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HOHENWERFEN


    Die Erlebnisburg am Eingang des Salzachtals

 

Etwa 40 Kilometer von Salzburg entfernt liegt die Burg Hohenwerfen. Die imposante Festung thront am Eingang des Salzachtals in der Passenge Lueg auf einem schroffen 155 Meter hohen Felskegel.

Umgeben ist sie von den mächtigen Gebirgszügen des Tennen- und Hagengebirges. Wegen ihrer strategischen Lage war die Burg eine der wichtigsten Festungen im Salzburger Land: Von ihr aus wurde der nahegelegene Lueg Pass kontrolliert. Über ihn lief im Mittelalter ein großer Teil des Salzhandels. Jahrhunderte lang diente Hohenwerfen als Gefängnisstätte. Hier wurden sogar Herrscher wie Erzbischof Adalbert III oder auch Graf Albert von Friesach, der steirische Landeshauptmann Siegmund und der Erzbischof Wolf Dietrich von Reitenau gefangen gehalten.

Schon im 11. Jahrhundert ließ Erzbischof Gebhard diese Burg als Sperriegel für den Weg in und übers Gebirge errichten. Der "Investiturstreit" zwischen dem Papst und dem Kaiser hatte damals seinen Höhepunkt erreicht. Daher ließ der Erzbischof von Salzburg zeitgleich drei mächtige Burgen errichten: die Hohensalzburg, die Burg Hohenwerfen und den Petersberg ob Friesach. Erzbischof Konrad I. ließ bereits Mitte des 12. Jahrhunderts die erste, 1077 errichtete Burganlage verstärken. Kleinere Um- und Neubauten wurden bis ins 16. Jahrhundert hinzugefügt.

Die Bauernkriege von 1525 und 1526 wirkten sich für die Burg Hohenwerfen verheerend aus. Die aufständischen Bauern, die gegen Salzburg vorrückten, überrannten die Burg. Hohenwerfen wurde kampflos aufgegeben und von den Bauern niedergebrannt. Nach der Niederschlagung der Bauernaufstände ließ der Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg die Burg Hohenwerfen neu errichten. Als Strafe mussten die Bauern der Gegend um Werfen Robot beim Wiederaufbau leisten.

1563 ließ Erzbischof Johann Jakob Kuen-Belasy ein umfangreiches Bauvorhaben auf der Burg Hohenwerfen durchführen. Er ließ die Burganlage in italienischer Festungsbaukunst umbauen. Die Burg sollte auch den neuen Feuerwaffen standhalten. 1573 ließ Erzbischof Johann Jakob den großen Palas errichten. Im 30jährigen Krieg wurde die Burg dann nochmals stark befestigt. Erzbischof Paris Lodron ließ einen großen Pulverturm und 1623 eine prächtige Marmorzisterne errichten.

In den Napoleonischen Kriegen musste man den Franzosen alle Kanonen ausliefern. 1807 schließlich stand man vor der Frage, die Burg in ein Staatsgefängnis umzuwandeln oder sie zu schließen. Kaiser Franz I. von Österreich sprach sich damals gegen die Zerstörung der Burg aus, doch die Bayern, an die das Fürsterzbistum Salzburg damals fiel, kümmerten sich natürlich nicht um die alte Burg.

1824 bis 1833 wurde die stark verfallene Burg schließlich renoviert. 1896 erwarb sie Erzherzog Eugen. Ein Großbrand zerstörte schließlich 1931 große Teile der Burg. Bereits ein Jahr später war der Wiederaufbau jedoch abgeschlossen. 1938 ging die Burg Hohenwerfen in den Besitz des Gaues Salzburg über. Bereits in der ersten Phase der Bauzeit der Burg Hohenwerfen dürfte die Burgkapelle errichtet worden sein. Sie ist dem Hl. Sigismund geweiht und zeigt heute noch Spuren romanischer Bausubstanz. Früher war sie ein freistehender dreischiffiger Bau. 1565 wurde die Kapelle umgebaut und die Kapellenbastei vorgelagert.

Der Hochaltar stammt von Konrad Schwarz aus dem Jahr 1650. In der Altarmitte befindet sich eine Holzstatue "Maria mit Kind", ca. 1480. Figuren eines Bischofs, Statue der Hl. Katharina und des Hl. Sigismund umrahmen den Altar. Die Seitenaltäre stammen aus den Jahren 1550 bis 1560 und zeigen rechts den Hl. Benno und links Christus am Ölberg.

Heute präsentiert sich die Burg als "Erlebnisburg". Es gibt viele Veranstaltungen wie Konzerte, Theater- und Brauchtumsabende sowie Burgfeste. Im vierten Stock des mächtigen Zeughauses ist eine umfangreiche Waffenschau eingerichtet.

Eine besondere Attraktion auf der Burg Hohenwerfen ist der historische Landesfalkenhof mit täglich stattfindenden Flugvorführungen verschiedener Greifvögel. Verschiedene europäische Greifvögel werden hier gehalten und demonstrieren im Freiflug ihr Können. Berufsfalkner geben den Besuchern Kostproben der hohen Kunst der klassischen Falknerei: So war die Jagd mit Greifvögeln im Mittelalter ein hochherrschaftliches Privileg und wird hier auf der Burg Hohenwerfen weiter geführt. Die Flugvorführungen mit freifliegenden Greifvögeln finden von Mai bis Oktober jeden Tag statt. Der Zugang zur Burg führt über einen schattigen Fußweg (a. 15 Minuten) oder man nützt das Burgtaxi!


Weitere Informationen:

Erlebnisburg Hohenwerfen
Burgstraße 2
A-5450 Werfen
Tel: +43-6468-7603-0
Fax: +43-6468-7603-4
erlebnisburg.hohenwerfen@salzburg.at
www.salzburg-burgen.com

 

 

 

 

 

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