Das Benediktinerstift Melk,
auf hohem Fels über der Donau thronend,
ist ein Wahrzeichen Österreichs und
ein Juwel abendländischer Kultur. Tagaus, tagein pilgern
Schaulustige aus aller Welt in Scharen zum Stift, um das barocke
Kunstwerk zu bestaunen. Es gilt als eines der bedeutendsten
Barockbauten Österreichs.
Das Benediktinerstift gilt als Inbegriff
klösterlicher Prachtentfaltung und europaweit als ein Höhepunkt barocker
Architektur. Im Inneren dieser goldgelben Gottesburg, deren Südfassade gewaltige
362 m misst, wartet eine schier endlose Reihe erlesenst dekorierter Säle und
Kaiserzimmer, außerdem ein kostbar bestücktes Stiftsmuseum, eine 100.000 bändige
Bibliothek sowie, als fulminantes Finale, die Stiftskirche mit ihrem
theatralischen Hochaltar. Seit mehr als
1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes.
1089 errichteten die Babenberger,
Markgrafen von Österreich, eine Burg. Die zugehörige Kirche wurde zur Grabstätte
der Babenberger. Markgraf Leopold II. gründete an der Stelle der Burg das
Benediktinerkloster. Er und sein Nachfolger Leopold III., der Heilige, sorgten
durch Schenkungen für die notwendige materielle Grundlage des Klosters. Bis
heute leben und wirken im Stift Melk in
ununterbrochener Tradition Mönche nach der Regel des hl. Benedikt.
1701 beschloss Abt Berthold
Dietmayr die baufällige Kirche im neuen Stil des Barock umzugestalten,
entschloss sich jedoch bald zu einem völligen Neubau. In dem St. Pöltner
Baumeister Jakob Prandtauer fand er einen kongenialen Architekten. Prandtauer
verstand es meisterlich, die Vorstellungen seines Bauherrn zu verwirklichen.
Die Stiftskirche wurde von Künstlern wie Jakob Prandtauer, Johann Michael
Rottmayr, Paul Troger, Antonio Beduzzi und vielen anderen als Gesamtkunstwerk
zur Verherrlichung Gottes geschaffen, das als Musterbeispiel des Barock gilt.
Ganz nach dem Motto der Benediktiner: „Ut In Omnibus Glorificetur Deus - Damit
in allem Gott verherrlicht werde". Schon seit dem 12. Jahrhundert ist eine
Schule mit dem Kloster verbunden und in der Bibliothek wurden wertvolle
Handschriften angefertigt und gesammelt.
Die sehenswerte Bibliothek mit einem Deckenfresko von
Paul Troger war seit dem Mittelalter ein geistliches und kulturelles Zentrum und
inspirierte Umberto Eco zur Figur des Azon von Melk in seinem Roman "Der Name
der Rose".
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Schon die Römer erkannten den
Felsen über der Donau, auf dem heute das Benediktinerstift Melk thront, als
"Pforte zur Wachau". Die fantastische Aussicht von der Klosterterrasse reicht
bis ins Voralpenland. Kaiserin Maria Theresia hatte anlässlich ihres
ersten Besuches im Stift 1743 den Ausspruch getan: "Es reuete mich, so ich nit
hier gweßn wer." Die Bedeutung des großartigen Kulturensembles Stift Melk wurde im Jahr 2000
durch die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gewürdigt.
Weitere Informationen:
Benediktinerstift
Melk
Abt-Berthold-Dietmayr Straße 1
A-3390 Melk
Tel. 02752-555-225
Fax 02752-555-226
kultur.tourismus@stiftmelk.at
www.stiftmelk.at
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