Um den Untersberg
ranken sich zahlreiche Sagen von Kobolden, Zwergen und
unermesslichen Reichtümern.
Der
Untersberg erhebt sich eindrucksvoll direkt aus der Ebene
zwischen Salzach- und Saalachtal. Von dort aus ist die Seite mit
dem Salzburger Hochthron zu sehen, zu dem heute eine Seilbahn
hinaufführt. Der höchste Gipfel ist der Berchtesgadener
Hochthron mit 1972 m Seehöhe. Der Untersberg hat den Charakter
eines Plateaubergs mit senkrechten Wandabfällen gegen Südosten
und einer geneigten, stark verkarsteten und deshalb nur schwer
zugänglichen Hochfläche im Nordwesten.
Seine
majestätische Gestalt hat die Menschen immer schon zu Sagen,
Märchen und Schaudergeschichten angeregt. Rundherum von heute
trockengelegten Mooren umgeben, mit seinen jäh ansteigenden
Felsen, seinen dunklen Wäldern und seinem Inneren, das von
gigantischen Höhlensystemen durchzogen ist. Noch heute sind
nicht alle Höhlen und Gänge erforscht.
Der Untersberg
besteht aus Kalkstein und die vorhandenen Marmorvorkommen werden
schon seit Jahrhunderten genutzt. Durch die Auswaschung des
Kalksteins sind im Untersberg mehr als 400 Höhlen entstanden,
von denen die Schellenberger Eishöhle die bekannteste ist.
Außerdem gibt es ein kleines Bauxitvorkommen am
Thomas-Eder-Steig , gut zu erkennen an der rötlichen
Färbung.
Der Sage nach
hüten Kobolde und Zwerge im Inneren des Untersbergs
unvorstellbare Schätze. Außerdem steht in Märchenbüchern
geschrieben, dass die Wälder des Berges Riesen und mystische
Frauen von überirdischer Schönheit beherbergen. Ein weiteres
Sagenwesen hat sich den Untersberg als Heimstätte auserwählt:
Die „Wilde Jagd“ ein Geisterzug, der bei seinem Auftreten Stürme
und Winde verursacht.
Die bekannteste
aller Sagen ist aber jene von Kaiser Karl dem Großen. Er – so
geht die Mär – schlafe im Inneren des Untersberges. Solange die
Raben noch über dem Gipfel kreisen, ist nichts zu befürchten.
Doch wenn sie eines Tages verschwunden wären, sei das ein
Zeichen dass der Kaiser erwacht ist. In einer anderen Version
der Sage handelt es sich um Friedrich Barbarossa , der in dem
Berg bis zu seiner Auferstehung schläft. Sein Bart wächst um
einen runden Tisch. Bis jetzt reicht er zweimal herum. doch wenn
er die dritte Runde beendet hat, beginnt das Ende der Welt. Und
es heißt, nach ihm solle kein guter Kaiser mehr kommen.
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Den Gipfel des 1850m
hohen Untersberges erreicht man bequem mit der Seilbahn vom
Ortsteil St.Leonhard aus, oben erlebt man einen unbeschreiblich
schönen Panoramablick auf das Salzburger Becken, auf das
Berchtegadener Land und bei sehr guter Sicht sehen Sie auf der
einen Seite die Seen des Alpenvorlandes und auf der bayrischen
Seite den Königssee.
Der Untersberg kann natürlich auch zu Fuß über verschiedene
Routen (Dopplersteig, Reitsteig, Weg über die Eishöhle)
erklommen werden. Besonders schön sind auch die Wanderungen am
Untersbergplateau. Für weniger geübte Wanderer bieten die
Wanderwege am Fuße des Berges Entspannung und Erholung.
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