Kräuter
blühen sehen, kreisende Adler beobachten, Vögel zwitschern
hören, die Farbspiele im sommerlichen Tux bewundern, über eine
Brücke balancieren, bei einer Rast mit Genuss die Jause
verzehren und sich von der unendlichen Fernsicht verzaubern
lassen - das ist Sommerspaß im Zillertal. Hier hat man die Qual der Wahl.
Völlig unterschiedliche Aktivitäten hat das mehr als acht Kilometer lange
Hochtal südöstlich von Innsbruck in Tirol zu bieten: Der Olperer, die höchste
Erhebung des Tuxer Hauptkammes am Ende des Tals, steigt bis auf eine Höhe von
3476 Metern an, auch die Gipfel der Gefrorenen Wandspitze und des Rifflers
erreichen mehr als 3000 Meter.
Doch während Wanderer in Kniehosen und Bergstiefeln die Hänge hinaufkraxeln,
schweben Skifahrer und Snowboarder mit der Seilbahn hinauf zum Hintertuxer
Gletscher, um ihrem Hobby zu frönen. Die Älteren unter den Einheimischen
schütteln zwar oft die Köpfe über die "spinnerten" Touristen, die selbst im
Hochsommer nicht auf die Brettln verzichten wollen, wo es dann doch im Tal mit
seinen duftenden Blumenwiesen und murmelnden Bächen so schön ist. Aber der
Gletscher gibt der Gemeinde ein sicheres Einkommen. Aus aller Welt kommen die
Skifans und häufig auch Nationalmannschaften, die im ewigen Schnee für große
Wettkämpfe im folgenden Winter trainieren.
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Der Hintertuxer
Gletscher bildet den grandiosen Talabschluss des landschaftlich
reizvollen Hochtals am Ende des Zillertals. Die 5 Tuxer Orte
Hintertux, Madseit, Juns, Lanersbach und Vorderlanersbach
erstrecken sich über 8 km, und ganzjährig fühlen sich Gäste und
Einheimische im idyllischen Tuxertal wohl. Durch seine
geschützte Lage ist das Klima in Tux bedeutend günstiger, als es
seine Höhenlage und Gletschernähe vermuten lässt und die Hänge
sind bis an den Rand des Gletschers grün - daher spricht man vom
"Grünen Gletschertal"
Der Tuxer Gletscher, ein Relikt aus der Eiszeit, befindet sich auf dem
Rückzug: Im frühen 19. Jahrhundert reichte er noch ein gutes Stück tiefer ins
Tal und bedeckte auch die heute saftig grünen Weiden der Sommerbergalm. Doch
Skifans brauchen keine Angst zu haben, der
Gletscher wird noch vielen Generationen von Wintersportlern erhalten bleiben.
Aber das ist nur die eine Seite des Zillertals, eine andere Facette heißt Ruhe
und Erholung, neue Kraft tanken, abschalten und genießen. Bereits beim
Durchfahren des Zillertals spürt man die besondere Ausstrahlung dieser Region
und spätestens bei der Auswahl des Urlaubsortes wird man feststellen, welche
verschiedenen Möglichkeiten das Zillertal bietet. Für welchen Ort man sich im
Zillertal auch entscheidet, in der herrlichen Bergwelt der Zillertaler Alpen
wird jeder sein persönliches Urlaubsglück finden.
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Ob Paragliding, Klettern im Eis, Trekking oder schlichtes Wandern:
Bergfreunde können im Zillertal unter ganz verschiedenen Sportarten wählen. Die
mit Abstand schönste und erholsamste Betätigung ist eine Hüttenwanderung. Dazu
gehört eine solide Ausrüstung: Hohe Stiefel und Sonnenschutzcreme mit
Lichtschutzfaktor 20 sind unerlässlich, die Mitnahme von zwei Bergstöcken ist
erwünscht. Auch Gletscherbrille und Hut sollten nicht vergessen werden, denn die
Sonnenbestrahlung ist im Hochgebirge auch bei bedecktem Himmel intensiv.
Ein schönes Ziel für so eine Tour ist das Spannagelhaus unterhalb des
Gletschers in 2531 Metern Höhe. Vor dem Start bietet sich die Gelegenheit, die
größte Naturhöhle der gesamten Zentralalpen zu besichtigen. Direkt unter dem
Spannagelhaus beginnt der Einstieg in ein unterirdische Abenteuer: Der
Alpenhauptkamm besteht hauptsächlich aus Urgestein. Als eine geologische
Besonderheit zieht sich jedoch ein Marmorzug (Kristalliner Kalk) von Hintertux
nach Süden zum Spannagelhaus. Die Höhle ist Ganzjährig geöffnet und
täglich finden Führungen von 10.00 bis 15.00 Uhr statt.
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Die erste Etappe in den Urwald oberhalb der
Höllensteinhütte kann dabei ohne große Mühe zurückgelegt werden: Unberührte
Natur, wohin man blickt. Hier vermodern vom Blitz gefällte Bäume, die den
Waldboden mit Humus versorgen, und eine nahezu einzigartige Flora gedeiht an den
steinigen Hängen: Habichtskraut, Thymian, Bergschnittlauch und sogar Edelweiß. Der Weg führt weiter über Wiesen und Geröll und an Wasserfällen vorbei bis
zum Gletscherbus, einer Seilbahn, in der die Fahrgäste wie auf Wolken schweben.
Die Welt des Gletschers ist im Sommer ein wahrer Mikrokosmos: Die einen wedeln
in bunten Schneeanzügen, während andere in Badehose und Bikini vor dem
Tuxer-Ferner-Haus sitzen, sich von der Sonne bescheinen lassen und ihre Jause
genießen.
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Der Abstieg zum Spannagelhaus ist etwas beschwerlich: Der Pfad führt steil
hinab über Stock und Stein und durch Schneefelder. Doch endlich ist die Hütte
mit 20 Betten und 30 Matratzenlagern erreicht. Die Unterkünfte sind einfach,
aber sauber, und die Gaststube mit der Holztäfelung ist richtig urig. Hier
werden Wanderer mit deftigen Tiroler Gerichten verwöhnt.
Abends sitzen die Wanderer vor der Hütte an rohen Holztischen bei einem Bier
und genießen die Stille der Berge. Ab und zu trägt der Wind das leise Geläut von
Kuhglocken von einer der tiefer gelegenen Almen herauf. Und wenn schließlich die
Sonne die gegenüber liegenden Bergspitzen in purpurnes Rot taucht, meint wohl
jeder, noch nie ein so faszinierendes Naturschauspiel gesehen zu
haben.
Am folgenden Morgen klingelt der Wecker schon sehr früh - es ist noch
schummerig, als die Wanderer sich vor dem Aufbruch zu Kaffee, körnigem Brot und
in Speck gebratenen Eiern niederlassen. Wer zeitig in die Berge geht, trifft
gelegentlich auf ein Rudel äsender Gemsen. Da heißt es mucksmäuschenstill sein,
um die scheuen Tiere nicht zu vertreiben. Bald vergolden die ersten
Sonnenstrahlen den Horizont, während die Wanderer bereits ihre Rucksäcke für den
Abstieg schnüren. Und über Tux im Tal erwacht wieder ein herrlicher Tag.
Weitere Informationen
Tourismusverband Tux
Lanersbach 472
A-6293 Tux
Tel.: 0043/5287/85 06
Fax: 0043/5287/85 08
www.tux.at
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