikanten.


Weitere Informationen:

Tourismusverband Ferienregion Attersee
Nussdorferstr. 15
A - 4864 Attersee
Telefon: (00 43) 7666-7719
Fax: (00 43) 7666-7719-19
info@attersee.at
www.attersee.at

 


 

 

 

 

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