Wild brausend
stürzen die Krimmler Wasserfälle in drei Felsstufen des
bewaldeten Salzachtalkessels in die Tiefe - ein grandioser
Anblick. In der Mittagszeit, wenn der Wasserstaub in allen
Regenbogenfarben schimmert, sind sie besonders schön.
Man sollte ihn
gefühlt haben, den höchsten Wasserfall Europas mit einer
Gesamtfallhöhe von über 300 m. Er ist der fünfhöchste Wasserfall
der Erde und übersteigt die Viktoria- oder Niagarafälle in der
Höhe, natürlich nicht in der Gewalt der Wassermassen. Ein vom
Alpenverein geschaffener Weg führt an die Fallstufen heran und
gibt einzigartige Einblicke in die Wasserwelt frei.
Die Geschichte
der Erschließung der Krimmler Wasserfälle beginnt mit dem Namen
Ignatz von Kürsinger (bekannt geworden durch die Erstbesteigung
des Grossvenedigers): Er ließ im Jahre 1835 einen Pfad mit
Stufen auf der linken Seite der Krimmler Ache schaffen, der bis
zum Unteren Fall heranführte. 1879 wurde dann der erste
Besichtigungsweg angelegt. Der heutige Weg stammt aus dem Jahre
1901 und wurde vom Österreichischen Alpenverein erbaut.
Bereits 1958
wurde das Krimmler Achental zum Landschaftsschutzgebiet erklärt,
seit 1983 gehört es zum Nationalpark Hohe Tauern und unterliegt
dem Schutz des Nationalparkgesetzes. Die Vegetation der Krimmler
Wasserfälle zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt auf
kleinstem Raum aus. Im Sprühnebel der Fälle finden sich
besonders feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie z.B. Farne,
Flechten und vor allem Moose.
Auch aus
ornithologischer Sicht ist das Gebiet um die Krimmler
Wasserfälle interessant: 62 Vogelarten, von denen 9 auf der
roten Liste stehen, leben in der Umgebung. Wissenswertes über
Entstehung, Geologie und Vegetation der Krimmler Wasserfälle und
des Krimmler Achentales vermittelt der Lehrweg entlang des
Wasserfallweges.
Die Krimmler
Wasserfälle haben ihren Ursprung in den Gletschern des etwa 20
km langen Krimmler Achentals unterhalb der Dreiherrnspitze an
der österreichisch-italienischen Grenze. Nach ihrem beinahe
gemächlichem Lauf durch flache Almböden stürzt sich die Krimmler
Ache aus 1470 m Höhe hinab ins oberer Krimmler Becken. Zwischen
30.000 und 40.000 Liter Wasser ergießen sich pro Sekunde, 380 m
tief, in drei Fallstufen.
Die erste Stufe
der Krimmler Wasserfälle mit dem Oberen Fall hat eine Fallhöhe
von 140 m. Es folgt ein kurzes, flaches Teilstück, das
sogenannte Schönangerl, von dem aus der mittlere Achenfall über
die zweite, 100 m hohe, Stufe abstürzt. Die dritte Stufe der
Krimmler Wasserfälle mit dem Unteren Achenfall ist mehr als 140
m hoch. Der Sprühnebel im Bereich der Krimmler Wasserfälle
bewirkt geringe Temperaturunterschiede im Jahresverlauf.
Familien begehen
die Krimmler Wasserfälle bequem über den 4 km langen Aussichts-
und Lehrpfad. Am Wasserfallboden wurde das
Nationalpark-Informationszentrum und ein Infoplatz mit
zahlreichen Schautafeln errichtet. Vor oder nach der Tour hat
man die Möglichkeit sich in der Wasser-Wunder-Welt-Krimml über
das einzigartige Naturspektakel sowie über viel Interessantes
zum Thema Wasser zu informieren.
Von April bis
Oktober ist der gebührenpflichtige Wasserfallweg durchgehend
geöffnet, in den Wintermonaten ist er auf eigene Gefahr
begehbar.
Weitere Informationen:
TVB Krimml
Tel. ++43/6564/7239-0
info@krimml.at
www.krimml.at
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