Die Residenz unweit des Salzburger Domes war bereits im
Mittelalter Bischofssitz. Ihre heutige Form erhielt die Residenz
Ende des 16. Jh.s. So zeigt sie sich jetzt als Frühbarockanlage.
Besichtigungen können in den Prunkräumen durchgeführt werden.
Diese beeindruckenden Repräsentations- und Wohnräume der
Salzburger Erzbischöfe sind allein wegen der beträchtlichen
Ausmaße und der reichen Verzierung einen Besuch wert. Außerdem
kann die Residenzgalerie mit ihrer Sammlung europäischer Maler
des 16. - 19. Jh.s. besucht werden.
Im Herzen der
Mozartstadt gelegen, umfasst der weitläufige Gebäudekomplex der
Residenz rund 180 Räume und drei große Innenhöfe. Von hier aus
regierten die Salzburger Fürsterzbischöfe bis ins 19. Jh. das
Erzbistum Salzburg. Beinahe jeder Herrscher ließ das Gebäude
nach seinen Vorstellungen umbauen, am nachhaltigsten prägte der
große Bauherr und Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau
(1587 - 1612) die Residenz.
Auch heute noch
dient der prächtige Stadtpalais der Salzburger Politik als
glanzvoller Rahmen für Empfänge von ausländischen
Staatsoberhäuptern, Königen und bedeutenden Persönlichkeiten.
Auch der ehemalige österreichische Kaiser Franz Josef und seine
Gattin Elisabeth empfingen 1867 den französischen Kaiser
Napoleon III. und dessen Gattin Eugénie zu einem mehrtägigen
Staatsbesuch in dem ehemaligen Hof der Fürsterzbischöfe.
Vom Residenzplatz
aus betritt man die Residenz durch ein großes Marmorportal, das
die Wappen der Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich, Paris Lodron und
Franz Anton Harrachs trägt. Die Haupttreppe führt zum
Carabinierisaal. Um 1600 wurde dieser Saal unter Wolf Dietrich
erbaut, seinen Namen verdankt der Saal der Leibgarde des
Fürsterzbischofs. Der Carabinieri-Saal diente nicht nur als
Aufenthaltsraum sondern war auch Schauplatz für Theater und
Feste. Anschließend befinden sich die Prunkräume in denen die
Erzbischöfe ihren Repräsentationspflichten nachkamen. Unter
Johann Lukas von Hildebrandt wurden die Prunkräume zu Beginn des
18. Jahrhunderts neu gestaltet. Die Deckengemälde stammen von
Johann Michael Rottmayr und Martino Altomonte.
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Häufig luden die
Erzbischöfe ihre Gäste in den Rittersaal zu Konzertaufführungen
ein. Hier fand auch der junge Mozart regelmäßig sein Publikum,
denn sein Vater Leopold war damals als Domkapellmeister beim
Erzbischof angestellt. Die gute Akustik begeistert auch heute
noch die Besucher der Salzburger Schlosskonzerte. Im Rittersaal
nahm Kaiser Franz I. am 1. Mai 1816 die Huldigung der Salzburger
Stände und deren Treueid entgegen. Dies markierte einen
historischen Tag für Salzburg: Ab nun war das ehemalige
Erzbistum ein Teil von Österreich geworden. Kaiser Franz vierte
Gattin, Caroline Auguste, kam ab 1835 fast dreißig Jahre lang im
Sommer nach Salzburg und logierte in der Residenz. Sie war auch
eine der größten Förderinnen des nach ihr benannten Salzburger
Museums Carolino Augusteum.
Ebenfalls zu
besuchen sind das Konferenz- oder Ratszimmer, in welchem Mozart
im Alter von sechs Jahren sein erstes Hofkonzert aufführte, die
Antecamera, der Audienzsaal, der prunkvollste Saal der Residenz.
Nicht zu vergessen das Arbeitszimmer, das Schreib- und
Schatullenzimmer, das Schlafzimmer, die Galerie (Grundstein für
die heutige Residenzgalerie), der Thronsaal, der Weiße Saal oder
Markus Sittikus-Saal, das Grüne Zimmer und der Kaisersaal,
ursprünglich Kaiserstube, mit Porträts der Könige und Kaiser aus
dem Hause Habsburg. Vom Kaisersaal führt ein direkter
Verbindungsgang in den mächtigen spätgotischen Chor der
Franziskanerkirche.
In einigen Teilen
des Palastes ist heute die Salzburger Paris-Lodron-Universität
untergebracht. Im Norden findet sich der sogenannte
Toskana-Trakt, heute Sitz der juridischen Fakultät der
Universität Salzburg. Vis-a-vis der „alten“ Resident befindet
sich die Neue Residenz.
Weitere Informationen:
Salzburger
Residenz
Residenzplatz 1
tel. ++43 (0)662 80 42-26 90 (27 61)
fax ++43 (0)662 80 42-29 78
residenz@salzburg.gv.at
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