Die im Jahre 2001 erneuerte Olympische Sprungschanze und das
Bergisel Skispringen im Rahmen der internationalen
Vierschanzentournee haben den Bergisel zu einem sportlichen und
touristischen Anziehungspunkt erster Wahl gemacht.
Der Bergisel ist
ein Hügel (746 m) im Süden von Innsbruck. Der Name leitet sich
von der vorrömischen Bezeichnung burgusinus (Berg) ab, weshalb
Bergisel zusammen geschrieben wird. Funde zeigen eine frühe
Nutzung als Brandopferplatz und einer Siedlung in der Eisenzeit.
1964 und 1976 fanden Olympische
Winterspiele in Innsbruck statt. Zu diesem Anlass wurde am Bergisel, Innsbrucks
historisch-wichtiger Haushügel, eine Skisprungschanze gebaut. 1988 feierte Papst
Johannes Paul II. hier eine Messe. Da die Schanze im Laufe der Zeit allerdings
zu unmodern wurde, hat sich die Stadt 2001 entschieden eine neue Schanze zu
erbauen.
Nach der
spektakulären Sprengung der alten Schanze wurde Im September
2002 die neue fertig gestellt. Geplant wurde die Schanze von der
internationalen Star-Architektin Zaha Hadid, wofür sie 2002 den
österreichischen Architekturpreis erhielt.
Sie befindet sich
auf geschichtsträchtigen Boden - fand doch hier die Schlacht am
Bergisel des Jahres 1809 statt. Viermal war der Bergisel
Schauplatz der Schlacht am Bergisel unter Oberbefehl des
Freiheitskämpfers Andreas Hofer. 1892 wird zum Gedenken an diese
Schlacht das Andreas-Hofer-Denkmal am Bergisel eröffnet. Wie der
Platz damals ausgesehen hat, kann man im Rundgemälde sehen.
Erste
Schisprungbewerbe gab es schon in den 1920er Jahren. Die ersten
Schanzen waren allerdings nicht mehr als bescheidene
Holzkonstruktionen. 1930 wurde die erste größere Sprungschanze
errichtet, der zu den Olympischen Winterspielen 1964 eine große
Schanze folgen sollte. Die Schanze ist vor allem durch das
Schispringen bei der Vierschanzentournee weithin als
Veranstaltungsort sportlicher Wettkämpfe bekannt. Traurige
Berühmtheit erlangte sie aber auch durch einen Zwischenfall bei
einer solchen Großveranstaltung, die mehreren Menschen das Leben
kostete.
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Das
Panorama-Restaurant "Café im Turm" befindet sich, wie der Name
schon verrät, im Turm der Bergisel-Schanze. Mit dem Schrägaufzug
und dem Besucherlift kommt man bequem ins Café oder zur einen
Stock höher gelegenen Aussichtsplattform in 50m Höhe. Im 360°
Rundblick lädt die traumhafte Kulisse der Tiroler Bergwelt zum
Verweilen und Genießen ein. Das Restaurant ist wie das ganze
Stadion die ganze Woche während den Betriebszeiten geöffnet. 80
Sitzplätze an Tischen, Stehtischen und an der Bar stehen den
Besuchern zur Verfügung.
Der Bergisel ist
von der Brennerbahn und der Brennerautobahn untertunnelt. An
seinem Fuß befindet sich die Sillschlucht, ein
Naherholungsgebiet. Erreichbar ist der Bergisel mit der
Stubaitalbahn aus Innsbruck, Station Sonnenburgerhof oder mit
der Straßenbahnlinie 1, Station Bergisel.
DATEN & FAKTEN RUND
UM DEN BERGISEL
Baujahr: 1925, Umbau
2001
Architektin des
Neubaues: Zaha Hadid (geboren in Bagdad)
Neueröffnung: 14.
September 2002
Kosten: ca. 13,5
Mio. €
Zuschauerplätze:
28.000
Rekord: 136
m von Adam Malysz am
11.9.2004
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Sprungturmhöhe: 50 m
Anlauflänge: 98 m
Radiusanlauf: 100 m
K-Punkt: 120 m
Juryweite: 134 m
Tischhöhe: 4 m
Tischwinkel: 11°
Geschwindigkeit: ca.
90 km/h
Absprungwinkel:
37,8°
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Höchster Punkt: ca.
250 m über Innsbruck
Tiefster Punkt
Auslauf: Absoluthöhe + 650,00 m über dem Meeresspiegel
Einstiegsebene:
Absoluthöhe + 778,46 m über dem
Meeresspiegel
Höhendifferenz:
Anlauf - Auslauf 128 m
Schanzentisch:
Absoluthöhe + 732,93 m über dem
Meeresspiegel
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