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NOCKBERGE


    Die älteste Bergregion Österreichs

 

Die Nockberge bilden den westlichen Teil der Gurktaler Alpen und liegen zwischen dem Liesertal und der Turracher Höhe. Die sanften Kuppen aus kristallinem Gestein, die „Nocken“ gaben der ältesten Bergregion Österreichs ihren Namen, der aus der Bezeichnung „Nokhn" (=Nocke) abgeleitet ist. In der Kärntner Mundart bezeichnet man damit nicht nur größere ovale Knödel, sondern auch breite Rücken und sanfte, kuppenförmige Gipfel.

Die Landschaft ist von einer außerordentlichen Vielfältigkeit, und reicht von seit Generationen behutsam bewirtschafteten und genutzten Bergwäldern und Almwiesen bis hin zu völlig ursprünglichen und urwüchsigen Landschaftstypen. Die mit Naturjuwelen der Tier- und Pflanzenwelt gespickte alpine Natur- und Kulturlandschaft der Nockberge ist einzigartig.

Die Nockberge bilden mit ihren sanften Kuppen eine einzigartige und unverwechselbare Mittelgebirgslandschaft, die nicht nur eine Besonderheit Kärntens sondern des gesamten Bundesgebietes darstellt. Die Nockberge mit ihrer unverwechselbaren geologischen Ausprägung und ihrer mannigfaltigen Flora und Fauna wurden im Jahre 1987 von der Kärntner Landesregierung zum Nationalpark erklärt.

Das gesamte, mehr als 200 Quadratkilometer große Nationalparkareal sollte in den siebziger Jahren in einen einzigen Skizirkus verwandelt werden, mit einem Hoteldorf mitten in der Kernzone des heutigen Parks. Heftige Proteste aus der Bevölkerung veranlassten die Kärntner Landesregierung zu einer Volksbefragung. Sensationelle 94,6 Prozent der Wähler stimmten gegen die touristische Totalvermarktung und für die Gründung des Nationalparks – eine demokratische Botschaft von seltener Deutlichkeit.

In den Bergseen tummeln sich Regenbogenforellen, Elritzen und Seesaiblinge. Manchmal zeigen sich auch fast ausgerottete Tiere wie der Luchs und seltene Vögel wie der Mornellregenpfeifer, der oberhalb der Baumgrenze brütet, das Steinhuhn und der Steinadler, der König der Lüfte. 

Neben den naturräumlichen Besonderheiten zeichnen sich die Nockberge durch die harmonische Wechselwirkung mit den Bereichen der alpinen Kulturlandschaft aus. Die ausgedehnten Almen wurden von den ansässigen Bauern mit großem Arbeitseinsatz über Jahrhunderte gepflegt und erhalten. Mit den beweideten Almmatten und ihren vereinzelten Sennhütten bilden sie ein friedvolles Bild von besonderer landschaftlicher Schönheit. Die Almwirtschaft stellt auch einen Teil der Existenzgrundlage der in dieser Region ansässigen Bevölkerung dar.

Die stillen Sensationen des Nationalparks Nockberge lassen sich wunderbar erwandern. Zahlreiche Routen führen von den umgebenden, hochgelegenen Bergdörfern St. Oswald, Kaning, Innernöring, Innerkrems, Turrach in die Kernzone des Nationalparks. Viele Ausgangspunkte für Wanderungen unterschiedlichster Längen und Schwierigkeitsgrade bietet auch die 34 Kilometer lange Nockalmstraße, die den Wanderer auf die Schiestlscharte und die Eisentalhöhe auf jeweils über 2000 Meter Seehöhe bringt.

Die Nockalmstraße ist in erster Linie eine bemautete Touristenstraße, die von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet ist und pro Jahr etwa 150 000 Besucher in den Nationalpark bringt. Zahlreiche Informationseinrichtungen, die den Benützern der Straße kostenlos zur Verfügung stehen, erschließen diesen den Gästen. So informieren im Nockalmhof Schautafeln über die Geschichte des Eisenerzabbaus.

Beim Gasthof Pfandl bietet eine Naturschau Einblicke in die Lebensweise der Murmeltiere und zeigt die Fährten, der im Nationalpark lebenden Tiere. Auf der Zechner Alm gibt es ein Museum, das die traditionelle Arbeitsweise der Almbauern zeigt. Gleichzeitig kann man auf einem Bauernmarkt heimische Produkte erwerben. Von der Eisentalhöhe genießt man einen prachtvoller Rundblick über den Nationalpark. Bei der kehrenreichen Fahrt hinunter nach Karlbad durchquert man weite Almböden und hat einen prächtigen Blick auf den Großen Königstuhl im Dreiländereck Kärnten, Steiermark, Salzburg.

Bei der Sacklhütte in rund 1500 Meereshöhe ist der tiefste Punkt der Straße zwischen den beiden Scheitelhöhen. Die Grund Alm beherbergt das Bergwaldmuseum, in dem die Bedeutung der ökologischen Forstwirtschaft gezeigt wird. In unmittelbarer Nähe gibt es einen interessanten Wald- und Wasserlehrweg. In der Glockenhütte auf der Schiestl Scharte (neben der Eisentalhöhe der zweite Scheitelpunkt der Nockalmstraße) hat die Nationalparkverwaltung eine naturkundliche Ausstellung mit einer sehenswerten Tondiaschau eingerichtet. Nun bergab zum  Windebensee. Um ihn führt der mit zahlreichen Schautafeln ausgestattete Naturlehrepfad „Alpine Lebensgemeinschaften".

Beliebte und auch für ungeübte Wanderer leicht zu erreichende Wanderziele sind der Königstuhl und der Klomnock, die, von der Nockalmstraße ausgehend, auf gut markierten Wanderwegen in weniger als zwei Stunden zu erreichen sind. So zahlreich die Wandermöglichkeiten, so gemütlich sind die Hütten und Einkehrstätten in den Nockbergen. Die Hüttenwirtinnen und -wirte sind um das leibliche Wohl ihrer Gäste bemüht und bereiten vielerlei kulinarische Genüsse nach traditionellen Rezepten.

Im Zentrum des Nationalparks liegt Bad Kleinkirchheim mit seinen berühmten Thermen Thermal Römerbad und St. Kathrein. Das Heilbad, welches die Tradition der alten Bauernbäder widerspiegelt, hieß früher „Bad im kleinen Kar". Das leicht radioaktive, schwefel- und eisenhältige Wasser der Karlquelle wird in Lärchentröge geleitet und mit Hilfe glühender Steine (Quarzkonglomerat mit toniger Bindung) auf 40 Grad erhitzt. Um den Dampf nicht entweichen zu lassen, werden die Tröge beim Baden mit Brettern abgedeckt, so dass nur der Kopf des Kurgastes herausschaut.

Sehenswert sind auch: die Heidi Alm am Falkert, der Zwergenpark im Gurktal, das Wildgehege in Feld am See, Nocki´s Kinderprogramm in Bad Kleinkirchheim, Kunstausstellungen auf Schloss Albeck und das Mineralienmuseum auf der Turrach! Und nicht zu vergessen, die Veranstaltungshighlights "Wenn die Musi spielt" - das große Volksmusik Open-Air in
St. Oswald, die Karl-May Festspiele in Weitensfeld und zahlreiche internationale Sportveranstaltungen.


Weitere Informationen:

Nationalpark Nockberge
A-9565 Ebene Reichenau 22
Tel.: +43(0)4275 665
Fax: +43(0)4275 7089

nationalpark.no@net4you.co.at
www.nationalparknockberge.at
 


 

 

 

 

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