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GETREIDEGASSE


    Österreichs schönste Einkaufsstrasse

 

Das Herzstück von Österreichs schönstem Einkaufszentrum beeindruckt durch seine Ursprünglichkeit. Viele reich verzierte Schilder, kunstvolle Portale, gepflegte Fassaden und idyllische Arkadenhöfe bilden den idealen Hintergrund für das pulsierende Geschäftsleben.

Die Getreidegasse ist Salzburgs berühmteste Einkaufsstraße. Ihren besonderen Charakter prägen nicht nur die schmalen und eng aneinander geschmiegten Häuser sondern auch die zahlreichen Geschäfte, über deren Portalen schmiedeiserne Zunftzeichen hängen. Von besonderer Schönheit sind auch die zahlreichen Durchhäuser und Innenhöfe, die von der „Lebensader“ Getreidegasse abgehen.

Mit dem „Getreide“ hat die Gasse ursprünglich gar nichts zu tun, eine eigenartige Wandlung des ursprünglichen Namens verlieh ihr die heutige Bezeichnung. In alten Karten ist die Getreidegasse vermerkt als Trabe-, Trab- oder Trav-Gasse, das von "traben", also laufen abstammte, aber auch das Traben der Pferde bezeichnete. Später wurde daraus Tragasse, Traidgasse, und über Getreidgasse schließlich Getreidegasse. Die ersten Häuser der Getreidegasse waren diejenigen, die in den ältesten kaufmännischen Zentren der Stadt, dem Waagplatz und der Judengasse, keinen Platz mehr fanden. Diese alten Häuser sind oft mit Jahreszahlen, dem Auge Gottes oder den Namen früherer Bewohner geschmückt.

Die Balken die noch an den Giebeln mancher Häuser zu sehen sind, dienten für Lastenaufzüge. Auch heute verfügen nur die wenigsten der mehrstöckigen Häuser über elektrische Aufzüge, die strengen Auflagen zur Erhaltung der Altstadt verbieten große bauliche Veränderungen. Typisch für die Getreidegassenhäuser sind auch die vom ersten Stock an kleiner werdenden Fenster und die wunderschönen Hausportale.

Nach dem ersten Blick zu urteilen, erscheinen die Häuser der Getreidegasse sehr schmal. Doch innen sind sie keinesfalls winzig sondern oft sehr großzügig bemessen. Ihre Fläche erstreckt sich zu beiden Seiten in die Tiefe. Früher lagen hinter den Häusern ausladende Gartenflächen, diese wurden allerdings in späterer Folge immer mehr verbaut. Man benötigte den Platz für Lager, Produktionsstätten, Werkstätten, Ställe und Unterkünfte für Dienstboten. Nach und nach entstanden Rückgebäude, die dann zumeist mit den Häusern verbunden wurden und so die typischen Innenhöfe ergaben.

Malerische Arkadengänge mit reichem Blumenschmuck machen viele dieser Innenhöfe zu Kleinoden der Salzburger Altstadt. Auch in den Innenhöfen und Durchhäusern befinden sich Geschäfte und Cafes, die überdachten Einkaufspassagen werden auch von Salzburgern gerne besucht. Wenn es einmal in den Auslagen der Geschäfte nichts zu sehen gibt, können die Höfe bewundert werden. Gesimse, Arkaden, Säulen, Kapitelle, Wölbungen, Bogengänge, schmale Treppen oder Marmortäfelungen zeugen von der stolzen Bautradition Salzburgs.

In der Getreidegasse selbst warten zahlreiche Geschäfte. Da die Gasse als besonders noble Adresse gilt, ist es kein Wunder dass sich hier und in den Seitengassen die exklusivsten Geschäfte der Stadt finden. Auch große Namen wie Louis Vuitton, Boss, Hermès, Bally, Mango, H&M, Sisley und viele andere bieten hier ihr erlesenes Angebot feil. Schmuck, Trachten, Mode, Feinkost, Hüte, Spielzeug, Parfümerien, Lederwaren, Dessous, Schuhe, Spirituosen und Papierwaren sind in den zahlreichen Fachgeschäften der Getreidegasse erhältlich. Über den Köpfen der Menschen in der belebten Strasse ragen auch heute noch die typischen „Zunftzeichen“ der Gewerbebetriebe. Leuchtreklame und billige Schilder sind hier nicht erlaubt.

Das berühmteste Haus in der Getreidegasse ist das Haus Nr. 9, Mozarts Geburtshaus. Hier wurde der der Komponist am 27.01.1756 geboren. Dieses Altsalzburger Bürgerhaus ist heute ein Museum und vermittelt einen Eindruck von dem kargen, sparsamen Leben der Familie Mozart. Man kann dort Briefe, Portraits und Mozarts erste Geige bewundern.

Ältestes Gebäude der Stadt Salzburg ist aber das Haus Nr. 3, das Schatz Durchhaus. Es ist benannt nach der Traditionskonditorei Schatz. August Bebel, einer der Gründungsmitglieder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei war hier in den Jahren 1859 bis 1860 als Drechslergehilfe beschäftigt. Das Haus Nr. 5 ist das Zezihaus, verziert mit einem zierlichen Rokokoportal und einem schmucken Eisentor.

Am Ende der Getreidegasse gelangt man zum Mönchsbergaufzug. Hier steht auch, schräg über Eck an der Wand des Möchsberges die aus dem Jahre 1330 stammende gotische Bürgerspitalkirche.


 

 

 

 

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