Zwischen der Alten Donau und dem Hauptstrom im
Bezirk Donaustadt steht die „Betonnadel“, wie die Wiener den Donauturm nennen.
Der Wiener
Donauturm wurde 1964 zur internationalen
Gartenschau errichtet. Seitdem prägt er das Wiener Stadtbild und ist zu einem
beliebten Aussichtspunkt und zur Touristenattraktion geworden. Er liegt inmitten
des zur Gartenschau angelegten Donauparks in Wien-Donaustadt, unweit des
nördlichen Ufers der Neuen Donau.
Als Krönung des nagelneuen Parks mit seinen
verschiedenen botanischen Abschnitten von Schilfteich bis Kirschblütenallee
bauten der Architekt Hannes Lintl und der Statiker Robert Krapfenbauer den Turm
in nicht einmal zwei Jahren. Das Bauwerk besteht aus 3750 Kubikmetern Beton und
514 Tonnen Betonstahl, sein Fundament liegt acht Meter tief und ist 31 Meter
breit. Der Durchmesser der Säule halbiert sich zwischen Boden und Kaffeehaus von
zwölf auf sechs Meter.
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Mit seinen 252 Metern Höhe prägt er seitdem das Stadtbild. 776 Stufen führen
auf seine Aussichtsplattform, die in 150 Metern Höhe liegt. Diese kann
allerdings auch über zwei Aufzüge erreicht werden, die den Mitfahrenden
innerhalb von 35 Sekunden auf diese Höhe katapultieren.
Jährlich kommen bis zu einer halben Million Besucher auf die zwei
Aussichtsplattformern in 150 und 165 Metern Höhe, wo sie an klaren Tagen eine
Rundsicht erwartet, die bis in die schneebedeckten Alpen und in die Karpaten
reicht. Die Decke der Aufzüge ist mit einer Glasscheibe versehen, welche während
der Fahrt einen Einblick in den beleuchteten Schacht gewähren und zeigen, mit
welchem Tempo man in die Höhe fährt.
Der Rundblick vom Turm ist - trotz seiner im Vergleich zu
anderen Sendetürmen geringen Höhe - atemberaubend: Die benachbarte Donaucity, in
der die Hochhäuser aus dem Boden schiessen, die Donau, der ganze Wienerwald
hinter dem Leopolds- und Kahlenberg und natürlich die Stadt Wien selbst, für
deren Grösse man von hier aus ein Gefühl kriegt. Auf der unteren Plattform kann
man sich rund um die Achse im windigen Freien bewegen. Zuweilen gibt es da die
Möglichkeit für Bungee Jumping in die Tiefe.
In seiner Frühzeit war die Fahrt auf den Donauturm
ein gesellschaftliches Ereignis: Gert Fröbe, Franz Antel, Paul Hörbiger,
Waltraud Haas, raunt es aus den Listen des Turms, Leonard Bernstein,
UNO-Generalsekretär U Thant, Schah Reza Pahlevi, König Hussein von Jordanien,
sie alle und noch viele mehr waren schon am Donauturm.
Das derzeit höchste Wahrzeichen Wiens ist ein beliebtes Freizeit- und
Sightseeingziel von Einheimischen und Touristen geblieben. Er bietet mit
Vollmond-Dinners und Veranstaltungen wie dem Donauturm Treppenlauf das ganze
Jahr über interessante Attraktionen. 365 Tage im Jahr serviert der Donauturm in
seinem drehbaren Café Panorama in 160
Metern Höhe und im Restaurant in 170
Metern Höhe neben seinem klassischen Angebot - wie der berühmten
"Turmspezialität" Original Wiener Rostbraten - eine Vielzahl an kulinarischen
Köstlichkeiten. Eine Reservation im Speiserestaurant wird
dringend angeraten.
Zu Füßen des Donauturmes befindet sich die rund 20 ha
große Papstwiese - hier versammelten sich die Gläubigen anlässlich des
Papstbesuches 1985 zu einer Messe. Heute erinnert ein großes Kreuz aus Stahl an
dieses Ereignis. Die Papstwiese ist heute Treffpunkt zahlreicher Freizeit- und
Sportfreaks. Durch den Donaupark der rund um den
Donauturm zeitgleich errichtet wurde, kann man auch mit der
Donauparkbahn fahren. Diese besitzt eine Spurweite von 381 Millimetern
und verkehrt auf einen 2,6 Kilometer langen Rundkurs durch den Park.
Weitere Informationen
Donauturm
1220 Wien
Donauturmstraße 4
+43-1-23 53 69
www.donauturm.at
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