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STIFT SCHLIERBACH


    Klösterliches Genusszentrum

 

Einst stand anstelle des Klosters eine urkundlich erstmals 1137 erwähnte bescheidene Burg. Eberhard von Wallsee stiftete im Jahr 1355 diese Burg für ein Kloster und berief aus seiner schwäbischen Heimat Zisterzienserinnen nach Schlierbach.

Nach zweihundert Jahren brachte die Reformationszeit das vorläufige Ende für das Kloster, die Gebäude verfielen, und die Schulen wurden immer mehr. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts übernahm das Stift Kremsmünster die Verwaltung des Klosters, und diesmal zogen Zisterzienser aus der Steiermark ein. Man begann mit dem Neubau des Stiftes, der seine Krönung Anfang des 18. Jahrhunderts fand. Die Josephinische Zeit und die Napoleonischen Kriege führten auch in Schlierbach zu einem wirtschaftlichen Niedergang, von dem sich das Stift erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wieder erholte.

Heute aber ist das Stift Schlierbach nicht nur wegen seiner großartigen barocken Ausstattung, sondern auch in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht von Bedeutung. Weithin bekannt ist der in der Klosterkäserei erzeugte „Schlierbacher“, der nicht nur im Stiftskeller besonders gut mundet. Neben kulinarischen sind aber auch handwerklichen Spezialitäten des Stiftes zu erwähnen – unter anderem zählt die Glasmalerei zu den führenden Österreichs. Eine repräsentative Galerie dieser traditionellen Handwerkskunst kann in der Werkstätte für Glasmalerei bewundert werden.

Besonders beeindruckend ist der Bernhardisaal, der prunkvollste Raum des Stiftes und die von Prunner erbaute Bibliothek. Die Stiftskirche zählt zu den Hauptschöpfungen des österreichischen Barock. Beeindruckend sind auch die reich verzierte Kanzel, der mächtige säulenreiche Hochaltar und die herrlichen Fresken von Carlone.

In der Gestaltung des Kaisersaals kommt die Freude über die Türkenbesiegung zum Ausdruck. Man hatte wieder Zeit, sich Kunst und Muße hinzugeben. Schlierbachs Klosterkirche und ihre Pracht sind sondergleichen: Nirgendwo nördlich der Alpen lässt sich Prunk dieser Art nochmals finden. Der Eindruck geballter Stuckierung wird verstärkt durch die Verkleidung der Pilaster mit reichem Goldrankenwerk.

Eine Rarität besonderen Ranges ist der Schlierbacher Kreuzgang. In Stuckrahmen gefasst finden sich Darstellungen bedeutender Marien-Gnadenbilder in- und ausländischer Wallfahrtsorte. Eine Nische im nördlichen Kreuzgang beherbergt eine gotische Madonna aus der Zeit um 1320: Die Schlierbacher Madonna.

Das Stift Schlierbach mit der angeschlossenen Schaukäserei bietet das ganze Jahr über offizielle Führungen an und führt dabei gern durch das barocke Kloster, die Käserei und die Galerie der Glasmalerei. Im Genusszentrum wird die ganze Familie zur schmackhaften Käseverkostung eingeladen. Hier besteht auch die Möglichkeit zum Einkauf. Von der Terrasse gibt es eine wundervolle Aussicht über das Kremstal.

1994 /95 wurde mit dem Zubau der neuen Reifekeller auch die erste Schaukäserei Österreichs errichtet. Über 20.000 Besucher nutzen seither jährlich die Möglichkeit, die Herstellung der Schlierbacher Käsesorten hinter großen Glasfenstern zu beobachten, ohne die Hygiene in der Käserei zu beeinträchtigen. Besonders interessant sind natürlich die Produktionsräume und -prozesse.

Wenn die Milch von den Bauern der Region geliefert und im Labor einer Qualitätskontrolle unterzogen wurde, beginnt der eigentliche Produktionsprozess: Erst wird mit der Dicklegung der Milch begonnen, dabei entstehen Käsemasse und Molke. Nach der Abtropfphase kommt der Käse je nach Sorte für eine bestimmte Zeit ins Salzbad, bis der Käse anschließend in die Reifungsräume gebracht wird. In der Klosterkäserei im Stift Schlierbach werden 12 verschiedene Käsesorten hergestellt.

Die Käseverkostung ist im Eintrittspreis enthalten! Die Führung durch die Schaukäserei dauert ca. eine Stunde.


Weitere Informationen:

Stift Schlierbach
A-4553 Schlierbach 1
Tel. +43 (0) 7582 / 83013 - 127
Fax. +43 (0) 7582 / 83013 - 176
office@stift-schlierbach.at
www.stift-schlierbach.at

 

 

 

 

 

 

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