Schloss Esterházy in Eisenstadt ist
Wahrzeichen und bedeutendstes Kulturdenkmal des Burgenlandes.
Zur Zeit des Königreiches Ungarn stand es im Mittelpunkt des
höfischen Lebens. Es war die Hauptwirkungsstätte des Komponisten
Joseph Haydn, dem ersten Vertreter der Wiener Klassik. Diese
musikgeschichtliche Bedeutung verleiht ihm auch heute noch eine
besondere Atmosphäre, die vor allem im Haydnsaal, einem der
schönsten und akustisch besten Konzertsäle der Welt, deutlich
wird.
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Nachdem 1649 die ehemalige Burg in das
Eigentum der Familie Esterházy kam, betraute der spätere Fürst
Paul I. den aus Italien stammenden Baumeister Carlo Martino
Carlone mit der Planung und dem Ausbau seiner nunmehrigen
Hauptresidenz zu einem barocken Schloss. In dieser umfassenden
Umbauphase, die fast einem Neubau gleich kam, wurden zwischen
1663 und 1672 der große Saal im Nordtrakt, heute als Haydnsaal
bekannt, und die Schlosskapelle im Westtrakt errichtet.
Über mehr als 120 Jahre wurden am Schloss selbst keine
maßgeblichen baulichen Veränderungen vorgenommen. Die zweite
große Bauperiode erfuhr es in der Regierungszeit Nikolaus II.
Fürst Esterházy (1794-1833). Dieser betraute den französischen
Architekten Charles Moreau mit der Planung der großzügigen
Erweiterung des Schlosses. Aus dieser Bauphase stammen die
Veränderungen im neoklassizistischen Stil, in der dem Haydnsaal
ein Gartensaal, der heutige Leopoldinensaal, vorgelagert und der
Säulenportikus mit den beidseitigen imposanten Auffahrten
errichtet wurde.
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Der ehemalige barocke Garten wurde in der
Zeit von 1811 bis 1828 zu einem der schönsten englischen
Landschaftsgärten im Europa des 19. Jahrhunderts umgestaltet und
birgt mit dem Leopoldinentempel, der Orangerie und dem
Maschinenhaus einzigartige Gartenbauwerke dieser Zeit. Gegen
Ende des 19. Jahrhunderts setzten Renovierungsarbeiten ein,
welche vor allem das Aussehen der Prunkräume im ersten Stock des
südseitigen Traktes prägten.
1761 wurde Haydn,
dem bereits ein guter Ruf vorauseilte, an den Hof von Fürst Paul
Anton Esterházy in Eisenstadt geholt. Er wurde als Kapellmeister
Mitglied einer fürstlichen Hofgesellschaft und somit auch Teil
einer Gemeinschaft mit festen Traditionen. Die Familie Esterházy
gehörte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten ungarischen
Adelsgeschlechtern.
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Das Schloss
Esterhazy entwickelte sich schon früh zum Mittelpunkt des
kulturellen Lebens im ehemaligen Königreich Ungarn. Joseph Haydn
fand am Hof der Esterhazys einen idealen Schaffensraum. Der hohe
musikalische Anspruch des Fürsten trieb Haydn zu zahlreichen
Symphonien, Opern, Messen, Streichquartetten, Sonaten und
Kammermusik. Oft konnte Haydn voller Arbeit kaum Luft holen,
dennoch bekannte er später: "Mein Fürst war mit allen meinen
Arbeiten zufrieden, ich erhielt Beifall, ich konnte als Chef
eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck
hervorbringt und was ihn schwächt, also verbessern, zusetzen,
wegschneiden, wagen. Ich war von der Welt abgesondert, niemand
in meiner Nähe konnte mich an mir selber irre machen und quälen,
und so musste ich original werden." Haydns Ruhm als
Opernkomponist stieg mit jedem weiteren Werk. So dirigierte er
etwa in einem Jahr 125 Aufführungen von 17 Opern am Hofe der
Esterházys.
Das Schloss
Esterházy ist heute noch Ort der Begegnung und lebendiger
Kultur. Im Haydnsaal mit seinen herrlichen Deckenfresken
erklingen immer wieder bei festlichen Anlässen und Konzerten die
traumhaften Melodien von Josef Haydn. Schloss Esterházy ist nur
im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Die Führung "Zu
Gast am Hofe Esterházy" bietet faszinierende Einblicke in das
Leben und Wirken der Fürsten Esterházy, deren Mitglieder
anerkannte Förderer und Sammler der Künste waren. Die
Inszenierungen lassen die Atmosphäre und das gesellschaftliche
Leben am Fürstenhof erspüren und vermitteln neben Repräsentation
und Diplomatie vor allem einen Eindruck von der reichen
Musiktradition
Weitere Informationen:
Schloss Esterházy
7000 Eisenstadt
Telefon: (+43) 2682 - 719 - 0
Fax: 3223
management@schloss-esterhazy.at
www.schloss-esterhazy.at
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