Das Schloss
Belvedere wurde als Sommersitz für Prinz Eugen von Savoyen
Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Ludwig XIV., der
Sonnenkönig, wollte die Dienste des Prinzen aus Savoyen nicht.
Also ging Prinz Eugen zum Kaiser nach Wien - und wurde dessen
erfolgreichster Feldherr. Zusammen mit dem Herzog von
Marlborough schlug er die siegreichen Schlachten im Spanischen
Erbfolgekrieg und schuf ein solides Fundament für die
Machtverhältnisse im Europa des 18. Jahrhunderts. Als Bauherr
und Mäzen ist der “Edle Ritter” aus dem Stadtbild von Wien nicht
mehr wegzudenken.
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Das Schloss ist unterteilt in
zwei Gebäudekomplexe - das Obere und das Untere Belvedere -. Die prunkvolle Innenausstattung
des Obere Belvedere ist größtenteils das
Werk italienischer Freskanten und reich an mythologischen Anspielungen. Die
bemalten Wände sowie das Deckengemälde des im Erdgeschoß liegenden Gartensaals
("Sala terenna") stammen von Carlo Carlone ("Apollo und Aurora": Sieg des
Lichtes über die Finsternis); die Architekturmalerei von Gaetano Fanti.
Der Marmorsaal im ersten Stock
ist mit rotem Marmor und Stuck verkleidet. Er steigt durch zwei Geschoße empor
und besitzt ein kuppelartiges Gewölbe mit einem vielfiguralen Deckenfresko. Es
stellt die "Allegorie des Ruhmes" dar. Dieser Festsaal wurde weltweit bekannt,
als 1955 in ihm der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet wurde.
Im Unteren Belvedere befindet
sich das Österreichische Barockmuseum.
Früher
befanden sich hier die Privaträume Eugens, das Tafel- und Schlafzimmer, der
Grotesken- und Spiegelsaal, die Marmorgalerie sowie das wertvoll gefüllte
Bücherkabinett. Lediglich der zentral gelegene Marmorsaal mit dem Deckenfresko
von Martino Altomonte, der hier seinen Auftrageber als Sonnengott Apollo
verherrlicht, diente der Repräsentation. Der wunderschön gestaltete Park verfügt
über eine Orangerie in der Werke aus dem Mittelalter ausgestellt sind.
Weitere Informationen:
Schloss Belvedere
Prinz-Eugen Str. 27
1030 Wien
www.belvedere.at
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