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SCHALLABURG


    Schönstes Renaissanceschloss nördlich der Alpen

 

Etwa 5 km vom allbekannten Stift Melk entfernt, erhebt sich an den Hängen des waldigen Hiesberges die stolze Schallaburg, deren wunderschöner Renaissance-Schlosshof noch heute viele Kunstbegeisterte anzieht. Die Schallaburg gilt als eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen.

Errichtet wurde die Schallaburg von der Familie der Sighardinger in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, benannt nach dem gleichnamigen Bach. Unter der Herrschaft von Christoph von Losenstein begann die großartige Ausbauphase der Burg zum Schloss. Nach dem plötzlichen Tod von Christoph 1558 in relativ frühen Jahren, setzte sein Sohn Hans Wilhelm nach seiner Hochzeit 1568 das Werk des Vaters fort und führte die Ausbauarbeiten der Schallaburg zu einem prächtigen Schloss weiter.

Im 16. Jahrhundert passte man die äußeren Wehranlagen den Erfordernissen „moderner“ Kriegsführung an. So sicherte man die Auffahrt zum Schloss durch das „Jägerstöckl“ mit einem angebauten Geschütz-Rondell. Das mit Scharwachtürmen und einer Zugbrücke über den sechs Meter tiefen Halsgraben versehene „Försterstöckl“ war die eigentliche Torburg. Über ihrem Haupttor ist die Jahreszahl 1573 angebracht. Darüber erkennt man einen Engel mit dem Losenstein- und dem Roggendorfwappen. Über dem kleinen „Einlasstörl“ befindet sich das aus Terrakotta gefertigte Doppelwappen Losenstein-Schärffenberg. Durch das Portal gelangt man über einen kleinen Vorhof in den großen Arkadenhof. Die südliche Angriffsseite wurde mit zwei kleinen Rondellen, einem Zwinger und einem Halsgraben mit Eckturm verstärkt. An der Nordseite sicherte eine Bastei, die zur Aufstellung von Kanonen bestimmt war, das Schloss.

Im 16. Jh. wurden auch die Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude im Süden angelegt, die heute als „Gerichtsstöckl“ und „Neues Schloss“ bezeichnet werden. Zwischen ihnen und dem Bering der alten Burg liegt der 106 m lange und 60 m breite „Turnierhof“. Militärisch gesehen war er ein Glacis, das dazu diente, dem anrückenden Feind keine Deckung zu geben. In friedlichen Zeiten war er gärtnerisch gestaltet und fungierte wohl als Festplatz.

Mit Erstaunen betritt man den wahrscheinlich schönsten Renaissancehof Europas, der mit den über den Galerien gezogenen Dächern äußerst harmonisch wirkt. Der herrliche Arkadengang im großen Hof ist die Schaubühne des Schlosses. Als architektonische Schmuckelemente wurden Terrakotten in Form von Fabelwesen, Götter, Fratzen und allerlei mythologischer Figuren verwendet. Weiter bieten auch die romanische Wohnburg, die gotische Kapelle und die manieristische Gartenanlage dem Besucher einen unvergessenen Eindruck.

Auf besonderes Interesse stoßen die jährlich wechselnden kulturgeschichtlichen und archäologischen Ausstellungen der Schallaburg, die von Mai bis November jeden Jahres täglich geöffnet sind.


Weitere Informationen:

Schloss Schallaburg
3382 Loosdorf
Tel. +43 2754 6317
Fax +43 2754 6317-49805
office@schallaburg.at
www.schallaburg.at

 

 

 

 

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