Es ist absolut kein Geheimnis mehr, dass Wien nicht nur die
Hauptstadt Österreichs ist, sondern auch die Hauptstadt der
Walzer, des Heurigen - und der Bälle. Keine andere Weltstadt hat
zwischen Oktober und Juli mehr rauschende Tanzveranstaltungen zu
bieten als die Donaumetropole, unter denen der Wiener Opernball
- ausgerichtet in dem angeblich schönsten Ballsaal der Welt -
den zweifellosen Höhepunkt bildet.
Wenn 7000 Damen
und Herren in langer Robe und Frack vor dem Schneegestöber
Zuflucht in der Staatsoper suchen, dann ist es wieder soweit.
Der Ball der Bälle macht Wien Jahr für Jahr zum
Gesellschaftsereignis für die Prominenz aus Wirtschaft und
Politik. Man promeniert durch das alte Opernhaus. Bussi links,
Küsschen rechts, man fällt sich ostentativ in die Arme und aufs
Dekolleté. Die Kleider der jeweiligen First Ladies, wohl
gehütete Geheimnisse der Republik, werden von TV-Moderatoren
ausführlich kommentiert. Und so manch banaler Mann gewinnt im
Frack seigneurale Ausstrahlung und blickt stolz in die Runde.
Auch er gehört in dieser ausverkauften Ballnacht dazu.
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Traditionell
findet das Tanzfest am letzten Donnerstag des Faschings statt.
Die Debütanten des Eröffnungskomitées marschieren ein und bilden
somit den Auftakt des Opernballs. 180 Paare, alle unter 24 Jahre
alt, haben eine Woche lang hart für diesen Moment gearbeitet,
die Choreographie des Einmarsches sowie den Linkswalzer
trainiert und präsentieren nun unter der Beobachtung von 4500
Augenpaaren die einstudierten Schwarz/Weiß-Formationen. Bis es
heißt „Alles Walzer“ und der Rest der Tanzlustigen gleichzeitig
das Parkett stürmt.
Der Ball der Republik ist eine Visitenkarte, die in der ganzen
Welt verteilt wird. Ein Blitzlichtgewitter von Kameras
erwarteten die österreichische Politikerriege, die
ordengeschmückt erscheint. Natürlich dürfen auch Stars und
Sternchen nicht fehlen. Mit dem Einkaufen von Prominenten hatte
der Wiener Bauunternehmer Richard Lugner begonnen. Der
"Mörtelgraf" empfing in seiner Loge bereits Raquel Welsh, Sophia
Loren und Fergie, die Herzogin von York. Sie alle kamen gegen
Honorar. An seiner Seite sah man auch schon die amerikanische
Schauspielerin Faye Dunaway, die für ihren Auftritt rund 42 000
Euro bekommen haben soll.
Die Wiener schlafen in dieser Jahreszeit wenig. Denn Ballbesuch
ist nicht bloßes Amüsement, es ist Sehen und Gesehen-Werden,
manchmal an drei Abenden nacheinander. Und das würdige
Gesellschaftsbad kann in harte Arbeit ausarten. Gilt es doch,
Geschäftsfreunde generös bei Laune zu halten oder gar eine gute
Partie für den Nachwuchs zu arrangieren. Dass sich das
alteingesessene Wiener Bürgertum der Advokaten, Kaufleute und
Beamten dem Ballvergnügen in dem alten Palais Jahr für Jahr
hingibt, ist Kaiser Josef II., Sohn von Maria Theresia, zu
verdanken. Als "Freund des einfachen Volkes" hob er das Vorrecht
des Adels auf die Bälle in der Hofburg auf. Die Bürger schauten
sich die höfischen Sitten ab und gaben sie weiter. Bald tanzten
auch die Wäschermädel und Fiakerkutscher in den Gasthäusern der
Vorstädte nach dem Vorbild der Aristokratie.
Mit dem Wiener Kongress (1814/15) eroberte die Fama dieser
rauschenden Ballnächte ganz Europa. Entstanden war die Wiener
Ballkultur, die die Komponisten der Strauss-Dynastie mit ihren
Melodien unsterblich machen sollten. "Es muss eine eigene
Ballordnung aufgestellt werden und niedrige Kleidung ist dabei
ausgeschlossen", heißt es im Tanzsaalprivilegium von 1820.
Erhalten haben sich Protokoll und Stil über alle Revolutionen
von 1848 bis 1968 hinweg.
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Dass Walzer einst
mit sittlichem Verfall gleichgesetzt wurde, mag seltsam anmuten.
Doch der stürmische Drehtanz, dem Skeptiker vor 200 Jahren gar
das Risiko eines "Lungenschlags" anhängten, wurde erst um 1800
salonfähig. So schrieb der englische Herzog von Devonshire tief
schockiert vom kontinentalen Treiben nach einem Wienbesuch: "Nie
werde ich ein Mädchen heiraten, das Walzer tanzt!" Das sollte
sich bald ändern. Den Walzer in allen Varianten zu beherrschen,
ist ein Muss geworden: vom leichten Rechten zum eher
komplizierten Linken bis hin zum "Fleckerlwalzer", ein Auf-der-
Stelle-Wiegen infolge Platzmangels.
Lange Robe für
die Dame, Frack mit Taschenuhr vom Großpapa für den Herrn. Eine
Rolex, und sei sie noch so golden, ist verpönt. In den
Garderoben stapeln sich Zylinder, weiße Seidenschals und Capes.
Ballkärtchen, in welchen sich die Herren für Tänze bei den Damen
eintragen, haben sich bis in unsere Zeit gerettet. Einst waren
es Fächer, die sich vielleicht in Großmutters Nachlass finden.
Aus den ehemals höfischen Gebräuchen sind viele Elemente in die
elitären großbürgerlichen Tanzveranstaltungen eingeflossen. Etwa
die wichtige Stellung des "Tanzmeisters", der auf seinem Platz
neben dem Kapellmeister für die Arrangements der Tänze sorgt.
Verpflichtend ist auch bei den großen Bällen die präzise
Tanzordnung während der feierlichen Eröffnungszeremonie. Das
Jungdamen- und Jungherrenkomitee in Weiß und Schwarz eröffnet
nach feierlichem Einzug mit Menuett und Walzern den Abend.
Fixpunkt aller Ballfreuden ist zur Geisterstunde die
Mitternachtsquadrille, an der sich Jung und Alt beteiligen, um
sich dann im Dreivierteltakt noch stundenlang durch den Saal zu
drehen. Es ist eben eine Wiener Ballnacht, die sich bei noch so
emsiger Organisation und Kostenaufwand in Hongkong oder New York
nicht nachinszenieren lässt. Das schwindelige Jauchzen zum
Dreivierteltakt kommt einer Glücksahnung nahe. Sich drehen und
nochmals drehen und so das Leben rundherum vergessen. So etwas
gibt's halt nur in Wien.
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Geschichte
Schon weit vor
dem ERSTEN ECHTEN Wiener Opernball gab es sog. Ballfeste 1814 -
1815 später auch in den 20er und 30er Jahren. Diese fanden in
allen Möglichen Gebäuden statt nicht aber in der Wiener
Staatsoper. Die Akteure waren schon damals Künstlerinnen und
Künstler. 1877 gab es dann eine "Soirée im Opernhaus die Geburt
des Opernballes ? Nicht ganz da man damals 11.und 12. Dezember
offiziell nicht getanzt werden durfte. Nach Mitternacht gab es
dann aber doch noch die Möglichkeit das Tanzbein zu schwingen.
Am 21. Januar 1921 wurde die erste Opernball Redoute in der
Republik Österreich durchgeführt. Im Januar 1935 fand nun
tatsächlich der ERSTE "Wiener Opernball" statt. Am 9. Februar
1956 fand dann der ERSTE Wiener Opernball in der zweiten
Republik statt. Der Opernball ist auch schon ein paar Male
ausgefallen, meistens waren kriegerische Auseinandersetzungen
daran Schuld. (z.b. auch 1991 Golfkrieg) Räume in denen diese
Künstlerbälle stattgefunden haben waren u.a.: Hofoperntheater,
Redoutensälen der kaiserlichen Hofburg, Theater an der Wien,
Gebäude der "Gesellschaft der Musikfreunde".
FAQ für den
Wiener Opernball
(FAQ =
frequently asked questions - die am häufig gestelltesten Fragen)
Sie möchten einmal auf den Opernball gehen ? Vielleicht
sogar auf dem Opernball eröffnen ?
... oder wissen, wie man Karten bekommt ?
Die FAQ´s - hier ein paar Antworten.
also los ...
Wie bekomme
ich Karten für den Wiener Opernball ?
Die wichtigste Frage vorweg, der erste Weg sollte immer in das
Opernballbüro führen. Das Team ist sehr engagiert, aber es
können halt nicht mehr Karten verkauft werden als aufgelegt sind
und Plätze zur Verfügung stehen.
Österreichischer Bundestheaterverband
Opernballbüro
Goethegasse 1
A-1010 Wien
Tel.: Wien 51444 2606 (od. 2613)
...etwas Geduld, die Leitungen sind gerade
kurz vor dem Opernball stark überlastet.
weitere Quellen:
- (Wiener) Kartenbüros haben ebenfalls Kontingente von Opernball
Karten.
- div. Reiseveranstalter bieten kompl. Arrangements für den Ball
der
Bälle an.
- es soll auch vorkommen, dass Portiere von Wiener Hotels
weiterhelfen können.
Tipp: Wenn Sie nicht unbedingt
Geschäftsfreunde zu einem bestimmten Termin auf den Ball
einladen müssen, lassen Sie sich auf die Warteliste setzten.
Hinweis: Die Zuschauerkarten sind nur in Verbindung mit den
Eintrittskarten erhältlich. Weiter sollte man wissen, dass Sie
die Eröffnungszeremonie von den Tischen aus nicht sehen können,
da sich diese in den Nebenräumen befinden.
Wie ist das
mit der Bekleidung und dem Frackzwang ?
Für die Herren gibt es nur ein Kleidungsstück welches am
Opernball getragen wird und das ist der Frack. (kein Smoking,
kein Cutaway kurz "Cut", kein Stresemann, kein Trachtenanzug
oder ähnliche Gags)
Zum kompl. Frack gehören:
Das Frack Oberteil (ist der eigentliche "Frack" und wird NICHT
zugeknöpft)
Die Frack Weste (Material: Piquét)
Das Frack Hemd (Material: Piquét)
Die Perlmutknöpfe sind meistens geschraubt, achten Sie daher
darauf, dass die Knöpfe FEST zugeschraubt sind (die Knöpfe gehen
sonst sehr leicht verloren)
Fliege (oder wie man auf gut österreichisch sagt, "das
Mascherl")
Farbe weiß (... auf keinen Fall schwarz) Material falls möglich
ebenfalls Piquét
Besonders professionell wirkt es, wenn man sein Mascherl selbst
mit der Hand bindet. Anleitung dazu gibt es hier:
http://www.maennerseiten.de/fliege.htm
Schwarze (Lack) - Schuhe (mit Ledersohle zum besseren Tanzen)
Schwarze (lange) Seidenstrümpfe (auf keinen Fall weiße
Tennissocken und lang deshalb, damit die behaarten Männerbeine
im sitzen nicht zum Vorschein kommen).
Tipp: Mit eingetanzten Schuhen tanzt es sich
besser und die Wahrscheinlichkeit, dass einen die Füße zu
schmerzen beginnen ist auch geringer.
Hosenträger: Farbe weiß od. schwarz, aber nicht bunt gemustert
... (man trägt zum Frack keinen Gürtel). Außerdem trägt man zum
Frack keine Armbanduhr. Man trägt eine Taschenuhr mit Kette
(Gold oder Silber, alt oder neu ist aber reine Geschmackssache)
Die Damen kommen im festlichen langen Abendkleid. Auch hier ist
die Grenze zwischen Kitsch, Kunst und Geschmacklosigkeit
fließend, aber kurzer Mini oder ähnliche Scherze sind absolut
Tabu.
Tipp: Die wenigsten haben einen eigenen
Frack im Schrank hängen. Weiterhelfen können da am besten,
gut sortierte und auf Ballmode spezialisierte Modegeschäfte, ein
Maßschneider oder für einmal tut's auch der Kostümverleih. Am
besten aber schon zeitgerecht vorprobieren und vorbestellen.
Der Preis im Kostümverleih beinhaltet die kompl. Garderobe inkl.
der Endreinigung. Ziehen Sie den Frack vorher schon einmal zur
Probe an. Sollte an den Schuhen oder an der Kleidung etwas kaputt
gehen, kann direkt am Ball ein Schneider
und ein Schuster weiterhelfen. Außerdem gibt es einen
Beauty-Service.
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Wann beginnt
eigentlich der Ball ?
Der Ball der Bälle findet immer am letzten Donnerstag des
Faschings statt und wird um 22 Uhr festlich eröffnet.
Wann endet
der Ball ?
Das offizielle Ballende ist wie jedes Jahr um 5 Uhr früh.
Tipp: Bleiben Sie unbedingt bis zum
Schluss. Die Axel Rot Band spielt noch "fanfare for the
common man", das Opernball Orchester spielt "Brüderlein
fein" und die Blumen werden gerupft und aus den Logen geworfen.
Man sollte diese romantische Stimmung einmal live erlebt haben.
Die Blumen sind übrigens ein nettes Souvenir. Aber bitte erst am
Ende rupfen und nicht schon vorher.
101. Opernball
seit 1877 - 2003 wie kann das sein ?
Das hat auch einen ganz einfachen Grund dass man nach 126 Jahren
erst den 101. Opernball feiert. In den ersten Jahren gab es zwei
bis drei Opernredouten und Soireen pro Saison. 1899 musste die
Oper aus feuerpolizeilichen Gründen gesperrt werden. Ab den Jahr
1940 wurde aus Kriegsgründen der Ball nicht abgehalten. 1991
wurde der Ball wegen dem Golfkrieg abgesagt. Nach einer
Recherche mit dem Opernballbüro muss man diese Zahl jedoch mit
einem Augenzwinkern betrachten.
Fotografieren
und Fotos am und vom Opernball ?
1) Es sind am Ball zahlreiche akkreditierte Fotografen, die
gegen Honorar diesen unvergesslichen Abend (u.a. auf der
Feststiege) festhalten. Man zahlt, gibt die Visitkarte her und
nach einigen Tagen (Wochen) kommen die Fotos in gewünschter
Anzahl mit der Post. Aber gleich den Preis erfragen, damit es
nicht beim Zahlen
zu einer Überraschung kommt ..
2) Jedes Jahr hat es noch eine aktuelle Opernballzeitung
gegeben. Diese wird in der Frühe kostenlos verteilt. Diese
Zeitung beinhaltet zahlreiche Fotos von Promis und tolle
Geschichten rund und um den Ball. Wenn Sie nach dem Ball die
Zeitung durchblättern werden Sie sagen, "was, der war auch da
... ? "
3) Selbstverständlich kann man auch selber fotografieren. Es ist
nur unpraktisch, den Fotoapparat die ganze Nacht mitzuschleppen.
Die Fotoausrüstung kann, wenn man sich eine Tasche mitnimmt bei
der Garderobe jederzeit abgegeben bzw. auch abgeholt werden.
Tipp: Machen Sie die Portraitfotos gleich zu
Beginn des Abends, da jetzt noch das Makeup und die Frisur gut
in Form sind.
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Kann man und
kommt man am Opernball überhaupt zum Tanzen, im Fernsehen sieht
man nur Gedränge ?
Ja klar, sogar bis zum abwinken können Tanzbegeisterte das
Tanzbein schwingen. Der Eindruck im Fernsehen täuscht etwas und
lässt sich auch leicht erklären. zig. tausende Gäste möchten
sich die Eröffnung im Festsaal (auch diejenigen, welche
Tischreservierungen in Nebenräumen haben) ansehen und drängen
so in den Ballsaal hinein. Dadurch sind die ersten drei Tänze
nach "alles Walzer" auch kein tanzen sondern ein drängen und
Herumgeschiebe. Nach den ersten Minuten oder besser gesagt nach
den ersten drei Tänzen löst sich dieses Chaos aber relativ
rasch auf und einer durchtanzten Ballnacht steht dann nichts
mehr im Wege.
Tipp: Nicht nur im großen Festsaal kann man
tanzen. Zahlreiche kleinere Säle laden zum Tanzen in
unterschiedlichen Stielrichtungen ein. (Pianomusik,
Damenstreichorchester, Disko und sogar Volksmusik beim Heurigen
etc.) Um 23.55 und 3 Uhr gibt es die traditionelle Quadrille.
Man stellt sich in einer Reihe auf, und tanzt einfach mit. Jedes
Jahr ein großer Spaß.
Ich tanze
nicht möchte aber trotzdem auf den Opernball macht das überhaupt
Sinn ?
Nun, der Opernball IST halt einmal eine Tanzveranstaltung und es
ist nur der halbe Spaß, aber auch Nichttänzern wird sicherlich
nicht fad am Opernball. Zum sehen gibt es auf jeden Fall sehr
viel und selbst das beobachten der Leute und die Stimmung
alleine im Festsaal und in dem einzigartigen Rahmen der
Staatsoper
sind etwas ganz besonderes.
Wie komme ich am
besten in die Oper ?
Man kann standesgemäß mit der Stretch Limo vorfahren,
oder wie 90 % der Gäste mit dem Taxi. Besonders lustig ist es
auch sein eigenes Auto hinter dem Parlament abzustellen und die
letzten Stationen mit der Straßenbahn zu fahren.
Tipp: Wenn Sie mit dem Taxi anreisen, sagen
Sie dem Fahrer er soll hinter oder neben die Oper fahren (falls
dies möglich ist). Die Oper hat zahlreiche Seiteneingänge
und man erspart sich so das große Gedränge vor und in der Oper.
Wie ist das mit
der Opernball Demo vor dem Haus und der Sicherheit am Ball ?
Es wird von den Sicherheitsbehörden vieles getan, um den Gästen
einen schönen und sicheren Abend zu gewährleisten. 100 %
Sicherheit gibt es allerdings nie im Leben.
Tipp: Da wie jedes Jahr mit einer Demo zu
rechnen ist und es dadurch zu großräumigen Absperrungen kommen
kann,
sollte man sich auf Staus und Behinderungen einstellen. Daher
zeitgerecht zur Oper anfahren. Bei einer evtl. Kontrolle der
Polizeikräfte sollte man die Eintrittskarten parat halten.
Sie sind jung
und Ihr Traum ist es einmal auf dem Wiener Opernball zu eröffnen
?
Nun, Walzer sollte man schon können um am Ball zu debütieren,
aber mal ganz im ernst, auch hier gilt sich einmal an das
Opernballbüro zu wenden. Ansprechpartner sind die
österreichischen Tanzschulen.
Tipp: Es macht auf Außenstehende den
Eindruck, dass nur die Kinder von Promis eröffnen. Dieser
Eindruck täuscht nicht, ein klingender Name ist sicherlich
auch hier kein Nachteil. Allerdings müssen sich auch die
Promikinder
erst durch das Vortanzen kämpfen. Daher üben, üben, üben und
dann bewerben. Wir wünschen schon jetzt viel Glück.
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Kann ich mich mit
der Eintrittskarte überall im ganzen Haus bewegen ?
Dazu muss man folgendes wissen. Das ganze Haus ist an dem Abend
ein großer Event, mit wunderschön dekorierten Räumlichkeiten. Da
gib es den bekannten großen Ballsaal, es gibt im Keller einen
Opernball - Heurigen mit Volksmusik,
es gibt eine Diskothek, Cocktailbar, Pianobar, Austernbar,
Sektbar, und vieles mehr. Natürlich kann man sich mit der
Eintrittskarte im ganzen Haus bewegen und auch das
Promischauen gehört ebenfalls dazu und ist auch gratis.
Tipp: Wenn einem im Laufe des Abends
doch einmal die Füße vom tanzen und herumwandern weh tun,
geht man einfach hinauf auf die Galerie und schaut sich das
ganze Geschehen im Sitzen und von oben an.
Wie ist das
mit den Promis es sind angeblich viel weniger als noch in der
guten alten Zeit ?
Zuerst sollte man überhaupt fragen was ein Promi ist, aber das
ist eine andere Geschichte ...
Es sind nicht die Promis die dem Ball den Glanz geben. Es ist
der Rahmen, welcher das besondere Flair des Wiener Opernballs
darstellt. Es ist das wunderschöne Gebäude und der Ballsaal der
Staatsoper, die phantastische Musik von außergewöhnlichen
Künstlern vorgetragen, die Eröffnung, der Einzug des Jungdamen
und Herren Komitees, gemeinsamen Spaß haben an der Quadrille, es
sind die Menschen, die Besucher welche sich am Tanz und
Gesprächen auf der Veranstaltung erfreuen, das macht diesen Ball
aus.
Kann ich Promis
wenn ich einen finde, um ein Autogramm fragen ?
Das kommt auf den Promi an ...
Aber, am Opernball sind diese Leute auch, um sich mit Freunden
privat gut zu unterhalten und nicht um ständig von Privatleuten
fotografiert und ständig um Autogramme angebettelt zu werden.
Daher, eher nicht.
Tipp: Es kann aber immer mal vorkommen, dass
man sehr rasch mit Leuten auch mit bekannten Persönlichkeiten
ins Gespräch kommt. Ein paar Visitkarten zwecks Austausch können
da auf keinen Fall schaden.
Darf ich eine
fremde Loge betreten ?
Das darf man natürlich nicht. Die Leute zahlen viel Geld um in
Ihrer Loge ungestört feiern zu können, daher darf eine Loge nur
mit einer Einladung des Logeninhabers betreten werden.
Tipp: Um 5 Uhr früh sind die meisten Logen
bereits leer und beim obligatorischen Blumen rupfen darf man
dann auch einmal kurz in eine Loge hineinschnuppern.
Wie ist das mit
den Preisen, ist das nicht alles sehr teuer ?
Also im Leben ist alles relativ und es gibt Jugendliche die an
einem Samstag Abend in der Diskothek mehr ausgeben als viele
Leute auf dem Wiener Opernball. Champagner ist allerdings nicht
nur am Opernball hochpreisig. Wenn man nicht gerade vorhat sich
mit Alkohol abzufüllen, (was nicht anzuraten ist, denn, dafür
ist die Veranstaltung zu faszinierend) kann man sich dieses
Ballvergnügen auch als durchschnittlicher Verdiener (vielleicht
auch nur einmal) leisten. Auch die angebotenen Speisen sind
absolut im Rahmen.
Tipp: Wenn einen dann doch einmal nach etwas
Deftigen zumute ist, der Würstelstand vor der Oper ist da ein
beliebter Anziehungspunkt. Vielleicht sogar so etwas wie ein "must" mit
dem Frack am Würstelstand ... aber Obacht mit dem Senf.
Eine Loge (im
Volksmund: a "Losch") kostet 9.000.- bis 16.000 Euro das ist
doch ein Wahnsinn oder ?
Wieso ? Erstens wird niemand gezwungen sich eine Loge zu
kaufen. (Die Logenpreise beinhalten übrigens nicht die
Eintrittskarten)
Zweitens, die Preise richten sich nach Angebot und Nachfrage
(Die Logen sind regelmäßig ausverkauft).
Drittens, der Opernball ist weltweit eines der bekanntesten
gesellschaftlichen Ereignisse und die bekannteste
Tanzveranstaltung der Welt. Für Unternehmer ist das die
Gelegenheit Ihre Geschäftsfreunde in einem außergewöhnlichen
Rahmen einzuladen und es ist auch kein Geheimnis, dass schon
zahlreiche Geschäfte am Opernball besiegelt wurden.
Ich habe
gehört, dass die Opernballgäste auch Geschenke bekommen ?
Das stimmt, auf jeder Eintrittskarte ist ein Abschnitt, mit dem
man sich seine Ballspende im Sackerl abholen kann. Die Ausgabe
der Ballspenden befindet sich im Erdgeschoß in der Nähe des
Haupteingangs. Außerdem bekommt man ein paar Jetons für das
Opernball Spielcasino.
Tipp: Holen Sie sich Ihr Geschenk im laufe
der Nacht ab und hinterlegen Ihr Sackerl bei der Garderobe, dann
sparen Sie sich das Gedränge zum Schluss.
Was kann ich bei
gesundheitlichen Problemen tun ?
Selbstverständlich ist am Opernball auch für diesen Fall
vorgesorgt. Sanitäter und Arzt sind ständig anwesend. Sie finden
einen Arzt im Erdgeschoß vom Haupteingang aus gesehen links.
Was tun, wenn
ich am Ball etwas verloren habe ?
Im Erdgeschoß befindet sich ein Fundbüro.
Der Opernball wird auf der ganzen Welt kopiert und das ist
auch gut so, aber es gibt eben nur ein Original den
österreichischen Staatsball den "Wiener Opernball".
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