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GESÄUSE


    Eine Sinfonie aus Fels und Wasser

 

Das Gesäuse im Norden der Steiermark an der Grenze zu Oberösterreich gelegen, ist der letzte große Aufschwung der Ostalpen. Ennstaler Alpen nennt man die Region, die aus vier markanten Gebirgsstöcken besteht und das größte geschlossene Naturschutzgebiet der Steiermark darstellt.

Das Gesäuse erhielt seinen Namen vom Ennsfluß, der durch eine 16 km lange Felsschlucht fließt und dabei ein akustisches Sausen, ein "Gesäuse" erzeugt, das umgangssprachlich "Gseis" genannt wird. Der außerordentliche Naturraum mit bizarren Steinmonumenten (Gesäuse - eine Sinfonie aus Fels und Wasser) verkörperte jahrzehntelang ein Bild der Sommerfrische und war ebenso lange einer der führenden Wintersportorte. Anders als in anderen Alpinregionen, wurde im Gesäuse auf einen hemmungslosen Ausbau verzichtet und Massentourismus nie angestrebt. Wohl auch deshalb ist das Gesäuse noch heute ein Ort für Individualisten, Bergsteiger, Familien und Erholungssuchende geblieben.

Die Ennstaler Alpen werden als Gesäuseberge bezeichnet - sie gehören ebenfalls zum Nationalpark. Charakteristisch für das Gesäuse sind die steil aufragenden Berge mit ihren markanten Felsen sowie die schluchtartige Talstrecke der Enns zwischen Gesäuseeingang und Hieflau. Die schroffen Berge, welche die Gesäuseschlucht umgeben, schließen eine wirtschaftliche Nutzung vielfach aus, so dass naturnahe Buchen-, Tannen-, Fichten- und Rotföhrenwälder bis heute erhalten sind. Über 2.000 Meter hoch sind die Gipfel aus Dolomit und Kalkstein. Das Hochtor ist mit 2.370 m die höchste Erhebung. Als Besonderheit weist das Nationalparkgebiet 148 Höhlen auf.

Mit dem Gesäuse werden die Begriffe Natur und Kultur verbunden, wobei das Benediktinerstift Admont der Hauptanziehungspunkt der Region ist. "Ora et labora - bete und arbeite" gilt als Motto der Benediktiner. Die Regeln für den Benediktiner Orden wurden im 6. Jahrhundert vom heiligen Benedikt von Nursia verfasst.

1074 wurde das Stift Admont von Erzbischof Gebhard von Salzburg gegründet. Admont entwickelte sich im Mittelalter, dank seiner bedeutenden Schreibschule, zu einem spirituellen und kulturellen Zentrum. Im Jahr 1120 wurde dem Stift ein Frauenkloster angeschlossen. Die Nonnen des Benediktiner Ordens erwarben sich einen bedeutenden Ruf durch ihre hohe Bildung und literarische Tätigkeit. Das Kloster musste in der Reformationszeit wieder geschlossen werden.

1644 entstand im Stift ein Gymnasium und 1735 begannen die Mönche, die teilweise hervorragende Architekten waren, mit dem Umbau der klösterlichen Gebäude. Die neugotische Stiftskirche wurde nach einem verheerenden Brand im Jahr 1865 erbaut. In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts, während der Wirtschaftkrise, überlebte das Stift Admont durch den Verkauf seiner wertvollen Kunstschätze. Einen nächsten Tiefschlag erlebte das Monasterium, als es durch das nationalsozialistische Regime 1939 enteignet wurde. Die Mönche verließen die Abtei und kehrten erst 1945 wieder zurück.

Besonders erwähnenswert ist die Klosterbibliothek. Der 1776 vollendete Bibliothekssaal ist mit Deckengemälden von Bartolomeo Altomonte und zahlreichen Skulpturen von Josef Thaddäus Stammel, die die „Vier letzten Dinge“ – Tod, Gericht, Himmel und Hölle – darstellen, ausgestattet. Der Buchbestand zählt etwa 200 000 Bände. Besonders kostbar sind die 530 Inkunabeln und die über 1400 Handschriften Im Kunsthistorischen Museum und im Museum für Gegenwartskunst werden weitere sehr interessante Objekte ausgestellt. Heute ist das Stift Admont eine geistliche, kulturelle und wirtschaftliche Drehscheibe der Region und hat überregionale Bedeutung.

 

Die Orte im Gesäuse

Ardning

Das Pürgschachener Hochmoor, die Wallfahrtskirche Frauenberg mit einmaliger Aussicht, ein Naturfreibad, das Wanderziel Ardningalm und noch mehr gute Gründe wären aufzuzählen, einen Familienurlaub in unberührter Natur im Erholungsdorf Ardning zu verbringen. Im Winter bietet Ardning herrliche Skitouren auf der Ardningeralm sowie 14 km bestens präparierte Langlaufloipen. Den Eisschützen stehen zahlreiche Bahnen und den Freunden des Eislaufsportes ein Eislaufplatz zur Verfügung.

Admont

Admont, das "Tor zum Gesäuse", liegt inmitten des Talbeckens der Ennstaler Alpen und ist die größte Ortschaft der fünf Gesäusegemeinden. Hauptattraktion ist das 1074 gegründete Benediktinerstift. Naturfreibad, Hallenbad, Minigolf, Reit-, Rad- und Wanderwege, Langlaufloipen und das Familienskigebiet Kaiserau zählen zu den besonderen Admonter Angeboten.

Hall

Das idyllische Erholungsdorf liegt am Fuße der Haller Mauern mit Blick auf die Gesäuseberge. Mit Gütesiegel geadelt, ist das Haller Loipennetz auch Austragungsort zahlreicher nationaler und internationaler Langlaufveranstaltungen. Hall ist zu jeder Jahreszeit Ausgangspunkt für Wanderungen und Schitouren in die Haller Mauern. Sehenswert ist unter anderem der Haller Salzlehrpfad mit seiner Gradieranlage. 

Hieflau 

Durch den Nationalpark Gesäuse erhält der angestrebte sanfte Tourismus zusätzliche Impulse. Neben dem Naturerlebnis und dem vielseitigen sportlichen Angebot gibt es in Hieflau auch einige sehenswerte kulturelle Kleinode zu entdecken. Hieflau ist Ausgangspunkt für Berg- und Klettertouren aller Schwierigkeitsgrade. Natur pur können Sie auch beim Erwandern der in der näheren Umgebung gelegenen Schutzhütten erleben und genießen. Direkt an der Enns gelegen stellt die Gemeinde Hieflau gleichzeitig den "Gesäuse-Ausgang" im Osten des Nationalparks dar. Der malerische Ort zwischen Gesäuse, Hochschwab und Eisenerzer Alpen verfügt über ein schönes Freibad und beherbergt unter anderem auch das interessante Köhlerzentrum.

Weng

Sonnig und ruhig liegt der familienfreundliche Ort am Fuße der Gesäuseberge und erstreckt sich im Osten über den "Gesäuse-Eingang" bis zur Ortschaft Gstatterboden. Der "Grabnerstein" im Norden von Weng gilt als schönster Blumenberg der Steiermark. Eine Besichtigung ist auch die Sebastianikapelle, erbaut um 1500, mit ihren spätgotischen Wandmalereien, wert.

Johnsbach

Das Johnsbachtal, Inbegriff hochalpiner Romantik, bietet seinen Gästen die gewünschte Erholung bzw. sportliche Betätigung. Zahlreiche bewirtschaftete Almen und Schutzhütten, MTB-Routen, die Naturkneippanlage, der Bibelweg, der Sagenweg, der Alpinpark Gesäuse, Odelsteinhöhle und der bekannte Bergsteigerfriedhof sind lohnenswerte Ziele in Johnsbach. 


Das Gebiet der Ennstaler Alpen befindet sich im Norden des Bundeslandes Steiermark an der Grenze zu Oberösterreich. Die günstigste Anreise ins Gesäuse erfolgt über die A9 Pyhrnautobahn, Ausfahrt Ardning, Admont-Gesäuse. Von NW kommend über Amstetten, Weyer und Altenmarkt; von Süden über Trieben und die Kaiserau oder Eisenerz und Hieflau. Bahnreisende erreichen die Region über den Knoten Selzthal, bzw. über Hieflau.


Weitere Informationen:

Nationalpark Gesäuse GmbH
Weng 2
A-8913 Weng im Gesäuse
Tel. +43 (3613) 21000
Fax +43 (3613) 21000-18
info@nationalpark.co.at
www.nationalpark.co.at

 


 

 

 

 

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